Hallo Marlen,
> ich habe meine eigene Meinung zu Trockenobst.
Die steht dir ja auch zu.
> ich esse viel davon, auch wenn der Zucker viel konzentrierter ist.
Trockenobst hat einen weiteren unschönen Nebeneffekt (neben der Konzentration des Zuckers und dem Verlust an Vitalstoffen): Man kann damit innerhalb von nur zwei Wochen Karies erzeugen, weil die Trockenfrüchte sehr an den Zähnen kleben.
> Ich habe festgestellt, dass es mir am besten geht, wenn ich viel
> Obst esse und wenig VK-Produkte.
Das läßt darauf schließen, daß du auch vorher einen gewissen Zuckeranteil gewohnt warst. Eine Umstellung von zivilisatorischer Ernährung auf Vollkornprodukte ist immer mit Unpäßlichkeiten verbunden, weil sich die Darmflora erst anpassen muß. Das erweckt natürlich erst einmal den Anschein, es ginge es einem ohne Vollkornprodukte besser. Die Umstellungsphase dauert sechs bis acht Wochen - danach hat sich die Darmflora angepaßt und dann verträgt man die Vollkornprodukte sehr gut - bekommt aber bei Fabrikzucker und Trockenfrüchten Probleme.
> 2. bin ich nicht so gut drauf, als wenn ich Trockenobst oder Salat
> oder sowas esse.
Trockenobst ist ein Zuckerkonzentrat und so etwas setzt Endorphine frei. Das fehlt dir natürlich beim Brot...
> Ich bin der Meinung, man sollte nicht alle Lehren kritiklos übernehmen.
Richtig. Ich habe etliche Jahre versucht, Bruker zu widerlegen. So etwas mache ich gerne, wenn ich von etwas angetan bin, um es auf die Probe zu stellen. Interessanterweise habe ich objektiv nichts gefunden, was gegen seine Aussagen spricht, aber dafür sehr viel, was dafür spricht.
> Der Stoffwechsel der Menschen ist so verschieden wie ihr äußeres.
Nein. Die Konstitution unterscheidet sich, die individuelle 'Anfälligkeit' des Stoffwechsels für schädliche Einflüsse. Der Stoffwechsel selbst ist bei allen Menschen identisch - auch identisch mit dem der Säugetiere. Das meiste, was wir über den menschlichen Stoffwechsel wissen, wurde im Tierversuch erforscht.
> Bruker ist nicht der liebe Gott, und von Wandmaker(richtig
> geschrieben?) kann man auch was lernen.
Wandmaker ist kein Arzt und hat keinerlei praktische Erfahrung an Patienten. Er besitzt lediglich etliche Supermärkte und das sehe ich nicht wirklich als ausreichende Qualifikation an.

Was lernen wir bei ihm? Hier ein paar Aussagen:
"Man sieht also, daß die Menschen bis zur Eiszeit bis 1000 Jahre alt wurden."
"Vegetarier essen auch große Mengen gekochtes, totes Gemüse. An Rohkost bleibt allenfalls ... fast ausschließlich Blattsalat übrig, wobei sie gar nicht wissen, daß dieser eine gewisse Menge Opium enthält"
"Die Zuckerstoffe ... bringen das Brot bei einer Temperatur von 37° sicher zur Schnapsgärung."
"Stärke-Esser sind kleine Alkoholiker, Stärke erzeugt Trunksucht."
Ich denke, dazu muß ich nichts sagen... Ich will bei all dem nicht gegen Wandmaker hetzen, im Kern ist die Aussage, daß rohe Nahrung wertvoller ist, als gekochte, ja durchaus richtig. Aber der Rest ist hahnebüchen.
> Also hört auf Euren Körper.
Das kann in einer Zeit, in der der Körper an Zusatzstoffe und minderwertige Nahrung gewohnt ist, ein Fehler sein. Jemand, der sich nur von Chips und Cola ernährt, mag sich damit pudelwohl fühlen und wenn er auf seinen Körper hört, wird er Gemüse und Salat sicher ablehnen.
> Ab und zu eine Dattel ist besser als Haribo
Das könnte ich allerdings auch unterschreiben. In Grenzen...
