Vollwerternährung kann der Grundpfeiler einer Ernährungsumstellung sein und langfristig zu einer gesunden Abnahme, mehr Gesundheit und Wohlbefinden führen. Hier könnt Ihr Euch darüber austauschen.
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Unverträglichkeit von Vollkornprodukten Beitrag #13
diomira
still.breathing
Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 470
AW: Unverträglichkeit von Vollkornprodukten
@mause: klar, ausprobieren kann ich es mal. hab ja keinen plan, was es ist.
@rubens: wie hat man die unverträglichkeiten denn festgestellt?
Denn einfach so auf etwas verzichten, wegen einer Vermutung, will ich auch nicht.
Einen Laktoseintoleranztest hab ich nämlich schon mal machen lassen und da kam nichts raus. Rein theoretische dürfte die Kuhmilch deswegen nicht das Problem sein.
Darfst du dann gar keine Milchprodukte mehr essen oder nur keine Milch?
Weizen könnte ich mir noch vorstellen. Brot gibt es ja auch noch mit anderem Getreide und bei den Aufstrichen muss es ja auch welche ohne geben. Dann geht das ja.
Unverträglichkeit von Vollkornprodukten Beitrag #14
Rubens
Licht am Ende des Tunnels
Registriert seit: 08.2004
Ort: Österreich
Beiträge: 3.929
AW: Unverträglichkeit von Vollkornprodukten
Die Unverträglichkeit hat die NHP mit diversen Tests festgestellt.
Außerdem hatte ich schon so ein Gefühl, dass irgendetwas nicht ok ist
Aber Schaf- und Ziegenmilch und -produkte darf ich essen und die schmecken mir auch.
Zur Zeit geht es nur um Kuhmilch und -produkte, aber das darf sich auch wieder ändern.
Aber mir wurde früher schon immer schlecht, wenn ich Kakao oder ein Glas Milch getrunken habe.
Unverträglichkeit von Vollkornprodukten Beitrag #15
Kornblume*
Registrierter Benutzer
Registriert seit: 06.2005
Ort: NRW
Beiträge: 575
AW: Unverträglichkeit von Vollkornprodukten
Hallo,
jetzt möchte ich doch auch etwas dazu schreiben.
Ich selbst habe einen empfindlichen Magen, Rohkost kann ich morgens essen, danach nicht mehr. Und das sollte ich auch nicht zu oft machen, weil das auf Dauer meinen Magen schwächt. Dabei ist es egal, ob ich auch Zucker esse, oder nicht. Bei mir liegt das Essen länger im Magen als bei anderen - und Rohkost braucht nun einmal länger zum Verdauen.
Meist staut sich das langsam an und mir geht es gegen Abend besonders schlecht.
Wir Menschen können Möhren und Co. auch nur essen, weil sie seit Jahrtausenden hochgezüchtet wurden. Wer isst schon freiwillig wilde Möhren. Viele Dinge können wir auch nur essen, weil wir sie durch bestimmte Prozesse verändern - die Gifte auswässern oder sie chemisch umwandeln duch fermentieren oder kochen (z.B. bei Bohnen oder Kartoffeln, die ja auch schon hochgezüchtet wurden, um sie verträglicher zu machen).
Vollkorn ist ein weiteres Thema. Gerade die Schalen können Probleme machen. Daher sollte Vollkorn in einem längeren Prozess aufgespalten werden (Bircher Müsli wird daher über Nacht eingeweicht). Viele Müsli enthalten rohe Körner, die oft nicht gut verdaut werden können.
Auch ist Vollkornbrot nicht gleich Vollkornbrot. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Ich kann Brot aus dem Bioladen problemlos essen,aber das sogenannte Vollkorn oder "Vollkernbrot" der Standardbäckereien oft nicht. Die lassen den Teig oft nicht lange genug gehen, was die Verdauung erschwert.
Wir sind ja schließlich keine Kühe - die Gras verdauen können. Getreide wird von den Menschen erst angebaut, seit sie sesshaft sind und da gab es schon längst Feuer zum Backen und Mahlsteine. Gemahlen und gesiebt wird Mehl auch schon seit tausenden von Jahren, weil das weiße Mehl einfacher zu verarbeiten ist. Sauerteig zum Beispiel, das Vollkorn aufschließen kann, gab es nicht ueberall. Eine Ausnahme bildet Hafer, das so weich ist, dass wir es auch roh - also als Flocken essen können.
Zusätzlich kann Zucker wie Trulla schon sagte, durch die Bildung von schlechten Gärungsprozessen die Verdauung stören, insbesondere bei Vollkorn.
In seltenen Fällen gibt es auch Allergien gegen Kleie - ich habe einen Freund, der bei Vollkornmehl oder Milch kaputte, rissige Haut bekommt.
Ich kann dir keine konkreten Tipps geben - weil ich nicht weiß, wie genau deine Ernährung bisher aussah - und was dir bisher gut getan hat.
Welches Müsli ißt du, welches Brot? Vieleicht kannst du da mal genauer hinschauen.
Die Kombination aus rohen Früchten und Vollkorn und Milch wird in einigen Fällen nicht gut vertragen, da jeweils unterschiedliche Enzyme dafür benötigt werden.
Letztendlich ist jeder Mensch von seiner Konstitution anders. Was dem einen gut tut, kann anderen Probleme bereiten.
Bei mir ware es ein längerer Prozess - unterstützt von einer Ernährungsberaterin. Ich vermeide Fertigprodukte - gehärtete Fette, Rohkost am Abend, viel Zucker,...
Zusätzlich verwende ich Gewürze, die die Verdauung fördern.
Unverträglichkeit von Vollkornprodukten Beitrag #17
Joachim
Registrierter Benutzer
Registriert seit: 02.2007
Beiträge: 115
AW: Unverträglichkeit von Vollkornprodukten
Hallo Kornblume,
> Und das sollte ich auch nicht zu oft machen, weil das auf Dauer
> meinen Magen schwächt.
Was genau wäre denn eine Schwächung des Magens?
> und Rohkost braucht nun einmal länger zum Verdauen.
Das ist so nicht richtig. Wie lange etwas zum Verdauen benötigt, hängt davon ab, ob der Organismus alle für den korrekten Ablauf der Verdauung nötigen Stoffe zu Verfüfung hat. Und das ist bei Frischkost eher gegeben. Die Verweildauer im Magen hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, in erster Linie vom Glukosegehalt der Nahrung. Frischkost wird tatsächlich schneller verdaut als erhitzte Nahrung. Deshalb sollte man die Frischkost auch vor der erhitzten Nahrung essen.
> Wir Menschen können Möhren und Co. auch nur essen, weil sie
> seit Jahrtausenden hochgezüchtet wurden. Wer isst schon freiwillig
> wilde Möhren.
Eine Menge Leute. Die lilane "Urmöhre" kommt gerade wieder auf den Markt.
> Viele Dinge können wir auch nur essen, weil wir sie durch
> bestimmte Prozesse verändern
Das gilt nur für wenige Lebensmittel, wie eben die Hülsenfrüchte, die ursprünglich wohl nicht zu unserer Nahrung gehörten. Kartoffeln kann man übrigens auch roh essen, das schmeckt nur nicht besonders.
> Vollkorn ist ein weiteres Thema. Gerade die Schalen können Probleme
> machen.
Das hängt davon ab, was du unter Schalen verstehst. Der Spelz ist beim Spelzgetreide in der Tat nicht eßbar und wird daher entfernt.
> Daher sollte Vollkorn in einem längeren Prozess aufgespalten
> werden (Bircher Müsli wird daher über Nacht eingeweicht). Viele
> Müsli enthalten rohe Körner, die oft nicht gut verdaut werden können.
Natürlich können auch rohe Körner verdaut werden, wenn man sie gründlich kaut. Das Einweichen des Getreides dient nicht der 'aufspaltung', sondern ist ein Tribut an den desolaten Gebißzustand der Bevölkerung.
> Ich kann Brot aus dem Bioladen problemlos essen,aber das
> sogenannte Vollkorn oder "Vollkernbrot" der Standardbäckereien oft
> nicht.
Das dürfte weniger mit dem Gegenlassen zu tun haben, sondern mehr mit den vielen Zusatstoffen, die dort verwendet werden. Was der normale Bäcker als Vollkornbrot verkauft, ist kein echtes Vollkornbrot, sondern eine Fertigmischung. Es gibt sogar eine Art "Maggi Fix für Vollkornbrot", mit dem man aus billigstem Auszugsmehl ein Vollkornbrot backen kann.
> Getreide wird von den Menschen erst angebaut, seit sie sesshaft sind
> und da gab es schon längst Feuer zum Backen und Mahlsteine.
Getreide wird seit mindestens 10.000 Jahren angebaut und es gibt noch weit ältere Funde von Getreidelagern.
> Gemahlen und gesiebt wird Mehl auch schon seit tausenden von Jahren,
> weil das weiße Mehl einfacher zu verarbeiten ist.
Das ist ein Mißverständnis. "Weißes Mehl", genauer Auszugsmehl, wird erst seit etwa 120 Jahren hergestellt, weil es vorher technisch gar nicht möglich war, den Mehlkern alleine zu vermahlen. Ausgesiebt wurden bis dahin immer nur die Spelzen, das Mahlgut enthielt aber die Randschichten und den Keim.