Hallo ihr alle

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Ich habe mich schon kurz im Vorstell-Teil vorgestellt,
nur noch mal kurz zur Erinnerung.
Ich bin 33, 176 cm groß. Zuletzt nahm ich von ca.105 kg auf ca. 77 kg ab. Zufrieden war ich dennoch nicht.
Mein absolutes Höchstgwicht lag 1999 bei 127 kg. Mein niedrigstes letztes Jahr bei den oben schon erwähnten 77 kg. Ich hatte da Kleidergröße 40/42. Zufrieden war ich dennoch nicht.
Nun bin ich zum dritten mal schwanger, und um gleich Missverständnisse auszuräumen, ich mache nicht das Kind für mein "neues" Übergewicht verantwortlich. Ich weiß von den anderen Schwangerschaften, dass Frau da halt zunimmt, auch mal etwas mehr. Und ich bin eigentlich ganz zuversichtlich, dass ich die überflüssigen Kilos nach der Schwangerschaft wieder loswerde.
Aber ich habe festgestellt, dass ich gerade in den letzten Monaten wo ich wieder zugenommen habe, einen regelrechten Hass auf meinen Körper und meine Nichtvorhandene-Figur entwickelt habe. Es ist schrecklich und ich weiß nicht, ob das jemand von euch so schlimm bei sich selbst empfunden hat wie ich bei mir.
Wenn ich nackt vor einem Spiegel steh' möchte ich am liebsten die Spiegel einschlagen! Ein Hass auf mich selbst kommt in mir hoch, das kann sich kein Mensch vorstellen! Sätze wie: "Fette ***!" "Hässliche Kuh!" kommen ganz automatisch in mir hoch. Ich kann mich nicht mal über den Babybauch freuen, da er aussieht wie angefressen (bin jetzt im 7. Monat).

Dabei hatte ich so gehofft endlich mal eine Schwangerschaft genießen zu können.
Ich bin Todunglücklich, und sicher sind auch die Hormone in der Schwangerschaft jetzt mit dran beteiligt an diesen miesen Gefühlen. Aber ich kenne das Problem mit dem Selbsthass schon länger auch vor der Schwangerschaft. Es fängt mit der "ewigen Unzufriedenheit" an, obwohl ich soviel beim Abnehmen erreicht hatte, und endet dann in absoluter Hoffnungslosigkeit seinen desolaten Körper überhaupt mal jemals zu akzeptieren.
Ich weiß genau, wenn das "Fett mal wieder weg ist", werde ich auch nicht zufrieden sein. Dann ist es die hängende Haut am Bauch, an den Armen, der hängende Busen, die delligen Beine und die Dehnungsstreifen überall, an denen ich was zu mäkeln habe.
Mir wurde Anfang des Jahres eine starke, erblich bedingte Bindegwebsschwäche diagnostiziert. Da ist auch mit Sport oder ganz gezielter Ernährung nichts zu machen. Ich muss das mit den Streifen und den zahllosen "Gehängen" akzeptieren. Nur wie?? Eine "rundum" OP ist reines Wunschdenken, und ich kenne mich. Selbst DANN, wenn ich die Möglichkeit einer Rundumerneuerung hätte, würde ich irgendwas zu quaken finden
Von Selbstliebe keine Spur! Wie soll ich das lernen?? Ich habe schon Probleme mit dem Sexleben, obwohl mein Mann wirklich 100% hinter mir steht und mir immerwieder sagt, dass meine jetzige Zunahme auch kein Problem ist, er mich auch jetzt noch sexy findet.
Er hat mich damals mit über 100 kg kennengelernt und während meiner Abnehmzeit hat er auch immer hinter mir gestanden. Er selbst ist in meinen Augen ein Adonis. Kein Gramm Fett, sixpack, Muskeln überall. Ich sehne mich nach Zärtlichlichkeit, halte mich aber immer zurück, weil ich Angst habe es könnte ihn doch irgendwann anekeln...
Tut mir leid, das es jetzt so viel geworden ist. Ich merke nur, wie sich das über die Jahre hinweg bis jetzt aufgestaut hat, und es musste einfach raus. Ich brauche einen geschützten Raum, in dem ich mich offenbaren kann und hoffe, dass ich den hier gefunden habe

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Hoffnungsvolle Grüße, Walküria