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Übergewicht - Begleiterscheinungen

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Alt 08.10.2009, 20:59   keine Hilfe vom Hausarzt Beitrag #1
vici
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 13
keine Hilfe vom Hausarzt

Hallo Ihr Lieben,

ich bin gerade frustiert, enttäuscht und etwas fassungslos.
Ich habe heute früh, auf Drängen meines Ehemannes "endlich" einen Arzttermin bei meinem Hausarzt wahrgenommen.

Kurz zur Vorgeschichte: ich, 43 Jahre, 170 cm groß, habe seit Januar diesen Jahres ca. 45 kg abgenommen. Ich startete mit etwas über 135 kg und wiege (heut früh) 89,0 kg.
Ich habe meine Ernährung auf gesunde vollwertige Kost, angelehnt an Glyx, komplett umgestellt. Ich komme auch, mehr oder weniger, gut zurechet.
Ich habe gute Tage, da fällt es mir leicht. Und leider eben auch weniger Gute. Da leide ich furchtbar.
Jetzt stehe ich mit dem Gewicht seit Wochen, das frustriert. Es ist nicht mein erster Stillstand. Eigentlich weiß ich auch, daß es irgendwann wieder weitergeht.
Mit "Marke 110" habe ich begonnen, auf unserem Crosstrainer zu trainieren. Inzwischen bin ich auf 45 min.
Mein Ziel ist es, auf 65 kg noch runterzukommen, d.h. noch 25 kg (mindestens) abnehmen. Hierfür gebe ich mir bis Januar Zeit.
Anmerkung: Wenn die letzten 10 kg länger brauchen, auch ok. Geduld zu haben, habe ich in diesem Jahr ebenfalls gelernt (lernen müssen).
Ich habe dann genau 1 Jahr hinter mir mit insgesamt (na hoffentlich) ca. 70 kg Abnahme. Dies enspräche dann 1,3 kg/Woche.

So, jetzt aktuell: seit einiger Zeit habe ich extremen Haarausfall. Mein Mann drängt, ich solle endlich danach schauen lassen.
Meine persönliche Meinung: ich bin ja nicht krank, nur fett. Abnehmen muß ich eh alleine, also was soll der Arzt schon bewirken. Wundermittel gibt es auch keine. Weiß ich.
Mein Friseur war ebenfalls beim letzten Mal Haareschneiden erschrocken.

Also, ich bin ein gutes Kind und habe eben diesen Termin heut früh gemacht.

Er wollte zu Beginn wissen, in welchem Zeitraum ich wieviel abgenommen habe und meinte: "Oh je, viel zu viel und viel zu schnell. Maximal 1 kg im Monat !!!. " Da werd ich ja bekloppt. Da müßte ich ja 6 Jahre abnehmen.
(WW sagen 1/2 kg in der Woche = 2 kg/Monat. Da bräuchte ich auch noch 3 Jahre).

Desweiteren meinte er,
- zusätzliches Eiweißpulver: totaler Quatsch, lieber Fleisch essen
- Abnehmglobuli: bringt nichts
- Schüssler-Saltze: bringt nichts
- Ernährungsberatung: brauch ich nicht, ich weiß doch alles
- Nahrungsergänzung (Brausetabletten: Magnesium, Vitamin C, Calcium, Biotin): kann ich weiter nehmen
Ich habe dann im Labor Blut abgenommen bekommen, (wegen evtl. diversen Mängeln und der Schilddrüse)
Er hat kurz meine Lunge abgehört (habe allergiebedingtes Bronchialasthma), alles ok.
Er verschrieb mir ein "Privatrezept": eine Tinktur für die Kopfhaut (28 €) und Tabletten/Spurenelemente (14 €). Mußte ich beides selbst bezahlen.
Das war's. Ah ja, und: "mein Körper bäuchte Jahre um sich auf das geringere Gewicht einzustellen".
Auf Wiedersehen.

Auf meine Frage, ob denn er oder die Krankenkasse mir noch irgendwie helfen könne, "Nö, wieso auch, und bei was?".

Noch eine Anmerkung: ich habe die ganze Zeit, regelmäßig und problemlos meine Periode gehabt. Ich esse jeden Tag 3 (ab und zu nur 2) Mahlzeiten. Ich trinke meine 3 Liter Wasser. Mein Husten, aufgrund der Allergien, war dieses Jahr zum ersten mal seit ewiger Zeit weg.

Ich war vor Wochen bei uns im Ort in einem "Gesundheits/Reha/Sportzentrum". Dort wollte ich mich nach Yoga-Kursen oä. erkundigen. Man gab mir einen Zettel: "Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport". Den müßte ich vom Arzt und dann von der Krankenkasse ausfüllen, abstempeln und absegnen lassen. Dann beteilige sich die AOK an den Kosten von Gymnastik und Gerätetraining. Mein Eigenanteil betrüge dann "nur" noch ca. 30 € im Monat.
Der Doc. meinte, "dies wäre nicht notwendig, warum auch und wenn überhaupt, solle ich mit sowas gleich zur Krankenkasse."

Meine Fragen waren ihm wohl ziemlich lästig. "Ich bräuchte auch deswegen nicht mehr zu ihm kommen. Für das Ergebnis der Blutuntersuchung könne ich morgen ja anrufen".

Ist das normal? Haben Euere Ärzte auch mit soviel Desinteresse reagiert? Erwarte ich zuviel?
Daß er mich nicht zur Heldin des Tages macht, war mir klar. Aber ich ging davon aus, daß ich in irgendeiner Weise für den Rest meines Weges Unterstützung von ihm bekommen würde.
Wenn ich mir's recht überlege, war er nur negativ.
Ist der Hausarzt allgemein, oder nur er, vielleicht für dieses Thema der falsche Arzt?
Was kann ich von einem (meiner Meinung nach bisher guten) Hausarzt zum Thema Übergewicht/Adipositas/Abnehmen erwarten?
Wie waren Eure Erfahrungen?

Danke im Voraus für die Antworten.

Gruß vici
vici ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2009, 21:24   keine Hilfe vom Hausarzt Beitrag #2
Angie61
ich gebe nicht auf !
 
Benutzerbild von Angie61
 
Registriert seit: 12.2008
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 2.073
AW: keine Hilfe vom Hausarzt

Hallo,
so was öhnliches habe ich auch schon bei meinem Hausarzt erlebt. Meine Tochter hatte starke Bauchschmerzen, ich also mit ihr morgens vor meiner Arbeit hin, und der erste Kommentar: die hat nix ernstes, und bringen Sie doch wegen sowas meine Terminplanung nicht durcheinander.
Wie soll man denn als beruftätige mit krankem Kind um 100 Uhr zum Arzt gehen ?
Dieser Hausarzt hat mich damals zum letzten Mal gesehen, Ich habe gewechselt und bin jetzt super zufrieden.
Das ist auch mein Rat: such dir schleunigst einen anderen Arzt.
Angie61 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2009, 23:04   keine Hilfe vom Hausarzt Beitrag #3
Steini396
Mama von 2 süssen Mäusen
 
Benutzerbild von Steini396
 
Registriert seit: 03.2008
Ort: Bei München
Beiträge: 3.281
AW: keine Hilfe vom Hausarzt

Ich glaube der Hausarzt ist bei speziellen Fragen immer die falsche Adresse, weil er so geschichten wie ERnährungsberatung etc. im Studium nur gestreift hat und in der Praxis nicht benötigt. Je nach seiner einstellung zum THema abnehmen, informiert er sich darüber oder gibt angestaubtes Halbwissen weiter. Eine echte Ernährungsberatung wirds beim Hausarzt nicht geben (es sei denn er bietet so was in seiner praxis an und ist an dem Thema interessiert).

wegen dem Haarausfall geh mal zu ner Hautärztin, die haben da oft bessere Möglihkeiten dich zu informieren und die Ursachen zu erkennen.
Steini396 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2009, 23:06   keine Hilfe vom Hausarzt Beitrag #4
Agala
Agala
 
Registriert seit: 05.2009
Ort: Wien
Beiträge: 193
AW: keine Hilfe vom Hausarzt

@vici

Mal ehrlich. Was wolltest du eigentlich wirklich von deinem Hausarzt außer einem Mittel gegen Haarausfall? So wie du schreibst, bist du der Meinung, dass du alles richtig machst. Und das wirst du wohl ihm gegenüber auch zum Ausdruck gebracht haben, daher hat er vielleicht so abweisend reagiert. Was hast du geantwortet, als er dir gesagt hat, du hättest viel zu schnell abgenommen. (Du hast es ja auch nicht in 9 Monaten zugenommen.)
Agala ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2009, 23:19   keine Hilfe vom Hausarzt Beitrag #5
Gast67864
Gast
 
Beiträge: n/a
AW: keine Hilfe vom Hausarzt

Zitat:
Zitat von Agala Beitrag anzeigen
@vici

Mal ehrlich. Was wolltest du eigentlich wirklich von deinem Hausarzt außer einem Mittel gegen Haarausfall? So wie du schreibst, bist du der Meinung, dass du alles richtig machst. Und das wirst du wohl ihm gegenüber auch zum Ausdruck gebracht haben, daher hat er vielleicht so abweisend reagiert. Was hast du geantwortet, als er dir gesagt hat, du hättest viel zu schnell abgenommen. (Du hast es ja auch nicht in 9 Monaten zugenommen.)
ich gebe Dir da völlig Recht. Was soll der Arzt da denn machen, wenn Du Dir Deine Gesundheit ruinierst. Von Januar bis jetzt 45 kg abnehmen ist totale Crash-Diät. Du kannst von Glück sagen, daß Du bei so einer Mangelernährung nur Haarausfall hast. Ernähre Dich einfach ausgewogen und gesund, und Dir wird es deutlich besser gehen. Da kann der Arzt auch nix anderes sagen.

Mit dem Sport genauso. Reha-Sport wird vom Orthopäden verschrieben bei Krankheit, meist im Anschluß an eine Reha. zb. wg. Bandscheibenvorfall oder ähnliches, nicht bei Haarausfall.

Und beim Blutabnehmen ist es auch normal, den Befund telefonsch zu erfragen.

lg singsang
P.S. würden Globuli oder andere Mittelchen helfen, wären wir alle schon schlank, auch da hat der Doc recht. Vielleicht also doch mal zu Ernährungsberatung. Dazu brauchst Du den Doc nicht.
  Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2009, 00:00   keine Hilfe vom Hausarzt Beitrag #6
vici
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 13
AW: keine Hilfe vom Hausarzt

Hallo Agala,

was ich wollte?
- Ich wollte, daß er mir beim Haarausfall hilft. Richtig.
- Ich wollte Bestätigung, ob meine Brausetabletten/Vitamine so richtig sind.
- Ich wollte eventuell eine Ernährungsberatung, ob ich eben alles richtig mache. Infos was ich besser machen könnte, und für die Zeit "danach" (JoJo). Ich habe nicht Ernährung studiert, ich habe mein Wissen nur aus Büchern. Ich hätte mir kompetente Informationen von einem Menschen gewünscht.
- Ich wollte wissen, ob es noch etwas gibt, was mich unterstützen könnte, z.B. Globuli oder Schüssler-Salze.
Daß ich mit Globoli oder Sch.Salze nicht allein abnehme weiß ich auch. Daß es keine Wundermittel und Superpillen vom Doc gibt, ist mir 100%ig klar.
- Ich wollte, daß er mir z.B. anbietet, 1 x im Quartal z.B. Blutdruckmessen, Laborwerte, Lunge abhören ... Was weiß ich. Bin ich der Arzt?
- Ich wollte z.B. auch evtl. beim Sport kompetente Beratung und Anleitung. Derzeit stehe ich alleine in meinem Schlafzimmer und strample vor mich hin.

Ich habe ihm geantwortet, daß was ich hier geschrieben habe. Daß ich im Kopf bekloppt werden würde, wüßte ich, daß ich 6 Jahre abnehmen muß.
Daß ich mich solange damit beschäftigen muß, ok. Daß ich lange Zeit kämpfen muß das Gewicht zu halten, ok. Aber abnehmen sollte für mein Gefühl nach 1 oder 2 Jahren gut sein.

Aber: ich habe bis dato ALLES alleine gemacht. Keinen Arzt, keine Beratung, keine Tabletten, keine OP, keine Kur, keine ..... Ist es schlimm, jetzt um Hilfe oder vielleicht auch nur um Unterstützung zu bitten? Und der 1. Ansprechpartner sollte doch der Hausarzt sein. Er kann mich dann auch gerne irgendwohin weiter überweisen.

Ich verlange ja nichts, ich wollte nur Info und Hilfe.
(Übrigens auch hier).

Ich weiß auch, daß ich nicht in 9 Monaten sondern in 9 Jahren (oder so ähnlich) zugenommen habe.
Aber ist es nicht legitim, nicht 6 Jahren lang abnehmen zu wollen.
Bei meinem anfänglichen Monstergewicht ist diese Abnahme doch nicht abnormal.


SingSang: Ich habe mich noch nie in meinem Leben so gesund, vollwertig, abwechslungsreich ernährt wie jetzt. Ich habe noch nie so viel über dieses Thema gelesen und mich mit guter ausgewogener Nahrung beschäftigt.
Von wengen Crash-Diät.

Ich wollte den Sport ja nicht wegen dem Haarausfall, sondern um weiterzukommen. Vielleicht um den Stoffwechsel mehr anzukurbeln. Für Muskeln, für ... was weiß ich.
Aber schade, daß der Doc mir keine gute Ernährungsberatung genannt und empfohlen hat.


Gruß vici
vici ist offline   Mit Zitat antworten
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