Hallo Ihr Lieben,
ich bin gerade frustiert, enttäuscht und etwas fassungslos.
Ich habe heute früh, auf Drängen meines Ehemannes "endlich" einen Arzttermin bei meinem Hausarzt wahrgenommen.
Kurz zur Vorgeschichte: ich, 43 Jahre, 170 cm groß, habe seit Januar diesen Jahres ca. 45 kg abgenommen. Ich startete mit etwas über 135 kg und wiege (heut früh) 89,0 kg.
Ich habe meine Ernährung auf gesunde vollwertige Kost, angelehnt an Glyx, komplett umgestellt. Ich komme auch, mehr oder weniger, gut zurechet.
Ich habe gute Tage, da fällt es mir leicht. Und leider eben auch weniger Gute. Da leide ich furchtbar.
Jetzt stehe ich mit dem Gewicht seit Wochen, das frustriert. Es ist nicht mein erster Stillstand. Eigentlich weiß ich auch, daß es irgendwann wieder weitergeht.
Mit "Marke 110" habe ich begonnen, auf unserem Crosstrainer zu trainieren. Inzwischen bin ich auf 45 min.
Mein Ziel ist es, auf 65 kg noch runterzukommen, d.h. noch 25 kg (mindestens) abnehmen. Hierfür gebe ich mir bis Januar Zeit.
Anmerkung: Wenn die letzten 10 kg länger brauchen, auch ok. Geduld zu haben, habe ich in diesem Jahr ebenfalls gelernt (lernen müssen).
Ich habe dann genau 1 Jahr hinter mir mit insgesamt (na hoffentlich) ca. 70 kg Abnahme. Dies enspräche dann 1,3 kg/Woche.
So, jetzt aktuell: seit einiger Zeit habe ich extremen Haarausfall. Mein Mann drängt, ich solle endlich danach schauen lassen.
Meine persönliche Meinung: ich bin ja nicht krank, nur fett. Abnehmen muß ich eh alleine, also was soll der Arzt schon bewirken. Wundermittel gibt es auch keine. Weiß ich.
Mein Friseur war ebenfalls beim letzten Mal Haareschneiden erschrocken.
Also, ich bin ein gutes Kind und habe eben diesen Termin heut früh gemacht.
Er wollte zu Beginn wissen, in welchem Zeitraum ich wieviel abgenommen habe und meinte: "Oh je, viel zu viel und viel zu schnell.
Maximal 1 kg im Monat !!!. " Da werd ich ja bekloppt. Da müßte ich ja 6 Jahre abnehmen.
(WW sagen 1/2 kg in der Woche = 2 kg/Monat. Da bräuchte ich auch noch 3 Jahre).
Desweiteren meinte er,
- zusätzliches Eiweißpulver: totaler Quatsch, lieber Fleisch essen
- Abnehmglobuli: bringt nichts
- Schüssler-Saltze: bringt nichts
- Ernährungsberatung: brauch ich nicht, ich weiß doch alles
- Nahrungsergänzung (Brausetabletten: Magnesium, Vitamin C, Calcium, Biotin): kann ich weiter nehmen
Ich habe dann im Labor Blut abgenommen bekommen, (wegen evtl. diversen Mängeln und der Schilddrüse)
Er hat kurz meine Lunge abgehört (habe allergiebedingtes Bronchialasthma), alles ok.
Er verschrieb mir ein "Privatrezept": eine Tinktur für die Kopfhaut (28 €) und Tabletten/Spurenelemente (14 €). Mußte ich beides selbst bezahlen.
Das war's. Ah ja, und: "mein Körper bäuchte Jahre um sich auf das geringere Gewicht einzustellen".
Auf Wiedersehen.
Auf meine Frage, ob denn er oder die Krankenkasse mir noch irgendwie helfen könne, "Nö, wieso auch, und bei was?".
Noch eine Anmerkung: ich habe die ganze Zeit, regelmäßig und problemlos meine Periode gehabt. Ich esse jeden Tag 3 (ab und zu nur 2) Mahlzeiten. Ich trinke meine 3 Liter Wasser. Mein Husten, aufgrund der Allergien, war dieses Jahr zum ersten mal seit ewiger Zeit weg.
Ich war vor Wochen bei uns im Ort in einem "Gesundheits/Reha/Sportzentrum". Dort wollte ich mich nach Yoga-Kursen oä. erkundigen. Man gab mir einen Zettel: "Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport". Den müßte ich vom Arzt und dann von der Krankenkasse ausfüllen, abstempeln und absegnen lassen. Dann beteilige sich die AOK an den Kosten von Gymnastik und Gerätetraining. Mein Eigenanteil betrüge dann "nur" noch ca. 30 € im Monat.
Der Doc. meinte, "dies wäre nicht notwendig, warum auch und wenn überhaupt, solle ich mit sowas gleich zur Krankenkasse."
Meine Fragen waren ihm wohl ziemlich lästig. "Ich bräuchte auch deswegen nicht mehr zu ihm kommen. Für das Ergebnis der Blutuntersuchung könne ich morgen ja anrufen".
Ist das normal? Haben Euere Ärzte auch mit soviel Desinteresse reagiert? Erwarte ich zuviel?
Daß er mich nicht zur Heldin des Tages macht, war mir klar. Aber ich ging davon aus, daß ich in irgendeiner Weise für den Rest meines Weges Unterstützung von ihm bekommen würde.
Wenn ich mir's recht überlege, war er nur negativ.
Ist der Hausarzt allgemein, oder nur er, vielleicht für dieses Thema der falsche Arzt?
Was kann ich von einem (meiner Meinung nach bisher guten) Hausarzt zum Thema Übergewicht/Adipositas/Abnehmen erwarten?
Wie waren Eure Erfahrungen?
Danke im Voraus für die Antworten.
Gruß vici