1. #1 Meine Diät... meine
    Speedy

    Meine Diät... meine

    Nun ja... nun will ich euch mal berichten, wie es mir in meinen 15 Monaten so erging...

    Meine Bilanz bisher:
    Startgewicht 06.05 - 107 Kg aktuell 83,9 Ziel: 75
    Meine Methode... Leitungswasser Leitungswasser Leitungswasser
    Sport... Kleine aber häufige Mahlzeiten... Aber auch unangenehmere Methoden...

    Bei einer/ meiner Diät gibt es positive wie negative Seiten und Ansichten... ich werde mal versuchen alles was ich erfahren durfte, nicht objektiv sondern aus meiner Sicht aufs Blatt zu bringen...

    Klar ist es ein riesen Sprung eine Diät zu beginnen... Aber bin ich doch mal ehrlich... an was scheiterte es denn? Natürlich wusste ich, dass ich zu dick bin...
    Ja, nicht nur dick, sogar fett... nur traute ich mich nicht mehr auf die Waage, wahrscheinlich wusste ich unterbewusst schon lange, was andere mir ansahen... Ich hatte die 100 Kilo Marke längst überschritten.

    Es war kein Diätstart wie jeder Andere... Nein, ich nahm mir dieses Mal nicht vor, ab morgen mache ich Diät... Mir ist klar geworden, dass es hier nicht mit 5 Kilog getan ist... Ich brauchte einen Plan...

    Ich nahm mir Zeit, überlegte mir alles genau... Es hatte etwas meditatives... Ich schrieb mir alles auf... Was hatte ich, was wollte ich... und wie sollte mein Weg aussehen... Ein schöner Zettel... Mein Weg fürs nächste halbe Jahr... So waren meine Gedanken... Sah ganz einfach aus...

    Ich meldete mich im Fitnessstudio an... und ging sogar regelmässig... Mein Essensplan ( nach dem Motto - Stoffwechsel ankurbeln, ankurbeln... ankurbeln ) Verbrachte ich das erste viertel Jahr... 3 Liter am Tag Leitungswasser... Das war mein bester Trick... Der Körper beginnt sich selbst zu erziehen... Er sagt, was er braucht... was er zum Essen will reinigt sich selbst... Ist aktiver... Ich bin mir sicher... wenn ich ein klein wenig gedukldiger gewesen wäre... Hätte ich mit Wasser langsamer aber gesünder abnehmen können...

    Hört sich jetzt so leicht an... Ich muss gestehen, Körperlich war es super machbar... Aber dieser Kopf... Ich wollte doch unbedingt "schlank sein"... und
    hatte mit Depriphasen zu kämpfen... Löcher, aus denen es schwer war wieder rauszukommen... Gerade in den Phasen hatte ich Mühe gesund, genug und regelmässig zu essen... Leider kam auch noch dazu, dass ich in eine Bullimie verviel... Wieso, kann ich auch nicht sagen... Wie man sowas anfängt, keine Ahnung... Hatte so irgendwie das Gefühl, ich hab da was im Griff... dass kann nur ich bestimmen... auch wenn es nur mein "schwabbeliger" Körper ist... Den ganzen Tag drehte sich bei mir alles ums Essen... Dick sein... und Körpervergleichen... Ich zog mich zurück... wollte nirgens mehr hin... und heulte oft, wenn ich vor dem Spiegel stand... Gerade nach Heulattacken haute ich mir ganze Gläser Nutella rein... um nachher... ... . . . na ja... ( War glaub ganz schön balla balla ) Heute weiss ich natürlich, es ist Schwachsinnig... Mit Abstand gesehen, frage ich mich manchmal... wieso warst du zwar Herr bzw. Frau über deinen Körper, wieso aber nicht über deinen Kopf? Bin ich etwa anfällig? Kann ich es beim nächsten Mal kontrollieren? und wieso... hielt ich mein Verhalten für "normal"?
    Aber ich bin sicher... auch wenn es viele schönreden... eine "gesunde" Diät, die mehr als 15 Kilo übersteigt, gibt es in den seltesten Fällen... Nur gibt es einfach niemand zu *learningbydoing*

    Na logisch gab es auch schöne seiten... Ich konnte neue Hosen kaufen gehen.. ein hammer - Gefühl... Ausserdem viel es ab 15 Kilo doch schon dem Ein oder Anderen auf, dass ich abgenommen hatte
    Das ist ein Lohn... ehrlich... ein Glücksgefühl... Eine Belohnung für die Mühen... echt gigantisch... Die Treppen liefen sich leichter... Ich wurde aktiver... und traute mich abends auch mal wieder aus dem Haus... ohne zu denken... die starren mich an...

    Alles lief.. wenn auch langsam, wieder normal... Meine Unzufriedenheit und mein Selbsthass besserten sich... und somit auch die Bulimie... das wurde auch höchste Zeit... über ein halbes Jahr... essen... brechen... essen brechen hinterlassen Spuren... Starke Halsschmerzen... ständiges Bluten beim brechen... und das unkontrollierte "brechen müssen" schlich sich ein...

    Soll ich euch mal was sagen... Gerade in dieser Zeit habe ich am wenigsten abgenommen... Es hat überhaupt nichts gebracht... Nur Schaden

    Nun ja... ich machte mit meiner Standartdiät (Stoffwechsel) weiter... es gab keine Probleme und ich nahm weiter ab... nur ins Fitnessstudio ging ich nicht mehr... Das hatte ich während meine Depri - Phasen geschmissen... *dummwar* und die Portionen wurden kleiner... Schaffte diese überhäuften Teller voller fettigem Essen nicht mehr zu essen... Der Körper hat sich langsam aber sicher selber umgestellt... (Leitungswasser... :-)

    Doch der Lohn für die Mühen kam langsam bei mir an... Ich hatte meine ersten Flirts seit Jahren... und die Typen... fanden mich hübsch... (Ich weiss, ich hab ein verdammt schlechtes Selbstbewusstsein) ich fühlte mich gut... hatte plötzlichen Erfolg im Beruf... und und und...

    Die Diät hat mich einiges gelert... Meine Durchsetzungsfähigkeit, mein Ehrgeiz und meine Einnsatzbereitschaft sind gestiegen... und den Satz "das kann ich nicht" habe ich in meinem Wortschatz durch "wers nicht versucht, hat schon verloren" ersetzt...

    Ich nehme immernoch ab... Bin jetzt bei 84Kg/15. Monat... Fühle mich O.k... Trinke viel Leitungswasser... und werde mein Ziel weiterhin verfolgen... Mit viel Leitungswasser... und Ehrgeiz... Nur übertreiben will ich es nicht mehr...

    Mir gehts gut... ich fühl mich klasse... ich habe ein realistisches Ziel und packe das au!

    Vielleicht konnte ich euch mit diesem Bericht auch mal die "nicht so erfreulichen" Seiten einer Diät näherbringen... Leider wird es viel zu oft schön geredet... Aber bis jemand beim Ziel ist, gilt es viel durchzumachen und zu lernen... Denn jeder ist ein Unikat...

    Liebe Grüsse
    Speedy

  2. Jojo-Opfer
     

  3. #2 Meine Diät... meine
    blackdiva24

    AW: Meine Diät... meine

    Hallo speddy,

    habe mir grad dein bericht durch gelsen und ich muß sagen ich habe eine leichte gänsehaut bekommen so fazieniert hat mich dei bericht.
    und ich finde es echt klasse das du aus deiner bulimie raus gekommen bist hut ab und das du nun deinen weg gefunden hast gesund und vernüftig abzunehmen.. hoffe du verfolgst weiter hin so ziel strebig dein ziel dann schaffst du das ganze auch so wie du es gerne hättest. und ich glaube da fest an dich das du das ganze packst ohne zweifel..

    wünsche dir noch einen schönen tag und hoffe du hälst mich/uns mit deinem erfolg weiter hin auf den laufenden.

    blackdiva24

  4. #3 Meine Diät... meine
    sophie2712

    AW: Meine Diät... meine

    hallo speedy!!!

    deine geschichte zeigt leider nur zu deutlich wozu diäten führen können...

    auch ich verfiel 2000 in eine essstörung (im wechsel hungern, fressattacken und erbrechen). vorher wog ich ca 54kg. nach einer "kleinen drogenkarriere" legte ich unter anderem wegen dem entzug mehr und mehr zu. ich hatte leichtes übergewicht, also vielleicht 66-68kg, aber ich fühlte mich auch wie ein fettes hässliches entlein. ich begann zu hungern. nach ein paar tagen kamen fressattacken, ich brach alles wieder aus. dann riss ich mich zusammen, aß paar tage normal. doch die hunger phasen und die fressattacken plus erbrechen kamen immer wieder. abgenommen hab ich in dieser zeit auch nicht da ich das "runtergehungerte" in meinen "normal-essen-phasen" wieder drauf bekam.
    irgendwann vertraute ich mich meiner ärztin an. diese riet mir zu einer kur in einem psychatrischen krankenhaus die ich ablehnte. ich hab es mit einer psychologin allein geschafft.
    allerdings denke ich bleibt so eine essstörung noch lange in einem drin. ich nahm 1 jahr später über 10kg in 1,5 monaten ab da ich kaum gegessen hatte durch die trennung von meinem damaligen freund.
    in meiner schwangerschaft lernte ich das frustfressen kennen und dies hält bis heute an. so viel wie ich zt esse hängt sicher auch mit einer essstörung (binge-eating) zusammen. ich denke wenn man eine es hatte wird man immer anfällig für soetwas sein.

    umso schöner das du es doch noch geschafft hast das alles auf gesunde weise verloren ging.

    wünsche dir weiterhin viel glück beim abnehmen und im kampf gegen die essstörung!!!

    LG

  5. #4 Meine Diät... meine
    Gast22653

    AW: Meine Diät... meine

    Hallo Speedy!

    Erst mal Gratulation zu den verlorenen Kilos! Und gut ist auch, dass du die bulimischen Phasen überwunden hast.

    Allerdings muss ich nun auch ein paar Worte loswerden, die dir vielleicht nicht so angenehm sind...

    ...ich glaube, deine Gewichtszunahme bis zu den 107 Kilos ist nicht nur auf ungesundes Essen zurückzuführen. Ein ganz großer Batzen davon waren sicherlich Fressanfälle und sonstiges Frusfressen als Reaktion auf Unzufriedenheit, Traurigkeit und sonstigen negativen Gefühlen. Hast du schon mal was von Binge-Eating gehört? Das bezeichnet eine Art von Ess-Störung, die bezeichnend dadurch ist, dass man in regelmäßigen Abständen über einen längeren Zeitraum hingweg Fressanfälle hat. Dazu kommt eine starke Gewichtszunahme. Viele versuchen durch eine Diät abzunehmen, scheitern aber, weil das Essen ein Ersatz für etwas ist, das einen psychisch belastet. Man braucht das Essen und will unterbewusst nicht darauf verzichten.

    Als du begonnen hast abzunehmen klappte das ja zunächst ganz gut, aber dann schreibst du selbst, dass depressive Phasen kamen, gekoppelt mit Fressanfällen. Du kamst in einen enormen Gewissenskonflikt. Denn einerseits hattest du dir ja das Ziel gesetzt, endlich schlank zu sein, andererseits hat dein Körper auf Stress mit Fressattacken reagiert. Du warst unter enormem Druck. Aber der Druck endlich "anderen zu gefallen und nicht mehr dick zu sein" war so groß, dass du dich ins ko***en "gerettet" hast. Irgendwann verselbständigt sich dieses Verhalten, denn man ist ja von den Fressattacken abhängig und fühlt sich danach andererseits so elendig dick, hässlich, unglücklich und vollgefressen, dass man irgendwann automatisch das ko***en anwendet. Das verschafft zunächst Erleichterung, aber dann ist man noch unglücklicher, weil man nicht auf normalem Wege schafft abzunehmen.

    Doch der Lohn für die Mühen kam langsam bei mir an... Ich hatte meine ersten Flirts seit Jahren... und die Typen... fanden mich hübsch... (Ich weiss, ich hab ein verdammt schlechtes Selbstbewusstsein) ich fühlte mich gut... hatte plötzlichen Erfolg im Beruf... und und und...

    Die Diät hat mich einiges gelert... Meine Durchsetzungsfähigkeit, mein Ehrgeiz und meine Einnsatzbereitschaft sind gestiegen... und den Satz "das kann ich nicht" habe ich in meinem Wortschatz durch "wers nicht versucht, hat schon verloren" ersetzt...
    Im Moment geht es dir anscheinend ganz gut und du erbrichst auch nicht mehr. Aber glaube mir, wenn du erst mal wieder in eine stressige Lebenssituation kommst, kann sich das ganz schnell wieder ändern und die Fressattacken und vielleicht auch die Ko***erei kommt wieder! Du verbindest unterbewusst deine Erfolge bezüglich deines Selbstbewusstseins mit deiner erfolgreichen Abnahme. Wenn du aus irgendeinem Grund mal wieder zunehmen solltest, dann schwinden wahrscheinlich auch diese Eigenschaften dahin, denn sie sind bei dir unterbewusst miteinander verbunden.

    Ich glaube dein gestörtes Essverhalten ist durch irgendetwas in deiner Vergangenheit ausgelöst. Denn es ist ein Symptom von einem psychischen Druck, den du mit dir rumschleppst und noch nicht aufgearbeitet hast. Wenn du dauerhaft abnehmen willst und dir ein normales Essverhalten angewöhnen willst, rate ich dir ganz dringend, einen Psychologen aufzusuchen, um die Ursachen für dein Essverhalten und dein geringes Selbstwertgefühl rauszufinden. Ich will dir nichts unterstellen, vermute aber aufgrund meiner Erfahrung, dass irgendetwas in deiner Familie vorgefallen ist (z.B. keine Anerkennung der Eltern, oder Alkoholprobleme der Eltern, oder Bevorzugung von Geschwistern...es gibt ja so viele Probleme, die in Familien auftauchen können).

    Ich habe selbst Symptome des Binge-Eating aufgezeigt und jeder Abnehmversuch scheiterte bei mir irgendwann, weil ich nicht an die Ursachen ranging. Jetzt habe ich die Ursachen für mein Essverhalten gefunden und ich kann bewusst gegensteuern. Ich kenne außerdem andere, die Bulimie oder Magersucht hatten und sie hatten nie diese Essstörung, nur weil sie abnehmen wollten und die Diät irgendwie entgleist ist. Bei allen waren unaufgearbeitete, psychische Belastungen vorhanden, die erst dieses krankhafte Essverhalten begünstigten.

    Ich hoffe, ich habe dir jetzt keine Angst gemacht oder dich geschockt oder verletzt. Ich will dir wirklich nur raten: Hole dir die Hilfe eines Psychologen! Die anderen, die ich mit Essstörungen kenne, haben diese dann auch erfolgreich besiegt.

    Ich wünsche dir viel Glück und Kraft auf deinem weiteren Lebensweg!

  6. #5 Meine Diät... meine
    sophie2712

    AW: Meine Diät... meine

    @scarlett
    Ich habe selbst Symptome des Binge-Eating aufgezeigt und jeder Abnehmversuch scheiterte bei mir irgendwann, weil ich nicht an die Ursachen ranging.
    wie hast du das geschafft? hab ja oben auch schon erwähnt das ich auch be-symptome habe.

  7. #6 Meine Diät... meine
    Gast22653

    AW: Meine Diät... meine

    @Sophie

    Ich hab dir ne PN geschickt. In meinem Tagebuch hab ich auch ein bischen dazu geschrieben, da kannst du gerne mal vorbeischauen!

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