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Hallo,
dies ist mein erster Beitrag. Ich habe schon einiges gelesen und auch schon interessantes gefunden.
Ich bin selbst nie schlank gewesen und mein Mann auch nicht, aber die Kinder eins und zwei sind absolut normal. Nicht so dürre wie viele, aber sie passen locker in Aldi-Hosen etc.
Aber Kind drei (geboren 2000) macht mir "Sorgen". Schon im August 2004 musste ich mich vom Arzt anmeckern lassen, sie sei zu dick. Im Februar steht die nächste U-Untersuchung an und ich habe mal mehr zum Spaß Gewicht und Größe mit der Liste im U-Heft vergleichen - entweder ist sie 3kg zu schwer oder 3cm zu klein. Der Arzt wollte mir eine Ernährungsberatung aufs Auge drücken, aber was soll ich damit, wenn meine Süße sobald sie das Haus verlässt überall nascht, was sie kriegen kann. Sie bergeweise Nutella-Brote schmiert (nicht hier!) und ihrem Vater, dem das Problembewusstsein abgeht, Süßkram abschwätzt, weil er selbst genauso naschsüchtig ist. Allein der Gedanke an diese U führt bei mir schon zu Herzrasen und Fressattacken. Ich überlege, ob ich nicht lieber meinen Mann schicken, vielleicht ist er dann einsichtiger, wenn ich versuche, gesunde Ernährung durchzuboxen.
Für mich habe ich entschieden, dass ich mich mehr bewegen will - z.B. werde ich die Kids von KiGa und Schule zu Fuß abholen, das bedeutet auch für die Süße einen Fußmarsch mehr als sonst. Aber was kann ihr sonst noch gutes tun? Sie macht 2mal in der Woche Sport. Ein weiterer Termin für Kinder in dem Alter ist noch angeboten, da will ich mal nachhören morgen. Im Sommer rennt sie viel draußen rum, aber jetzt? Stubenhocken!
Ab wann kann man ein Kind mitnehmen zu einer Ernährungsberatung - wann kann man es selbst sensibilisieren?
Ach so - eins hätte ich fast vergessen! Ich habe gestern schon mal angefangen, Bescheid zu sagen, dass sie ein Gewichtsproblem hat, und außerhalb besser nur Obst essen soll, keinen Süßkram, keine Nutella-Brote.
Die Mutter der besten Freundin hat versprochen, drauf zu achten. Ihr Sohn ist nämlich auch pummelig, sie kann nur XL-Hosen kaufen, soweit sind wir noch nicht und ich bin der Meinung, es ist besser, den Anfängen zu wehren.
Wüßte gern eure Meinung, und suche Tipps und Tricks
Rita
3kg schreibst du sei deine Tochter zu schwer?Also da würd ich mir jetzt nicht so viel Kopf machen.Bei meinem Sohnemann ist das auch schon all die Jahre so gewesen,dass er immer erst in die Breite ging und dann wieder in die Höhe und dann hatte er plötzlich wieder normales Gewicht.Lass dich nur nicht zu sehr verrückt machen...
Ich tu auch immer die Süßigkeiten und Chips nimmer kaufen,wenn ich merk,dass er wieder etwas moppeliger wird,aber wenn zu viel Stress um das Gewicht machst,dann isst sie irgendwann heimlich,was ja auch nicht Sinn der Sache ist...
Ich konnt dir zwar jetzt nicht wirklich weiterhelfen,sorry,aber wie gesagt,lass dich von dem Kinderarzt net zu kirre machen...
Da kann ich Frederika nur recht geben, mach nicht zu viel Stress ums Gewicht deiner Tochter. Ich fürchte nämlich das kleine Kinder noch nicht so recht verstehen warum sie nicht so viel süßes essen sollen. Vielleicht erst mal abwarten ob sich die paar Pfündchen nicht noch verwachsen. Bloß nicht in dem Zarten alter mit Diäten ankommen. Ich war auch als Kind ein Moppelchen, und mich hat sowas erst recht fett gemacht (musste mit 9, mit meiner Mutter zusammen Slimfast machen usw.)
Auserdem musste ich mir ständig anhören: "Ess nicht zu viel, sonst gehst du noch mehr auseinander!" und "bist du schon wieder am fressen? Du kannst auch nix anderes als dich vollzustopfen" Das Resultat davon war, das ich mit 14 nach dem Essen *******d über der Kloschüssel hing was sich Teilweise bis heute gehalten hat.
Da sollte man vorsichtig sein sonst macht man mehr verkehrt als richtig.
Danke, das entspricht in ungefähr meiner Auffassung - und ich glaube, das sage ich dem Dok auch mal so. Klar wächst sie erst in die Breite dann in die Länge, deshalb hatte ich im Sommer ja das Gefühl, dass es keinen Grund zum Meckern gibt, aber jetzt ...
Was mich echt stört, ist dieses planlose Reingestopfe von Süßkram aus reinem Futterneid, es könnte ihr ja wer was wegessen! Und bei den Mahlzeiten nippt sie dann manchmal nur. Aber sie ist wohl echt zu klein, das zu verstehen.
Eine Diät im üblichen Sinne wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ich werde halt versuche, noch mehr auf gesunde Ernährung zu achten - nicht bei ihr, kann uns allen nicht schaden.
Und ansonsten bleibe ich bei meinem "Konzept"! Mehr Bewegung - und die Umwelt sensibilisieren.
Danke noch mal Rita
Find ich auch gut so! Keinen Stress machen und Alternativen anbieten, zB geschnibbeltes Obst immer griffbereit haben. Futterneid ist ne ganz schlimme Sache, ich hab mal von jemandem hier gehört dass seine Kinder getrennte Nutellagläser haben und seitdem viel weniger Nutella gegessen wird, weil keiner dem anderen mehr was wegessen kann, aber weiß natürlich nicht ob das bei Deiner Kleinen klappen würde.
Ansonsten natürlich: ganz viel beschäftigen und was schönes unternehmen, das lenkt vom Essen ab, also wenig "stubenhocken", spielen, vorlesen, spazierengehen, Spielplatz, schwimmen gehen, vielleicht auch mit anderen Kids was machen,...
... na ja, ich kann mich den anderen beiden nur bedingt anschließen. mein sohn ist 2001 geboren, also in etwa im selben aler. zum glück (bisher) ohne gewichtsproblem. doch 3 kg in diesem zarten alter machen nun einmal doch das eine oder andere aus. sorry...
ich kann dazu nur folgendes sagen: die süßigkeiten sind es nur bedingt. generell ist in dem essen, was unsere kleinen so täglich vertilgen, zuviel zucker drin. d.h., sie essen ständig zu süß! und sie davon abzubringen ist nicht so leicht. verständnis für gesunde ernärung ist noch nicht da. wieso auch? schmeckt ja alles super und salat ist blöd!
ich würde folgendes probieren: die kleinen sehen natürlich ihr umfeld, und damit zunächst geschwister und eltern als vorbild. ihr müßt es vorleben, das gesündere essen. aber nicht nur das: auch das essen vor dem fernseher sollte z.b. tabu sein und zudem ist bewegung für die kleinen noch unglaublich wichtig. wenn ihr keinen garten habt, versuche so oft es geht mit ihr zum spielplatz zu gehen, zum einkaufen zu fuss, eben das was du schon geplant hattest. auch am wochenende fahrradtouren sind prima.später im schnee ne ordentliche schneeballschlacht strengt mehr an als eine stunde im fitnesscenter!
versucht gemeinsam zu kochen. ach wenn´s schwer fällt und sicher etwas stressig ist. aber je mehr die kleine helfen kann bei kartoffeln, möhren und co., desto lieber wird sie es auch später essen!
aber vor allem: achte auf den versteckten zucker in den lebensmitteln!!! wenn man hier und da die packungsbeilage liest, wird einem manchmal schon schwindelig wo überall dieses teufelszeug drin ist.
und vor allem für kinder: säfte NUR mit wasser verdünnen, fruchtzwerge sollten tabu sein (zucker pur!!), kindermilchschnitte etc. weg aus dem kühlschrank. dafür immer: obstteller! klein geschnitten und auch mal sorten, die man normalerweise nicht so kauft. physalis, granatapfel, mango,... die kleinen probieren es sicher gern mal aus. und bei uns ist die regel: probieren MUSS sein, wenn es nicht gemocht wird, ist es auch in ordnung.
noch ein kleiner tipp: gesunde dinge wie das kindergarten- oder schulbrot immer lustig "gestalten". als segelschiff mit wurstsegel und gurkenfahne o.ä. apropos gurken: essen doch fast alle kinder gern. also: gurkenteller hinstellen. ganz nebenbei beim spielen. oder eine kleine käseplatte mit weintrauben...
ich verspreche dir: sie hat weniger verlangen nach süßigkeiten, ißt gesund ganz nebenbei und auch ihr provitiert davon. denn als eltern greift man ja doch das eine oder andere mal mit zu...
als buchtipp kann ich dir "der neue zuckerknacker" empfehlen. darin wird das thema übergewicht bei kindern ebenfalls behandelt. dieses buch beschreibt eine ernährungsumstellung, die auf zuckerverzicht basiert, sowie den verzehr von stärke und "schlechten" kohlenhydraten. ich persönlich kann es empfehlen, doch du allein mußt sehen, ob es in eurer familie umzusetzen ist...
zum schluss noch eins: laß dich nicht unterkriegen. mit einem konzept in der tasche zur nächsten U untersuchung bist du gut gewappnet. und ansonsten muss man eben der tatsache ins auge schauen: der arzt weiß nun mal wovon er spricht. und wenn man jetzt bei den kleinen nicht anfängt, ihnen gesünderes essen beizubringen, wann soll es sonst geschehen? sie werden es später nicht einfacher haben wenn man sich nicht jetzt dafür stark macht.
also: kopf hoch!! es ist gar nicht so schwer, wenn man erst einmal damit begonnen hat!!!!!!!!!