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Alt 08.10.2008, 16:05   irgendwie weiß ich nicht weiter... Beitrag #1
fuzzl
taumelt in richtung 50...
 
Benutzerbild von fuzzl
 
Registriert seit: 01.2007
Beiträge: 1.096
irgendwie weiß ich nicht weiter...

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hallo ihr lieben...

ich erzähle hier mal von meinem schlamassel... einfach weil ich es mal jemandem unbeteiligten erzählen will... dabei teile ich das ganze einfach mal (soweit möglich) in einzelne Aspekte auf...


Aussehen.
Bis ich 10 Jahre alt war, war ich immer sehr dünn, viel zu dünn, ich habe so gut wie gar nichts gegessen. Nudeln nur ohne Soße, keine Butter aufs Brot, keine Sahne usw.,
Dann irgendwann zogen wir in eine art WG wo ich plötzlich das erste mal in meinem Leben kein „Einzelkind“ mehr war. Außer mir wohnten da nämlich noch zwei andere Kinder, die ziemlich verfressen und übergewichtig waren.
Schnell hatte ich mich daran gewöhnt, wer etwas abbekommen will muss schnell sein. Und schwupp die wupp, nahm ich in einem halben jahr 15kg zu und wog schon als 12-jährige 65kg.
Außerdem bekam ich fürchterlich viele Pickel, am ganzen Oberkörper und ich hatte schrecklich dünne immer fettige blonde Haare, zudem dann noch einen (erst wenn ich mir die Bilder anschaue merke ich es) haarsträubenden Kleidungsstil.
Kein Wunder, dass ich gemobbt wurde. In der Schule war das ganz komisch. Weil meine beste Freundin war sehr schlank und groß, und hatte keinen einzigen Pickel, also wurde ich trotzdem bei den „Coolen“ geduldet, vielleicht aber auch eher zur allgemeinen Belustigung.
Irgendwann schaffte ich es um mich herum eine Mauer aufzubauen und alle Beleidigungen betont cool abzutun. (was wahrscheinlich auch nicht das Beste war für meine seelische Gesundheit).
Irgendwann mit Ende der Pupertät war alles nur noch halb so schlimm, die Pickel verschwanden als ich ca 15, 16 war so langsam, und ich nahm auch etwas ab, so auf ca 60kg, von ganz alleine.
Doch zufrieden war ich eben immer noch nicht, seitdem hab ich schon ein paar mal abgenommen, wieder etwas zugenommen, usw... momentan bezeichnet mich jeder als schlank, mit meinen 56kg hab ich wohl auch normalgewicht, aber glücklich bin ich eben trotzdem nicht. Manchmal ist es schlimmer, manchmal weniger schlimm, d.h.an einem Tag stehe ich vorm Spiegel und denke mir, ach das ist doch gar nicht so schlimm, und am nächsten tag könnte ich ****en.


Freunde:
Ich bin momentan 20 Jahre alt, und habe eigentlich gar keine richtigen Freunde.
Als ich jünger war, war das anders, so mit 14, 15 Jahren hatte ich sogar sehr viele Freunde.
Ein Bekannter hat mich mal darauf aufmerksam gemacht, dass ich wenn ich einen Raum betreten hab und mich allein oder mit ein, zwei anderen an einen Tisch gesetzt habe, 10 min später alle um mich herum versammelt waren.
Ich denke ich habe das ziemlich genossen. Vor allem weil ich bis dato immer im Schatten meiner superbeliebten, schlanken Freundin gestanden hatte und wegen meinem Aussehen immer gehänselt wurde.
Jedenfalls war ich wirklich jeden Tag mit meinen Freunden unterwegs und hatte auch zwei „beste Freundinnen“, mit denen ich alles geteilt habe (eine davon immer noch die superschlanke...). Doch dann waren die beiden besten Freundinnen nur noch alleine beste Freundinnen, und ich war irgendwie außen vor.
Das war erstmal kein soooo großes Problem, ich hatte ja noch viele andere in dem Jugendbündnis in dem ich Aktiv war (Beginn des Irakkrieges).
Irgendwann verliebte ich mich dann in meinen jetzigen Freund und wendete ich mich zunehmend von der Politik ab, weil die anderen in einem Maße radikal wurden, dass ich das nicht mehr mittragen konnte und wollte.
Heute stehe ich da, und habe eigentlich gar keine Freunde mehr.
Es gibt schon ein paar Leute zu denen ich ab und zu Kontakt habe, einige von früher und ein paar neue, aber über ab und zu mal eine E-mail schreiben oder sich vielleicht einmal alle paar Monate treffen geht es kaum nicht hinaus.
Eigentlich sitze ich den ganzen Tag daheim rum und schaue Fernsehn, entweder allein oder mit meinem Freund. Er hat im Gegensatz zu mir durchaus noch andere Kontakte, er spielt in mehreren Bands und hat einen besten Freund.
Nachdem ich nun zunehmend an der Zukunft meiner Beziehung zweifle bekommt mich natürlich auch die Panik, dass niemand da sein wird, der mich auffäng wenn die Beziehung zerbricht, und ganz allgemein fehlt mir jemand mit dem ich auch mal etwas anderes unternehmen kann, oder mich einfach einmal unterhalten.


Beziehung:
die Beziehung ist ein ziemlich wunder Punkt, da gibt es viel zu erzählen.
Ich lernte meinen Freud kennen als ich 15 Jahre alt war, da war er gerade 21 und hatte einen einjärigen Sohn.
Zuerst fand ich ihn gar nicht besonders anziehend. Eigentlich eher abstoßend, denn seine Kumpels baggerten meine Freundin ziemlich doof an.
Und doch ergab es sich, dass wir uns kennenlernten, wir trafen uns immer wieder zufällig in unserer Stammkneipe, und irgendwann saßen wir knutschend bei ihm daheim auf dem Sofa (er wohnte direkt gegenüber).
Richtig verliebt war ich damals aber immer noch nicht. Doch eines Tages kam es dazu, dass er mit meiner (ihr erinnert euch, schönen, schlanken...) Freundin herumknutschte, das stach richtig, und ich merkte, dass ich doch etwas verliebt war (abgesehen davon, hat es die Situation schon vorher zweimal gegeben, dass ich in einen Kerl verliebt war, und sie ihn mir weggeschnappt hat... weil sie „plötzlich“ auch verliebt war).
Sie war dann nur ganz kurz mal ein bisschen verschossen in ihn, und diesmal war es mir auch zu wichtig und ich hab sie irgendwann zur Rede gestellt, da meinte sie dann auch so nach dem Motto „du kannst ihn haben“. Ab da kämpfte ich.
Er wollte sehr lange keine Beziehung mit mir haben, teilweise, weil er einfach seinen Spaß haben wollte, teilweise weil es ihn (verständlicherweise) schreckte etwas mit einer 15jährigen anzufangen. Trotzdem knutschten wir dann schon fast jedes Wochenende miteinander rum, und irgendwann übernachete ich auch regelmäßig bei ihm (wir hatten aber keinen Sex).
Eines Tages jedenfalls, nach vielen Monaten „nein wir sind nicht zusammen“ als für jeden anderen Menschen schon längst klar war, dass wir ein paar sind, wollte er dann doch. Und so waren wir endlich offiziell zusammen.
Mittlerweile bin ich mir nicht sicher, ob vielleicht diese lange Leidenszeit, in der ich in der Luft hing letztendlich mit dafür verantwortlich sein wird, dass diese Beziehung scheitert.

Eine ganze Zeitlang waren wir dann durchaus glücklich, obwohl er einen völlig anderen Familienhintergrund hat als ich.
Er aus einer zerrütteten Familiensituation unter sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen, ein Kind einer bildungsfernen Gesellschaftsgruppe, wie man heute politisch korrekt sagt.
Er hatte einen Hauptschulabschluss, Handwerksausbildung, Arbitslosigkeit, ist zu früh Vater geworden, usw.
Ich dagegen, war fast mein ganzes Leben bis dahin auf einer wohlbehüteten Privatschule gewesen, (für mich war immer schon klar, dass ich Abitur mache, von der ersten Klasse ab, da gab es noch nie Zweifel), mit Pony, Reisen und allem wovon er noch nicht mal geträumt hat.

Je länger wir jetzt aber zusammen sind, desto stärker zweifle ich, er ist mittlerweile fast 27 Jahre alt, macht nächstes Frühjahr sein Abitur nach und wird dann studieren.
Und doch stehe ich immer wieder vor Situationen in denen ich verzweifle, das sind so einfache Dinge: Er redet z.B. immer davon ein Haus zu kaufen, was auch ein großer Traum von mir ist, aber er war völlig entsetzt, als er einmal gesehen hat, was so ein haus kostet. Er war wohl immer von 80 000 bis 100 000 ausgegangen, die er dann natürlich auch aufbringen will ohne dafür einen Kredit aufzunehmen ???, außerdem zahlt der Staat die Alimente für seinen Sohn, die er auch irgendwann zurückzahlen muss. Dann ist er erst mit über 30 Jahren mit seinem Studium fertig, wie soll das denn alles funktionieren???
Er ist ein völlig anderer Charakter als ich, würde nie etwas selbstloses tun für einen Fremden. Nie den Geldschein aufheben den jemand verloren hat und ihm zurückgeben. Dinge die für mich selbstverständlich sind, z.B. auch Kleinigkeiten, wie, dass er Holzschneidebrettchen immer wieder aufs neue in die Spülmaschine stellt, obwohl ich ihm schon hundert mal erklärt, hab, dass sie auf diese Weise kaputt gehen.
In der Erziehung seines Sohnes macht er meiner Meinung nach auch viele Fehler, gesteht sich nicht ein, dass sein Sohn unwahrscheinlich schlecht spricht, kümmert sich nicht um eine Therapie, spricht von Abitur, wo der kleine momentan in der Förderklasse einer Grundschule sitzt, weil Sprechen und Feinmotorik völlig unterentwickelt sind, usw.
Ich weiß natürlich auch nicht wie ich damit umgehen soll, eigentlich sind das Probleme mit denen ich mich noch nicht befassen müssen sollte.

Ich kann mit ihm nicht ernsthaft über meine Ängste und Sorgen reden, er tut alles nur ab.
Wenn ich traurig bin, versucht er mich anstatt mit mir zu reden und mir meine Ängste zu nehmen mit blöden Witzen und Comedysendungen zum Lachen zu bringen und denkt, dann ist alles in Ordnung.

Ich habe solche Angst, dass ich in ein paar Jahren entgültig nicht mehr mit ihm zusammensein kann und dann meine ganze Jugend, anstatt Erfahrungen zu sammeln mit ein und dem selben Mann zusammen war und dann ganz von vorne anfangen muss.
Und doch gibt es auch gutes in unserer Beziehung. Er ist der einzige Mensch bei dem ich rumspinnen kann ohne, dass er mich auslacht, und ich spinne gerne rum, wenn ich ein süßes Tierbaby sehe, dann kann es passieren, dass ich in unkontrolliertes quietschen ausbreche, und er lacht mich nicht aus, er kuschelt mit mir und ist einfach da, er macht mir Komplimente und wir können zusammen Spaß haben.
Ich kann doch nicht schlussmachen wenn ich meistens glücklich bin. Nur weil ich glaube, dass wir es nicht für immer sein können.
Allerdings es ist doch auch auffällig, dass fast alle positiven Dinge unserer Beziehung in zwei Sätze passen und ich mich Stunden über Probleme auslassen kann. Ich weiß ehrlich nicht weiter.
Ich meine es ist ja auch irgendwie nötig ernsthafte Dinge in einer Beziehung meistern zu können, und ich habe den Eindruck da stehe ich völlig alleine da. Wenn es mir schlecht geht geh ich zu meiner Mama, weil ich das mit meinem Freund nich besprechen kann?.. .das kann ja auch nicht sein.


Ausbildung/Zukunft:
Dieses Kapitel hängt natürlich eng mit den anderen (vor allem Beziehung) zusammen. Aber trotzdem gibt es auch eigene Aspekte.

Früher wollte ich mal irgendetwas mit Pferden werden, mal Fotografin, mal dies, mal das, so wie es wahrscheinlich mit den meisten Kindern ist. Nur irgendwie ist diese Sprunghaftigkeit bei mir nicht weggegangen.
Eine relativ lange Zeit hatte ich vor Psychologie zu studieren, obwohl eigentlich klar, war, dass mein Abi zwar ganz ok, aber dann doch nicht sooo gut sein wird. Mittlerweile gibt es auch noch andere Gründe warum ich mich von dieser Idee wieder verabschiedet habe, und zwar nicht schweren Herzens.
Trotzdem weiß ich nicht was ich stattdessen machen will. Ich habe schon in den letzten zwei Schuljahren keine Gelegenheit ausgelassen mich zu informieren, habe Berufsmessen besucht und Internetseiten durchgewälzt. Und doch wusste ich dann nach dem Abi immer noch nicht was für eine Richtung ich einschlagen will.
Ich habe dann erstmal ein FSJ (freiwilliges soziales Jahr), das dann aber nach 6 Monaten abgebrochen.
Habe weiter geschaut und überlegt. Als die Bewerbungsfristen dann immer näher rückten, bin ich panisch geworden und habe mich irgendwann weil mir nichts besseres eingefallen ist (nachdem ich mir wirklich jeden Studiengang angeschaut habe, und mir nichts so richtig vorstellen konnte) für Pädagogik und Soziologie an meiner Heimatuni eingeschriebn... es ist nicht so, dass ich das nicht interessant finde, im Gegenteil, aber ehrlich gesagt, kann ich mir auch da nicht so richtig vorstellen was ich damit anstellen soll.
Vielleicht bin ich auch so unlocker weil ich die ganzen Probleme aus meiner Beziehung im Hinterkopf habe. Ich meine wenn ich einmal Familie mit meinem Freund haben möchte, dann muss ich alleine für die Finanzierung aufkommen, was natürlich ziemlich schwierig werden dürfte, gleichzeitig eine ganze Familie ernähren, und Kinder bekommen.
Außerdem hab ich enorme Versagensängste weil ich ein schrecklich undisziplinierter Mensch bin und es nichteinmal im Abi wirklich geschafft habe meinen Hintern hoch zu bekommen und ordentlich zu lernen. Hausaufgaben habe ich glaube ich die ganze Mittel- und Oberstufe nur sehr sehr spradisch gemacht. Ich habe eben im Unterricht aufgepasst und mitgearbeitet, also ging es schon immer irgendwie. Aber im Studium muss man eben alleine arbeiten können. Und ich fürchte, die Tatsache, dass ich mich nicht so richtig mit meinem Studiengang identifizieren kann erleichtert diese Sache nicht gerade.


Hobby:
Als ich etwa acht Jahre alt war, begann bei mir das Pferdevirus. Ich begann Reitunterricht zu nehmen, erst einmal die Woche, dann zweimal, dann war ich plötzlich das ganze Wochenende auf dem Reiterhof (alles zusammen mit meiner Mutter), dann waren wir auch unter der Woche übernacht, und plötzlich bezogen wir die als Ferienwohnung frisch renovierten Zimmer, kauften zwei eigene Pferde und lebten nur noch dort.
Alle meine Freundinnen waren begeistert und kamen mich besuchen. Alles hat sich bei den Pferden abgespielt.
Erst als ich ca 13 Jahre alt war, begann ich ein wenig an der Situation zu zweifeln. Ich saß mitten auf dem Land, wo nichteinmal ein Bus fuhr, war völlig auf meine Eltern angewiesen und meine Freundinnen kamen auch nicht mehr ständig zu Besuch.
Als sich dann meine Eltern noch mit den Hofeigentüern zerstritten zogen wir weg und verkauften schweren Herzens die Pferde. Der Schmerz saß ziemlich tief und so wollte ich mit Pferden erstmal gar nichts mehr zu tun haben.
Da kam dann aber ziemlich schnell meine politische Phase, und ich war wieder gut versorgt.
Als das dann vorbei war hing ich noch einige Zeitlang viel in einer bestimmten Kneipe rum, das war zumindest fürs Wochenende mein Hobby. Aber als ich auch dazu keine Lust mehr hatte blieb mir nichts mehr. Ich saß zuhause rum und sah fern.

Es ist nicht so, dass ich mich für nichts interessiere. Ich interessiere mich für sehr viele Dinge, aber nur eher oberflächlich. Ich mache mal einen Kraulkurs, dann fotografiere ich eine Zeitlang, dann gehe ich Laufen, oder fange an ein Instrument zu spielen, aber nichts halte ich länger durch, es ist einfach nie etwas dabei, was mich irgendwie fesselt, womit ich mehr Zeit verbringen will. Und das ist fürchterlich unbefriedigend. Das einzige dem ich treu bleibe sind so passive Dinge wie Fernsehen oder Chatten.

Soooo... wow... da ist ja doch ganz schön viel Text zusammengekommen... trotzdem würde ich mich natürlich darüber feruen wenn jemand seinen Senf dazu abgibt, vielleicht hat ja jemand eine Idee wie ich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen kann, oder hat schon mal etwas ähnliches durchgemacht und überstanden.

Also danke fürs „zuhören“... bye
fuzzl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2008, 16:43   irgendwie weiß ich nicht weiter... Beitrag #2
kaykat
besser als ihr Ruf...
 
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AW: irgendwie weiß ich nicht weiter...

Was willst Du hören?

Er ist Dein erster Freund, und nach ein paar Jahren stellst Du fest, dass Ihr doch nicht so gut zusammen passt wie ursprünglich gedacht bzw. dass Ihr Euch auseinanderentwickelt habt. Das kommt ziemlich oft vor, auch bei Menschen, die älter sind als Du.

Du bist noch sehr jung, und hast so gut wie keine Erfahrung. Deswegen weißt Du auch nicht, wie es mit anderen Männern sein würde. Sicher gibts nicht nur den einen auf der Welt, der nicht lacht, wenn Du quietschst.

Du gehst das Problem sehr intellektuell an, das ist natürlich ein Weg, sich damit auseinanderzusetzen. Letztlich zählt nur, ob Du Dich über Deine Bedenken hinwegsetzen kannst oder nicht. Ich sehe keine unüberwindbaren Hindernisse (sofern man sie überwinden will), und eine Familie gründen kann man auch mit 30 oder 35. Hast Du Angst, dass Du Deinen bisherigen Lebensstandard nicht halten kannst? Das kann durchaus sein, muss aber nicht. Beziehungen zwischen "ungleichen" Partnern sind immer schwieriger, aber es gibt Tausende von Beziehungen, die funktionieren. Auch wenn die Partner nicht das gleiche gesellschaftliche Niveau haben. Abgesehen davon klingt es ja so, als würde er sich "ranrobben" und seine Bildungslücken füllen.

Entweder Du liebst ihn wirklich, dann findest Du Dich mit den Gegebenheiten ab und Ihr findet gemeinsam Lösungen, oder Du akzeptierst, dass Ihr Euch auseinanderentwickelt habt und er Deinen Ansprüchen nicht genügt - dann solltest Du die Beziehung beenden.
Das wäre ihm gegenüber das Fairste, und nicht erst dann, wenn Du "Ersatz" gefunden hast. Bei dem Du dann auch nicht weißt, ob alles passt. Kompromisse muss man immer eingehen in einer Beziehung.

kaykat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2008, 16:44   irgendwie weiß ich nicht weiter... Beitrag #3
kruemel
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AW: irgendwie weiß ich nicht weiter...

hrm...also...ich denke mal, so weltuntergangsphasen hat jeder mal...vor allem dann, wenn ein wechsel im leben ansteht...bei dir jetzt von schule zu uni...versangens und zukunftsängeste machen viele durch
aber das legt sich wieder...vor allem, wenn du merkst das es doch alles gar nicht so schlimm ist (bezogen auf studium und lernen und so)

zu deiner beziehung kann ich nicht viel sagen...das musst du alleine wissen...in wie fern die jetztige beziehung dem entspricht, was du dir wünschst und was dir gut tut

wegen deinen hobbies...fang doch wieder mit dem reiten an...pferde scheinen ja früher eine zentrale rolle gespielt haben...und du schlägst 4 fliegen mit einer klappe
1. du bist wieder unter menschen und draussen dadurch
2. lernst du neue menschen kennen und bist
3. in bewegung was ja dem körper gut tut was wiederrum
4. dazu führt das du dich allgemein wieder besser fühlst und du dadurch deine beziehung vielleicht besser überdenken kannst

ich wünsch dir auf jedenfall viel erfolg beim studium...und auch so...viel kraft
kruemel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2008, 19:10   irgendwie weiß ich nicht weiter... Beitrag #4
Tragedy
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Beiträge: 138
AW: irgendwie weiß ich nicht weiter...

Hey Fuzzl,

dazu fällt mir ein: "Hat man ******e am Schuh, hat man ******e am Schuh"- Du bist ja offensichtlich wirklich mit vielen Bereichen Deines Lebens unzufrieden. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob Du Deine Beziehung in Frage stellst, weil Du mit Deinem Leben unzufrieden bist, oder ob sich andersrum ein Zusammenhang feststellen lässt, oder ob das unabhängig voneinander ist. Ich glaube im Nachhinein, dass ich mal eine Beziehung beendet habe, weil ich mit meinem sonstigen Leben unzufrieden war und das dann so gelöst habe.
In vielen Dingen kann ich Dich gut verstehen- auch ich hatte früher den "Pferdevirus" und habe mich später politisch engagiert. Als ich in einer unzufriedenen Phase war habe ich mir (vor cirka 1,5 Jahren) eine Reitbeteiligung gesucht. Mach doch mal, los! Du findest bestimmt was. Für mich war das super, ich war viel ausgeglichener und zufriedener, wenn ich 2 mal die Woche reiten war. Frische Luft und Sport sind ohnehin gut fürs Wohlbefinden, und Pferde nochmal viel mehr :-)
Das Problem mit den Freunden ist natürlich schwierig. Ich habe das große Glück, als ich studienbedingt hierhergezogen bin direkt in der Orientierungsphase an der Uni einen Haufen netter Leute kennenzulernen, mit denen ich jetzt immer noch befreundet bin. Woran liegt es denn, dass Du an der Uni keine neuen Leute kennenlernst? Ist da ja eigentlich gut möglich, sei es in Referatsgruppen, Seminaren, beim Unisport, in politischen Gruppen..!? In Unistädten gibt es doch immer viele politische Gruppen, da ist doch sicher für Dich auch was dabei.
Mit dem Studium... seit wann bist Du denn jetzt dabei? Seit einem Semester oder was? Wenns Dich nicht so interessiert, dann wechsel doch lieber noch mal. Aber wenn Du Dir nur Sorgen um Deine späteren Verdienstmöglichkeiten machst... danach solltest Du Dich doch wirklich nicht richten. Wenn Du etwas machst, was Dir Spass macht, bist Du darin auch gut, und dann findest Du auch gute Jobs und verdienst Geld. Es bringt doch nie was, sich gegen seine Interessen zu stellen. Ich studiere auch Sozialwissenschaften, aber ich bin optimistisch, damit trotzdem einen Job zu bekommen. Und dass ich meinen Freund mal mit durchfüttern muss...ähh..neeee
Zu Deiner Beziehung kann ich wenig sagen. Wenn Du jetzt gerade das Gefühl hast, ihr habt eine gute Beziehung und Spass aneinander, dann wüsste ich nicht, warum das in 10 Jahren nicht auch noch so sein sollte. Wenn Dir jetzt aber schon mehr und mehr auffällt, dass Dich viele Sachen an ihm stören, dann musst Du halt darüber nachdenken, ob das ewig so weitergeht. So Beziehungssachen sind immer schwierig zu beurteilen von außerhalb...
Und Deine Disziplinprobleme beim Studium- hatte ich auch Schreibe jetzt trotzdem meine Diplomarbeit. Bei den neuen Bachelorstudiengängen ist das ja eh alles so verschult, dass man das nicht mehr so sehr verschlampen kann, wie früher bei Diplom und Magister.
Tragedy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2008, 22:10   irgendwie weiß ich nicht weiter... Beitrag #5
konfetti
..macht nun WW
 
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Registriert seit: 08.2004
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Beiträge: 1.885
Bilder: 2
AW: irgendwie weiß ich nicht weiter...

Hallöle!

Ich hab auch das Gefühl, dass du total unzufrieden bist! Unzufrieden mit dir und deinem Leben. Du zählst in erster Linie nur schlechte Sachen auf, hast du dir auch genauso intensiv über die guten Sachen Gedanken gemacht? Falls nicht, solltest du das schleunigst nachholen! Setz dich mal in Ruhe hin (Zeit solltest du nach deiner Schilderung ja genug haben) und mach mal eine Liste. Anschließend überleg dir, wie du was ändern könntest, mit dem du unzufrieden bist. Du wirst sehen, soviel ist gar nicht so schlecht momentan, man verliert die guten Sachen nur manchmal etwas aus den Augen. Na und die negativen Sachen muss man eben angehen. Das passiert nicht sofort und alles auf einmal, es will gut überlegt sein und manchmal scheitert man auch daran. Aber die Erfahrung damit musst du selber machen! Einen Patenttipp kann dir hier keiner geben, schon alleine, weil wir dich gar nicht kennen. Was dir zur Zeit fehlt ist einfach das nötige Selbstvertrauen, das kann man aber nur durch Übung und Selbsterfahrung wieder bekommen. Falls du alleine nicht klar kommst such dir entsprechende Hilfestellung (z.B. durch einen Therapeuten), die sind dafür extra ausgebildet und ich kann dir sagen, dass viele von denen ihren Job richtig gut machen! Du bist jung und hast das Leben noch vor dir, also pack es an !

Viel Erfolg dabei,
Gruß, Konfetti
konfetti ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2008, 10:38   irgendwie weiß ich nicht weiter... Beitrag #6
fuzzl
taumelt in richtung 50...
 
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Beiträge: 1.096
AW: irgendwie weiß ich nicht weiter...

hey ihr...

vielen dank für die vielen antworten...

ja ich denke ich bin ein bisschen tragisch veranlagt...und vergesse die guten sachen immer mal wieder total aus den augen...
vielleicht kommt meine miese stiummung auch einfach daher, dass ich monatelang gar nichts gemacht hab und nur allein daheim rumgehockt war... aber as ändert sich ja jetzt schlagartig wenn die uni anfängt... also sollte ich glaub ich erst mal ein paar wochen abwarten und dann nochmal über alles nachdenken...

reiten kommt denke ich für mich nicht mehr wirklich in frage... ich fahre alle paar monate mal zu "meinem" pferd... aber auf einem anderen will ich nicht reiten... und für was regelmäßiges ist das einfach zu weit weg (lebenslanges reitrecht hätte ich ja...)

die sache mit meiner beziehung ist echt ziemlich kompliziert.. aber vielleicht bekomme ich da jetzt auch klarheit drüber... wenn ich mir mehr anderen leuten zu tun hab und wir nicht mehr ständig aufeinander sitzen....

also trotzdem vielen dank für eure beiträge....

bye
fuzzl ist offline   Mit Zitat antworten
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