Natürlich dreht sich das Leben nicht nur ums abnehmen und Ernährung. In diesem Forum könnt Ihr über alles "tratschen" was Euch in den Sinn kommt. Viel Spaß :)
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Bin jetzt gar nicht sicher ob ich mein Thema in der richtigen Übersicht reingeschrieben habe, aber das klang jetzt erst mal richtig.
Bei mir wurde kürzlich die Autoimmunerkrankung festgestellt. Mein Arzt hat zwar versucht mir das möglichst verständlich rüberzubringen, aber ich hab mich trotzdem im Internet nochmal schlau gemacht. Was ich da allerdings lesen musste, gefällt mir nicht so gut. Aber ich will mich da jetzt gar nicht verrückt machen lassen sondern einfach alles auf mich zukommen lassen.
Mich würde aber interessieren, ob von Euch auch jemand an dieser Krankheit leidet und vor allem, wie äußert sich das bei Euch. Vor allem im Bezug auf Gewicht und Ernährung.
zusammenhang mit ernährung. medikamenten und abnahme ist so ne sache... ich hab letztes jahr meine ernährung umgestellt... ziemlich zeitgleich mit dem start der einnahme von hormonen...
als lässt sich schlecht sagen ob das abnehmen jetzt an der bessere ernährung lag oder an den hormonen.... kann auch ne kombi aus beiden gewesen sein....
grundsätzlich ist es so dass cih wenn cih hormonell gut eingestellt bin viel energie habe, also vermehrt sport machen kann... und dann auch gerne mache
bin ich schlecht eingestellt und in der unterfunktion hab ich keine kraft für sport, folglich nehme ich bei gleicher ernährung zu.... das liegt dann aber imho eher am fehlenden sport als an der unterfunktion
wie du siehst bin cih seit ca einem jahr ein bisserl am rummachen mit der einstellung... hab schlechte und gute phasen.....
was die ernährung angeht achte ich an sich auf nichts besonderes. nur dass ich in meiner eigenen küche das jodsalz gestrichen habe (ich verlange aber nicht dass andere für mich extra ohne jodsalz kochen) fisch und anderes meeresgetier esse ich eh nicht da vegetarierin
medikamente: im moment wieder 75er l-thyroxin, 100yg selen werd ich wohl demnächst wieder nehmen
nen heftigen eisenmangel hatte ich ebenfalls (kommt als begleiterscheinung öfters vor), der ist aber inzwischen nach ner langen zeit mit eisentabletten behoben.... zu dieser zeit hab cih auch 300yg selen genommen
hab mich zwischenzeitlich im Internet etwas informiert über Hashi aber ob das eine gute Idee war weiß ich nicht. Konnte zwar viele Tipps nachlesen aber leider auch viele negative Berichte.
Ich bin aber der Meinung, wenn das Medikament richtig eingestellt ist, kann eigentlich nichts weiter schief gehen. Voraussetzung ist wohl ein regelmäßiger Besuch beim Arzt der die Blutwerte im Auge behält.
Wie haben Sie es bei Dir festgestellt?
Ich bin eigentlich wegen starkem Haarausfall zum Arzt gegangen. Er hat dann Eisenwert und Schilddrüse getestet. Vor zwei Jahren habe ich das Gleiche schon mal testen lassen. Damals war die Schilddrüse ok, Eisenwert aber im unteren Bereich. Jetzt ist es umgekehrt.
Nehme jetzt zu Beginn 50µg Thyroxin pro Tag und Ende des Monats muss ich es wieder prüfen lassen.
Meine Hoffnung liegt darin dabei ein paar Pfündchen zu verlieren. Habe mich vorher aber nicht unbedingt schlapp oder müde gefühlt. Merke mit Medikament auch keinen Unterschied.
Wie waren die Werte bei Dir als man es festgestellt hat?
Du sagst Eisenmangel ist oft eine Begleiterscheinung? Sollte man den Eisenwert regelmäßig mittesten lassen?
Vielleicht kannst Du mir ja noch einige Erfahrungstipps geben, da wäre ich sehr dankbar.
Ich bin auch Hashi-Patientin seit nunmehr 20 Jahren. Angefangen hat es mit einem Kropf. Daraufhin wurde eine SD-UF diagnostiziert und im Laufe der Jahre die Hormonzufuhr auf 250 Mikrogramm auf 2 Einnahmen je Tag hochgepowert. Damit hat sich dann vor ca. 3 Jahren meine SD endgültig verabschiedet. Somit habe ich meine SD zwar noch, allerdings als "totes" Etwas, das in meinem Hals wohnt.
Gewichtstechnisch kann ich über die Jahre sagen, dass, solange ich die Hormone nehme, alles im Grünen Bereich ist. Sobald ich sie mal vergesse, merke ich, dass ich aufschwemme, unausstehlich vom Gemüt werde und eigentlich nachmittags um 2 ins Bett gehen könnte, da ich im Sitzen einschlafe.
Abnehmtechnisch sieht das schon anders aus. Ich halte mein Gewicht mit kleineren Schwankungen seit ca. 12 Jahren. Ab und zu mal ne Crash-Diät. Die hat dann auch was gebracht (Tiefstand war mal 83 kg), aber im Grunde bewege ich mich die ganzen Jahre um die 95 kg. Abnehmen ist extrem schwierig, jede 500 gr. sind ein Gewinn (für mich jedenfalls). Durch die Crash-Diäten habe ich mir allerdings zusätzlich den Stoffwechsel komplett ruiniert. Ich möchte sagen, was die SD-Nichtfunktion nicht geschafft hat, habe ich erledigt.
Ansonsten habe ich die üblichen Allgemeinerscheinungen: Depressionen, Haarausfall, sehr trockene Haut (dazu leider auch noch eine Neurodermitis), ständiges Frieren, Schlafstörungen. Alles was man gerne gut gebrauchen kann.
Aber ich muss sagen, ich habe mich über die vielen Jahre damit arrangiert. Ich kann damit leben und ich mache das beste daraus.
Einen Arzt, der mir wirklich mal helfen könnte oder mir meine Probleme erklärt und sie evtl mit anderen Spezialisten gemeinsam abklärt, habe ich über die ganzen Jahre nicht gefunden. So wird im Grunde jedes Leiden für sich behandelt, ohne dem Grund auf den Leib zu rücken. Aber versuche mal einem Arzt zu erklären, dass du weißt, daß alles ineinander greift und der Grund für das alles die nicht funktionierende SD ist. Als Antwort bekommt man von unserem tollen hochdotierten Gesundheitssystem die Antwort: "Haben sie Medizin studiert oder ich?". Meine Antwort darauf ist dann jedesmal: "Sie haben vielleicht Medizin studiert und halten mich für doof, ich habe Jura studiert und weiß wie ich sie verklagen kann, wenn sie mir doof kommen."
Damit ist dann zwar eine Basis geschaffen, auf der man vernünftig debattieren kann, aber wirklich hilfreich ist das nicht.
meine Ma ist Hashi-Patientin und bei mir hatte man das auch diagnostiziert. Bei meiner Ma hat man es erst nach Jahrzehnten festgestellt und dadurch hat sie erhebliche Probleme mit den Auswirkungen der Erkrankung.
Bei mir hat sich die Hashi als "irgendeine" SD-Entzündung herausgestellt, die irgendwann wieder weggegangen ist - zum Glück! Allerdings hab ich in der Entzündungsphase Hormone bekommen und die Auswirkungen davon kennengelernt. Ausserdem haben sich die Erfahrungen meiner Mutter auch bei mir bestätigt, dass die behandelnden Ärzte immer glücklich sind, wenn die Werte für TSH, ft3 und ft4 irgendwo innerhalb der Spanne befinden, die das Labor angibt - ob man sich damit aber wohlfühlt, fragt niemand. Man muss es selber herausfinden, ob man nicht evtl. einen sehr niedrigen TSH braucht, damit es einem gut geht. Den Arzt interessiert es nicht, so lange man innerhalb der Spanne liegt. Das bedeutet unter Umständen, sich mit dem Doc anzulegen, weil man eine höhere Dosierung haben will. Die richtige Einstellung ist aber das A und O bei dieser Erkrankung, um sich dauerhaft eine möglichst hohe Lebensqualität zu erhalten.
Und noch ein Tipp für jemanden, der sich gerade frisch mit der Hashi auseinandersetzt: Es gibt ein Forum dafür, in dem sich aber überwiegend Menschen tummeln, die schlimme Probleme mit den Auswirkungen der Hashi haben. Lass Dich davon nicht erschrecken und runterziehen, sondern konzentriere Dich auf Deinen eigenen Körper und darauf, dass es Dir mit der richtigen Dosierung gut geht. Hab Geduld - eine geänderte Dosierung wirkt sich oft erst nach mehreren Wochen in Deinem Wohlbefinden aus!
Ich habe auch Hashimoto, festgestellt wurde es Anfang diesen Jahres, Probleme habe ich aber schon länger. Ich wurde immer müder und schlapper, die Fingernägel waren brüchig, Probleme mit der Haut kamen hinzu, eigentlich das volle Programm an Symptomen.
Gefunden wurde meine Diagnose eigentlich auch erst, nachdem ich meinem Arzt sagte, er solle bitte mal meine Schilddrüse untersuchen. Ich hatte angefangen, bei mir Parallenen zu den Problemen einer Freundin zu finden, die auch schon länger Hashi hat. Ich habe auch schon so manche Erfahrung mit der Unwissenheit mancher Ärzte gemacht, die dann auch noch komisch reagieren, wenn man sich informiert.
Zur Zeit nehme ich L-Thyroxin 75 ein, bis vor kurzem ging es mir damit auch ganz gut, aber momentan bin ich wieder ständig müde und viel zu kaputt, um den Haushalt gescheit auf die Reihe zu kriegen. Mir ist momentan mal wieder allles zu viel.
Kann es sein, das es bei Hashi Schübe gibt, die z. B. auch durch Stress bedingt ausgelöst werden?
Es ist schön, dass es hier im Forum andere Betroffene gibt - euch - mit denen ich mich austauschen kann.
Herzlichen Gruß, Bine
PS: Ich kann euch das Buch "Leben mit Hashimoto Thyreoiditis" von Leveke Brakebusch sehr empfehlen, das hat mir gerade in der Anfangszeit sehr geholfen.