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02.04.2009, 23:22
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Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen Beitrag #1
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Registrierter Benutzer
Registriert seit: 04.2009
Beiträge: 58
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Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen
Hallo.
Ich bin komplett neu hier, soeben registriert, habe aber schon viele Beiträge, jüngst vorallem zur NatürlichSchlankMethode gelesen. Ich weiß, ich stelle nicht wirklich neue Fragen, aber ich hoffe, es hat trotzdem den ein oder anderen Geduldigen, der es mir nochmal erklärt oder weiterhelfen kann.
Vielleicht erzähl ich noch schnell, wie meine Diätkarriere aussieht: Also ich bin jetzt 24 Jahre alt, begonnen hat das Ganze "offiziell" mit 13, als ich magersüchtig wurde. Nach etwas einem Jahr fing ich wieder an, mehr zu essen, nahm zu, und dann begann das, was die meisten vermutlich kennen: Diäten, Fasten, Fressanfälle, Bulimische Zeiten hatte ich auch, Gewicht hoch und wieder runter und wieder hoch und wieder runter...insgesamt aber tendenziell eher nach oben 
Jetzt zähle ich seit fünf Jahren Kalorien, mache recht viel Sport, aber nehme kein Gramm ab. (inzwischen so 67 kg bei 1,75m. als ich mit den Diäten anfing, waren es mal 60 kg...damals meiner Ansicht nach unnormal fett).
Ich hatte vor einer Woche von beinahe einem Moment auf den anderen so eine Art Eingebung "Ich will das nicht mehr!!! Es führt zu nix, du wirst nicht dünner, im Gegenteil. Du magst deinen Körper nicht und verschwendest deine Energie, um ihn zu bekämpfen, statt ihn, der er es doch am besten wissen sollte, zu unterstützen." Außerdem hatte ich es endlich satt, ständig nur am Zählen zu sein, schon VOR einer Mahlzeit zu wissen, welche Zahl ich essen würde, ungeachtet von Appetit, Hunger oder bevorzugter Speise. Essen nach Zahlen sozusagen.
Das war ein Gefühl der totalen Befreiung!!! Zu wissen, ich kann essen, wann und was ich will, wenn mir danach ist, aber ich MUSS überhaupt nix. Nur auf meinen Körper hören. Und nicht länger auf den Taschenrechner.
Erst danach hab ich im Internet gesucht und bin auf diese NatürlichEssenSache gestoßen.
Das war die Theorie. Jetzt hapert es an der Praxis. Ich weiß, der Anfang erfordert Geduld, aber ich möchte trotzdem, auch wenn selbige schon 1000mal gestellt wurde, nochmal ein paar Fragen stellen:
-Ich habe große große Angst (und kaum Erfahrung), meinem Körper zu vertrauen und auch, wenn das nicht das Ziel sein sollte, möchte ich nicht, dass er mich "hintergeht" und ich weiter zunehme. Hat irgendjemand mit NS nur zugenommen und nicht mehr ab?
-Hunger, Appetit und Sättigung sind drei Dinge, die ich erst kennenlernen muß. Heute war der erste Tag, an dem ich erst am Ende des Tages gezählt habe. Es war viel weniger (1300), als ich normalerweise "darf" (1700), aber ich hatte meist schon drei Stunden nach einer Mahlzeit Hunger. Mit der Tendenz, eher zu wenig zu essen, soll ich nach jedem Essen 20 Minuten warten und wenn ich dann noch Hunger hab, NOCHMAL anfangen?
-Geht das alles ohne diese Bücher? (Habe noch keins gekauft oder gelesen)
-Das Zählen ist ein großes Problem. Eine Mahlzeit nicht zählen, geht nicht, weil die anderen ja davon abhängen, wieviel ich noch "darf". Also müßte ich schlagartig aufhören (ANGST!!!). Hat das jemand von euch getan, schlagartig aufgehört mit Zählen?
-Gewisse Situationen, wie Parties, wo Chips etc. rumstehen, führen fast durchgängig zum Esszwang, natürlich ohne Hunger. Außerdem habe ich gewisse Ticks, wie zum Besipiel "nur zerbrochene Chips essen - dafür aber ALLE", die so stark und zwanghaft sind, dass ich esse, ohne zu denken. Kurz vorher, wenn ich versuche zu widerstehen, kann ich mich fast nicht mehr auf die Konversation konzentrieren, wenn etwas zu essen vor mir steht. Wer kennt solche Ticks? Wie ist allgemein mit diesen Snacksituationen zu verfahren?
Tut mir leid, dass es so sehr lang geworden ist!
Ich hoffe trotzdem auf Antworten.
Viele Grüße
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03.04.2009, 20:56
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Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen Beitrag #2
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Registrierter Benutzer
Registriert seit: 04.2009
Beiträge: 58
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AW: Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen
Bin etwas ungeduldig!
Bitte, gibt es jemanden, der mir eine/die Frage/n beantworten kann?
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04.04.2009, 02:22
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Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen Beitrag #3
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94,x wo bist du?
Registriert seit: 11.2008
Ort: Österreich
Beiträge: 1.815
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AW: Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen
Hi Illina!
Ich muss gleich sagen, ich denke, ich kann dir nicht wirklich eine fachkundige Antwort geben, aber ich dacht mir, ich schreib dir trotzdem, weil du ja schon auf eine Antwort wartest und ich dir zumindest etwas Zuspruch geben möchte, klingt nach einer schwierigen Situation, ich selber bin ja erstens erst seit paar Monate dabei mich mit der Materie Abnehmen zu beschäftigen und hab leider von NS keine Ahnung.
Ich selbst zähl erst seit 2 Woche kcal und pausier(also ich habe mein Waage nicht zu meinen Eltern mitgenommen) nun eine Woche, für mich ist das schon schwer, darum verstehe ich, dass du besonders wenn du das schon länger so machst, Problem hast von einem Tag auf den anderen aufzuhören. Wie gesagt ich denke dir sollte ein/e Expert/in Rat geben, ich bin da wirklich nur ein Laie.
Das mit den Chips und den Snacks kenne ich, nur hab ich mir wirklich angewohnt nur mehr zuzugreifen, wenn ich Guster habe auch wenn das von vielen nicht verstanden wird, ich versuch dazu zustehen und mich da nicht selbst unter einen Zwang zusetzen.
Sorry ich weiß, dass ich deine Fragen nicht beantwortet habe, würd ich gerne, nur kann ich es nicht, weil ich es nicht weiß und ich denk mir: es ist vielen anderen genauso gegangen als sie deine Gesichte lasen... aber ich hoff doch, dass ich dir ein kleines Stückchen helfen konnte!
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04.04.2009, 09:54
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Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen Beitrag #4
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Registrierter Benutzer
Registriert seit: 10.2008
Beiträge: 49
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AW: Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen
hey hab dir ne PN geschickt. lg
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05.04.2009, 21:09
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Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen Beitrag #5
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Registrierter Benutzer
Registriert seit: 04.2009
Beiträge: 58
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AW: Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen
@butterbean
Danke, dass du trotzdem geantwortet hast! Dass du meinst, dich mit diesen Chips etc. z.B. nicht so unter Druck setzen zu wollen, war schon ein hilfreicher Beitrag. Merci.
Aber ich will dir trotzdem ans Herz legen: Hör am besten mit dem Kalorienzählen sofort wieder auf, jetzt, wo du hoffentlich noch nicht alle Zahlen auswendig kennst. Es gibt keine sicherere Methode, um dein Essverhalten und deinen natürlichen Sinn für Hunger und Sättigung absolut auszuschalten. Und es ist unendlich nervig. Der einzige Vorteil, den ich je feststellen konnte, ist, dass ich im Kopfrechnen besser geworden bin (echt!). Aber dafür würde ich trotzdem nicht nochmal damit anfangen.
Glaub mir, es gibt auf jeden Fall andere Mittel und Wege, auch wenn hier manche Leute unglaublich aufs Zählen schwören. Richtig gesund ist es nicht. Und ich glaube, dass der Schlüssel wirklich in deinem eigenen Körper liegt, d.h., der weiß eigentlich am besten, wie du dein Normalgewicht kriegen und halten kannst. Kannst dich ja in den NS-Foren mal umschauen.
Ansonsten viel Erfolg weiterhin und liebe Grüße
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06.04.2009, 08:45
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Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen Beitrag #6
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Registrierter Benutzer
Registriert seit: 09.2007
Beiträge: 805
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AW: Angst, dem eigenen Körper zu vertrauen
Hallo!
Also nach jetzt knapp 1 1/2 Jahren fitness Erfahrung hatte ich ähnliche Erlebnisse wie du jetzt, konnte sie am jedoch damals recht gut am Keim ersticken.
Auf Kalorien zählen schwöre ich trozdem, dummerweise ist das mit denen auch so eine sache. (wirklich verlässlich sind die eigentlich nie. Weder wenns ums abnehmen noch um den aufbau geht, da der körper sehr wohl recht gute möglichkeiten hat den kalorienbedarf runterzuschrauben oder zB anhand von thermogenese oder anderen anpassungsmaßnahmen wegzufackeln. Wie diverse Studien zeigen ist es gegen den eigenen willen genauso schwer zuzunehmen wie abzunehmen.)
Aber da erzähle ich dir wahrscheinlich nichts neues.
Die Problematik der meisten Leute ist eher die eigene Psyche, was momentan wohl auch bei dir der Fall ist.
Du sagst es selbst; du willst das nicht.
Du hast durchaus auch ein Unterbewusstsein, dass, sollte es nötig sein, dich auch gegen deinen Willen dazu bringen kann mehr zu essen (denn dein Wille ist nicht unbedingt das was du dir wünscht.)
Dein Körper BIST du. Eigentlich ist das ganz einfach, man vergisst es nur dummerweise immer mal wieder bei dem ganzen blabla von wegen der körper will dies und das und jenes. Fakt ist dein Hirn und deine Psyche sind genauso ein Teil deines Körpers wie dein Magen, deine Schilddrüse oder sonstiges.
Du willst selbst nicht was du tust, die Kosten/Nutzen Rechnung geht also nichtmehr auf, was sich recht offensichtlich in Fressanfällen etc manifestiert. Was dich da steuert sind sicher nicht deine bösen Fettzellen, die in dein Bewegungszentrum gewandert sind um da zu marodieren und ganz ganz sicher auch keine Leptinresistenz, die du wahrscheinlich einfach mal sowieso nicht hast.
Das bist schlicht und ergreifend du selbst.
Was genau jetzt der Auslöser ist, naja es würde nahe liegen, dass einen 5 Jahre Kontrollzwang und Stresshormone wie Kortisol (die eben auch ganz natürlich ausgeschüttet werden, wenn wir zB Angst haben)  durchaus auch in derart unangenehme Situationen oder Zwangsneurosen führen können, wie durchgebrochene Chips zu futtern. Die bösartigsten Essstörungen wurzeln alle in der Psyche, nicht in unserem Magen-Darm Trakt. Unsere Psyche agiert eben als Schutzmechanismus, damit wir genau solche bescheuerten Sachen nicht machen. (zB auf die Idee zu kommen, uns aus Spass selbst zu Tode zu hungern, oder mal zu sehen wie tief wir irgendwo runterspringen müssen, um zu sterben)
Dass die da natürlich Alarm schlägt, ist logisch.
Du siehst dich selbst in einer Ausweglosen Situation -> Kortisol springt an -> du kompensierst die Angst zuviel zu essen damit, zuviel zu essen -> Teufelskreis. (würde ich so zumindest annehmen)
Körpereigene Mechanismen wie Sättigung und Hunger sind bei dir ebenso noch vorhanden wie bei allen andern Menschen, du hast nur vielleicht vergessen, was von dem ganzen palawer in deinen Gedanken das richtige ist.
Mfg t3x
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