Hallo zusammen
Dies hier ist mein erstes poste in diesem Forum und ich möchte mal meinen Frust ablassen über meinen letzten Abnahmeversuch: Metabolic Balance.
Ich habe diese Ernährungsumstellung gut 8 Monate beibehalten und dabei von meinen 83kg auf 61kg abgespeckt bei 1.67m. Super Erfolg also, aber inzwischen bin ich wieder auf 79kg gelandet. Klassisches Jojo-dieting also.
Nach zahlreichen Diäten wurde ich auf MB aufmerksam und las die vielen begeisterten Berichte, dass dieses Programm der Schlüssel in eine schlanke Zukunft ist. Ich hab mich bei einem Heilpraktiker angemeldet und nachdem ich 350Euronen hab liegen lassen, wurde mein persönliches Programm zusammengestellt. Ich war total aufgeregt und voller Motivation, bereit zu verzichten, um meinen Körper endlich wieder ins Lot zu bringen.
Was folgte, war ein sehr rascher Gewichtsverlust, der mich unheimlich motivierte, aber auch hätte stutzig machen sollen. Doch es kamen auch Heisshungergefühl, Launenhaftigkeit, Unzufriedenheit, Ausreden gegenüber meinem Bekannteskreis, wenn es ums Essenseinladungen ging und damit eine zunehmende soziale Einschränkung/Isolation, ständig Extrawürste im Restaurant etc.. Obwohl ich den Erfolg deutlich sah und mich trotz aller Gelüste und Einschränkungen am Essplan wie an einem Strohhalm klammerte, kam irgend wann der Zeitpunkt, wo ich zugeben musste, dass ich diese negativen Gefühle in mir auch schon von anderen Diäten her kannte und mich fragte, ob ich mich wirklich für immer und ewig so weiter ernähren wollte, um zwar als Schlanke in 'ne 38 zu passen, aber dafür immer launig und gereizt zu sein und permanent ans Essen zu denken. So machte das Leben einfach keinen Spass und die Schlankheit tröstete mich auch nicht darüber hinweg.
Der Gipfel war erreicht als ich bei einem Treffen mit meiner Freundin auf dem WC eines Restaurants sass und mein Spezialessen aus dem mitgebrachten Tupper verspeiste, während es links und rechts von mir Strätzte und Plumpste inkl. Gerüche und meine verständnisvolle Freundin allein vorne im Speisesaal ihr Menü genoss.
Nach diesem Erlebnis brachen die Dämme und mein Körper holte sich, was er wollte. Alle unterdrückten Gelüste brachen ungehemmt hervor und wollten gestillt werden. Die Rechnung: ich bin wieder auf 79kg.
Wenn ich jetzt im Nachhinein überlege, warum ich mit Metabolic Balance so viel und schnell abgenommen habe, dann ist mir alles sonnenklar: wer sich an so eine schlanke Küche hält, der muss ja zwangsläufig abnehmen. Ob die Kalorien dann von einer Nektarine oder einem Apfel kommen, ist egal. Ich denke inzwischen auch nicht mehr, dass man anhand eines Blutbildes sehen kann, ob ich eher Tomate oder Fenchel essen soll. Sorry, dass ist totaler Schwachsinn. In unserer Stadt gibt es zudem ein renommiertes Stoffwechselzentrum und die Ernährungsberaterin dort schüttelte nur den Kopf, als sie von meinem MB-Tripp erfuhr. Auch in anerkannten wissenschaftlichen Journals findet man nichts zu MB. Wenn das Ganze wirklich Hand und Fuss hätte, wäre in "Science" oder "Nature" schon längst ein Artikel darüber erschienen und wenn nicht über die ganze Diät, so zumindest über diese neuen Blutbildertests, in denen man sogar verbotenes Gemüse sieht.
Ich wollte mit meinem Bericht niemandem auf den Schlips treten, sondern habe einfach mein Erlebnis mit MB geschildert. Es hat bei mir nicht geklappt.
Die Ernährungsberaterin hat mir statt dessen zu e-balance geraten. Ist ein Internet-Abnehm-Programm entwickelt von einem richtigen habilitierten Adipositasspezialisten. Ich bin jetzt zwei Wochen bei e-balance dabei und es macht wirklich Spass.
poussäng