Ich finde es gut, dass du "aufgewacht" bist, nicht einfach vor dich hindümpelst und dich deinem Schicksal ergibst, sondern etwas unternehmen willst. Mein Sohn war etwas älter als du, als er operiert wurde. Ihm wurde ein "dickes Leben" erspart. Er ist heute normalgewichtig, fit und gesund. Deshalb bin ich auf deiner Seite, aber selbst ich habe Einwände.
In der Regel verlangt die Krankenkasse mind. 1 Jahr Ernährungsberatung und eine Verhaltenstherapie sowie einen Beweis der Tatsache, dass alle konservativen Maßnahmen (Sport, Diäten, evtl. Kuren) vergeblich durchgeführt wurden - und einiges mehr. Fakt ist natürlich auch, dass du sehr jung bist und man das zusätzlich berücksichtigen wird.
Du brauchst auf jeden Fall einen Arzt, der dein Anliegen unterstützt und musst herausfinden und durchführen, was die Kasse von dir erwartet. Sonst zahlen sie nicht. Du könntest in Kooperation mit dem Arzt einen OP-Antrag stellen und schauen, was die Kasse dir vorschlägt. Vermutlich lehnen sie eine OP ab und schlagen eine Kur vor und/oder Ernährungsberatung und Verhaltenstherapie. Das ist erst mal gar nicht weiter schlimm, denn nun weißt du, was sie wollen und kannst du sie darauf festnageln, dass sie diese sog. multimodale Konzept auch zahlen.
Und nun meine Einwände. Ich finde wirklich, dass du das Programm, das
vor einer OP liegt, durchziehen solltest. Bei einer Kur kommst du z. B. mal weg von deiner Familie und ihren ungesunden Essgewohnheiten.
Bis du das multimodale Konzept durchgezogen hast, werden ca. 2 Jahre vergehen. Sollte es nichts geholfen haben, beseht die Möglichkeit, dass die Kasse dann zahlt. (Heb von allem Atteste, Teilnahmebescheinigungen usw. auf für den neuen Antrag!)