Hallo!
Also ich habe einen Magenbypass seit 3.8.2009.
Der Magen wird dabei nicht, wie von dir angenommen, durch eine "nicht dehnbare Masse" ersetzt, sondern der Magen wird verkleinert auf etwa die Größe einer kleinen PC-Maus und mit einem Teil des Darms verbunden (sozusagen angelegte Fehlverdauung). Da das Hungerhormon in dem abgetrennten Magen-Teil liegt, tritt kein
physischer Hunger mehr auf.
Gusta kommt schon vor (und das ist auch gut so- sonst würden die Operierten sich sehr schwer tun, etwas zu essen) - aber auf Grund der Größe des "neuen" (verkleinerten) Magens sind die Mengen auf jeden Fall nicht vergleichbar mit den Mengen vor der OP.
Magenbypass-TrägerInnen reagieren sehr sensibel auf Nahrung und Trinken. Fehler wie zB nicht genügend kauen, zu schnelles Essen, überdosierte Zuckeraufnahme etc führen schnell zu einem sog. "
dumping".
Nur ein ganz geringer Prozentanteil der MBP-Operierten ignorieren immer wieder ihre Sättigungsgefühle. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, kann es sehr gut möglich sein, dass sich der Magen wieder ausdehnt und eine stärkere Zunahme die Folge ist.
Die Normalität ist aber, dass keine andere Methode dauerhaft mehr Erfolg bringt als eine Magenbypass-OP. Mit Hilfe dieser OP schaffen Menschen etwas, was sie nie und nimmer anders geschafft hätten - der Teufelskreis nimmt ein Ende. Nicht mehr das Essen hat die Macht inne, sondern der Mensch.
Sicherlich muss erwähnt werden, dass eine OP kein Kinderspiel ist und auch Komplikationen auftreten können.
Ich bin der überzeugten Ansicht, dass nur wenige Menschen, die im Alleingang abgenommen haben, auch dauerhaft ihr Gewicht halten. Irgendwann kommt für die Meisten der Zeitpunkt des Rückschlags.. das zeigen meien Erfahrungen.
Trotz allem wünsch' ich allen nicht-Operierten alles Gute für die Zukunft und mögen sich eure Wünsche und Träume erfüllen!