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Hallo Forum,
mein Männe kocht gerade und nun streitetn wir uns um eine elementare Frage der LowFat30 Ernährung.
es gibt Gemüsegratin mit Fix für Kartoffelgratin.
Ich sage:
Das Fix für Kartoffelgratin ist NICHT für eine LowFat 30 Ernährung geeignet weil:
der Gesamfettkaloriengehalt des Gratinpulvers über 50% und damit nicht unter den geforderten 30% liegt.
Dieses Trockenpulver enthält pro 100g:
Brennwert: 411kcal
Eiweiß 8g
KH 43
Fett 23g
macht nach der LowFat30 Formel : (Fettgehaltin g pro 100g*9*100/Gesamtkaloriengehalt pro 100 g= % Fettkalorien)
23*9*100 /411 = 50,36% Fettkalorien
damit ist diese Zutat in meinen Augen NICHT für die Herstellung eines LowFat 30 Gerichtes geeignet.
Mein Mann sieht das anders, er sagt, das man das Gesamtgericht sehen muß und es dabei nicht auf die Gesamtfettmenge einzelner Zutaten ankommt. Wäre es nämlich so, könnte man nichts mehr kochen.
Er berechnet 1,5 kg Kartoffeln hinzu
1,5 Kilo Kartoffeln = 0% Fettkalorien
dann müsste man, weil sich die Menge 16 Fach erhöht ohne Steigerung des Fettgehaltes, folgend ändern:
1,5 kg Kartoffeln haben 1290 kcal und 0% Fett
Soße hat 411 kcal und 23 Gramm Fett/100g
Damit ist das Fix für Kartoffelgratin ein LowFat30 geignetes Produkt......
Ihc sage: Stimmt, weil man vor lauter Rechnerrei keine Zeit mehr zu kochen hat....*g*
Laßt mich nicht im Stich, ich hab ihm zwei Kisten Bier versprochen wenn er recht hat....
Dein Göttergatte liegt mit seiner Kalkulation richtig, denn das fertige Gericht als gesamtes wird als Berechnungsgrundlage benutzt, nicht die jeweils einzelnen Zutaten, in der Tat könnte man dann nach LowFat30 nicht mehr allzu abwechslungsreich kochen.
Deine Feststellung, das Gratinpulver sei im Rahmen einer LowFat30 Ernährung ungeeignet ist aber auch nicht verkehrt. Es hat immerhin 23% Fett pro 100g Trockenpulver, das ist viel zu viel bei einer fettarmen Ernährung. Nun kannst Du dazu 300g Kartoffeln geben oder 900g Kartoffeln, oder eine beliebige andere Menge. Irgendwo ist die Schwelle, die ab einer bestimmten Mindestmenge Kartoffeln dieses Gratinpulver überhaupt erst LowFat30-konform macht.
Und deswegen halte ich nichts von der heute üblichen Definition von LowFat30. Vor 10 Jahren kursierte eine andere LowFat30 Variante, unter der man verstand, daß man pro Tag nicht mehr als ungefähr 30g Fett zu sich nimmt, aber auch nicht unbedingt viel weniger, denn der Körper braucht diese etwa 30g Fett pro Tag, um richtig funktionieren zu können. Mit 30g Fett am Tag kann man wunderbar abnehmen, denn der OttoNormalkonsum liegt bei 100g oder deutlich darüber.
Die heute allgemein gültige LowFat30 Variante, also die mit den 30% Fettanteil an den Gesamtkalorien, ändert vielleicht gar nicht allzuviel an der Ernährung, weil die Fettaufnahme sich unter Umständen kaum verringert, rein theoretisch wäre es sogar möglich, bei dieser Diät letztendlich mehr Nahrungsfett zu sich zu nehmen, als vor der Diät. Und dann nimmt man zu und nicht ab. Das kann eine richtige Falle sein.
Hat Mann dagegen nur etwa 10% Fettanteil an den Tagesgesamtkalorien, kommt Mann gut und gerne auf diese 30g Fett pro Tag, bei Frau können es auch etwa 12% Fettanteil an den Tagesgsesamtkalorien sein, um auf die 30g Fett pro Tag zu kommen.
Grundsätzlich hat UranusJay recht mit seinen (ihren?) Ausführungen: Beides ist möglich.
Letztendlich sieht der Lernprozess so aus, dass man zuerst möglichst nur auf Lebensmittel zurückgreift, die alle für sich LF30 sind, um erst mal ein Gefühl dafür zu bekommen. Wenn man das intus hat, kann man anfangen zu kombinieren, mit dem Ziel Gesamtmahlzeiten mit 30% Fettkalorien zuzubereiten.
Ich muss nur in einer Sache widersprechen: 30 gr Fett pro Tag ist als allgemeingültige Faustformel zu wenig, normalerweise ist von 60 gr die Rede (Besser wäre es, die Menge individuell zu bestimmen!). LF30 unterteilt nämlich nicht in Reduktionsphase und Haltephase, sondern soll vom ersten Tag an ein dauerhafte Ernährungsweise sein, und da wären 30 gr zu wenig - zumindest nach den Massstäben der DGE (die bekanntermaßen auch kontrovers diskutiert werden).
Tip vom Küken:
Macht das Kartoffelgratin doch das nächste mal so, und lasst den Industriemüll aus der Tüte im Supermarkt:
Zucchini-Kartoffel-Gratin
Für 2 Personen
Zubereitungszeit: 45 Min
Pro Person: 380 kcal, 12 g Fett = 28 %
500 g Kartoffeln
200 ml Milch (1,5 % Fett)
1 TL Gemüsebrühe (Instant)
1 Msp. Muskat
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
400 g Zucchini
Salz
Weißer Pfeffer aus der Mühle
4-5 Tropfen Öl
80 g frisch geriebener Parmesan
Den Backofen auf 200 °C vorheizen, die Kartoffeln schälen und in hauchdünne Scheiben schneiden. Die Milch mit der Gemüsebrühe und 1 Prise Muskat in einen Topf geben und mit den Kartoffelscheiben aufkochen, etwa 5 Minuten köcheln lassen. Die Schalotte fein würfeln und den Knoblauch pressen, die Zucchini in etwa 4 mm dicke Scheiben schneiden. Schalotte und Knoblauch mit der Kartoffelmasse mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Eine Auflaufform mit Öl auspinseln und die Kartoffelmasse abwechselnd mit de Zucchini hineingeben, mit der Kartoffelmasse abschließen. Den geriebenen Käse darauf streuen und etwa 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
Danke euch beiden . Wir haben uns geeinigt das wir beide recht haben .
Da ich aber nur zu gern auf den "Industriemüll" verzichte, werde ich das Rezept natürlich ausprobieren!!
Das ist ja das Ziel, weg von den Tüten.....
LG
Jani