Hallo
ich bin 24 Jahre alt, 175cm groß und Studentin.
Früher (vor drei Jahren) hab ich mal um die 95 kg gewogen, Höchstgewicht waren vielleicht 100kg nach 10 Monaten USA-Austausch, ich habe mich in der Zeit geweigert mich auf die Waage zu stellen.
Dick geworden bin ich in der Zeit zwischen 11-15 Jahren, vor allem wegen der Scheidung meiner Eltern da war ich 13, als ich mir einmal wöchentlich für 10DM soviele Süßigkeiten gekauft habe wie man dafür bekommen kann (und das ist einiges) und diese dann an einem Nachmittag aufgefressen hab. Ich habe mich von beiden im Stich gelassen gefühlt, hatte auch keine Geschwister und habe meinen seelischen Hunger so kompensiert. Mit 16 kam dann der Austausch und dann war ich eben dick.
Ich habe mich nie so richtig wohl gefühlt in meinem Körper und manchmal davon geträumt wie es wäre wenn das Fett einfach ein Fatsuit wäre und sich abschnallen ließe und danach wäre ich so leicht... aber schon aus Rebellion gegen das gängige Schönheitsideal und weil man mich so mögen soll wie ich eben bin, habe ich mich geweigert irgendwas in Richtung Abnahme zu unternehmen und mich hat auch niemand so richtig drauf angesprochen. Als ich dann meinen ersten Freund kennen lernte erzählte mir der allerdings im Streit wie seine Kumpels sich über mich das Maul zerrissen hätten so von wegen "was willst du denn mit der fetten Kuh".Er hätte mich natürlich verteidigt. Aber das tut schon weh.
Klick gemacht hat es dann im März 2005. Wir waren im Skiurlaub mit seiner Familie und als ich nach dem Skifahren durch den Ort gegangen bin fiel mir eine Amica Zeitschrift ins Auge mit dem Titel Bikinifit bis zum Juni. Schon wieder so eine doofe Diät dachte ich, aber es war ein Sportprogramm kombiniert mit einer eher sanften Ernährungsumstellung.
Das habe ich dann ausprobiert, es hat funktioniert und ich habe weitergemacht und gemerkt wie ich kräftiger,leichter und auch hübscher werde und das wurde dann irgendwann zum Selbstläufer. Ich hab mich im Fitnessstudio angemeldet und mit der Zeit wurde ich richtig sportsüchtig, bei Anstrengung werden ja auch Glückshormone freigesetzt Ich habe dann auch angefangen auf meine Ernährung zu achten wollte allerdings ausdrücklich nicht auf Diät gehen weil ich davon nichts halte. Habe dann im Monat ca 2kg abgenommen manchmal auch ein bisschen mehr und im Juni 2006 war ich bei 68 kg und fand mich gut so wie ich war und habe den Sport und das inzwischen schon ein bisschen krampfhafte Schauen auf die Kalorien gedrosselt.Zwischendurch habe ich gemerkt wie ich richtig anfing jede Kalorie zu zählen und mich dadurch ständig mit dem Essen zu beschäftigen trotz des Vorsatzes keine Diät zu halten. Ich hatte daraufhin auch ein paar kleine Fressanfälle was ich sonst von mir nie kannte und was mir auch überhaupt nicht gefiel. Ich habe dann versucht mich von dem Kontrollzwang zu befreien und es hat auch funktioniert. Zuviel Disziplin kann auch abträglich sein wenn man dabei nicht auf den eigenen Körper hört. Heute morgen wog ich 69,2 kg und ich halte mich an gar keinen Ernährungs-oder Sportplan mehr. ich esse auf was ich Lust habe, nehme wenn das Wetter einigermaßen ist, das Fahrrad um irgendwo hin zu fahren. Ich bin sehr gern draußen gehe Wandern und Langlaufen (auch als ich noch dick war). Nur bin ich jetzt ausdauernder. Also es geht auch abzunehmen und dann nicht nach einem halben oder ganzen Jahr in die nächste Diät zu rutschen.
Hm ist ein bisschen lang geworden deshalb hör ich jetzt mal auf.
Liebe Grüße
Alienor