Will hier nun auch mal meinen Weg, die Gedankengänge und Überlegungen posten. Denke viele können sich selber wieder erkennen.
Stand Dez. 2008 waren über 120 kg verbunden mit den Problemen die dieses Übergewicht schafft. Hatte massive Rücken- und Magenprobleme und war aus der Puste wenn ich nur mal eine Treppe hoch bin.

- Dez. 2008
Hinter mir lagen zu diesem Zeitpunkt ungezählte Versuche das Gewicht zu reduzieren. Angefangen mit Trennkostdiäten, Almased bis zu totalen Hungerkuren.
Zwischenzeitlich hatte ich dann mal das Gewicht von 110 auf ca. 100 kg runter gehungert nur schlug dann nach der Aufnahme der bisherigen Gewohnheiten der JoJo-Effekt gnadenlos zu und das Gewicht ging über 120 kg hoch.
Im Januar 2009 hab ich beschlossen, dass es so nicht weitergehen konnte. Wollte endlich von diesem extremen Übergewicht runter. Nur sollte es diesmal richtig diszipliniert und überlegt erfolgen.
Hab mich dann entschlossen das mit Kalorien zählen, ausgewogener Ernährung und vor allen viel Sport zu erreichen.
Angefangen hab ich dann mit sehr geringen Kalorienmengen um zu lernen wenig zu essen. Waren anfangs unter 1.000 Kalorien täglich. Das bewusst sehr gesund mit viel Gemüse, Salat und nur mageren Fleisch und Fisch.
Hab gezielt bewusst eingekauft. Immer auf kalorienreduzierte Produkte geschaut (Optiwell-Jogurts/Puddings, kalorienreduzierten Aufschnitt, Vollkornprodukte).
Dazu mit Ergometertraining angefangen. Schaffte anfangs grad mal 5 Minuten auf dem Ergometer bis nichts mehr ging und ich total aus der Puste war.
Je mehr Sport ich machte desto besser wurde die Kondition. Ab März bin ich dann auch jeden Tag raus aufs Fahrrad und bin anfangs 5 km gefahren. Es ging dann aber schnell besser und die km nahmen zu.
Zu dem gesteigerten Sportpensum steigerte ich gleichzeitig auch wöchentlich meine täglichen Kalorien um 100-200 Kalorien. Das fiel mir nicht schwer, da ich inzwischen gelernt hatte mit sehr wenig auszukommen.
Klingt vielleicht unlogisch aber je mehr ich sportlich machte je mehr brauchte ich halt auch die Energie dazu und das ging nur mit einer höheren Nahrungszufuhr.
Das Gewicht purzelte richtig runter. Hab jede Woche 1,5 - 2 kg weniger auf der Waage gehabt auch mit gesteigerten Kalorien gab es keinen Bruch oder Stillstand. Hatte auch schnell keine Rücken- oder Magenprobleme mehr.
Immer mehr ging über den Sport. Setzte mir dann auch sportliche Ziele und wollte diese Jahr ein RTF-Radrennen über mehr als 100 km schaffen.
Darauf trainierte ich dann mit meinem Rennrad und war irgendwann auf einem täglich Rad-Pensum von 50-60 km, also jeweils mehr als 2 Stunden pro Tag Rad gefahren.
Im Mai 2009 hatte ich dann einen Gewichtsstand von 93 kg ereicht und mein erstes 100 km Radrennen gefahren. War schon unglaublich wenn man daran denkt, dass ich im Januar nur 5 Minuten auf dem Ergometer geschafft habe. Es kann wirklich jeder schaffen auch wenn anfangs die Kondition total down ist. Das tägliche Training macht es.
Die Zeit danach war gekennzeichnet von einer schon relativ hohen Kalorienmenge von >2000 Kalorien täglich und weiterhin viel Sport. Gewichtsmässig ging es dann nur sehr langsam weiter.
Blieb aber auch weiterhin sehr diszipliniert, bin super viel Fahrrad gefahren, selbst bei schlechtesten Wetter und hab es dann im September erstmals unter 90 kg geschafft.

- In Herbst Radklamotten

- Letzes Foto mit 87,5 kg
Hoffe es hat euch etwas Spass gemacht meine Abnehm-Story zu lesen und vielleicht hilft es dem einem oder anderen ja auch zu sehen was man schaffen kann.