Hallo ihr Lieben,
vielleicht klingt für einige von Euch der Titel zynisch, aber es war wirklich einfach für mich.
Wie viele andere auch habe ich einige Diät- und Jojo-Erfahrungen hinter mir. Als Jugendliche war ich schon moppelig. Im Alter von 17 Jahren nahm ich das erstemal 30 kg ab, mit Hungern und Kalorienzählen - 1000 Kcal pro Tag - das war damals so gängig. Bis zum 22. Lebensjahr nahm ich wieder 20 kg zu. Auch die wurden wieder abgehungert mit ca. 1000 Kcal täglich. Ich wog danach ca. 65-68 kg und hatte Hosengröße 40 (Hüfte), Taille 36/38. Tja wie das Leben so spielt, ne Frau wird schwanger, und Babys machen die Mama dick, auch nach der Geburt. Was macht Frau? Frau nimmt ab. Bald wurde ich wieder schwanger

und wieder dick.
Es war also ein ständiges hin und her mit meinem Körpergewicht, bedingt durch 2 Schwangerschaften und Abnehmversuche und Zunehmen danach. Im Laufe der Jahre kamen schleichend immer mehr Kilos auf die Rippen, bis mein Körpergewicht sich um die 95 -100 kg einpendelte. Ich wog mich auch nicht oft, mein Gewicht war irgendwie nie Thema. Mein Mann fand, ich war so in Ordnung wie ich war.
Im April 2008 wollte ich mir eine neue Jeans kaufen. Mit Entsetzen stellte ich fest, das mir keine neue Hose in Größe 48 mehr paßt. Ich brauchte Größe 50 mit Gummizug. Da machte es bei mir nicht nur Klick, sondern auch Klack. Ich kaufte mir keine neue Jeans. Ich beschloß abzunehmen, wußte nur noch nicht wie. Aber eines wußte ich: Hungern wollte ich niemals wieder.
Nachdem ich ca. 1 -2 Wochen später die Sendung mit Susanne Schmidt in Stern TV gesehen hatte, wußte ich, das ich das ausprobieren wollte. Susanne hatte über 50 kg in einem Jahr abgespeckt ohne zu hungern. Die Methode lernte sie in einem Kuraufenthalt, ich glaube in Bad Orb, kennen. Sie machte zu Hause weiter. Sie nahm 20-30 gr. Fett täglich zu sich, und sportelte 1-2 Stunden pro Tag, Nordic Walking, Fahrradfahren, Spazierengehen, Schwimmen.
Für mich machte ich es etwas einfacher. Ich erhöhte die Dosis der täglichen Fettzufuhr auf 30 - 40 gramm. Ich erkundigte mich im Internet über Fette, essentielle Fettsäuren, Mangelerscheinungen, halt über alles was ich über Fette so finden konnte, wieviel und welche der Körper benötigt.
Sportlich war ich noch nie, ich bin eher der Typ: Sport ist Mord, aber gegen etwas mehr Bewegung hatte ich nichts. Mein Sport war mein tägliches Gassigehen mit meinem Hund und ab und an Fahrradfahren, Treppe statt Aufzug und solche Dinge.
Ich kaufte eine neue Waage, schließlich wollte ich meine Erfolge sehen können. Ich besaß nur eine alte mechanische Waage, nach dieser hatte ich schon ca. 3 kg runter. Die neue war eine mit 100 gramm Anzeige. Am 27.04.2008 zeigte die neue Waage mir mein Gewicht mit 96,8 kg an.
Und dann legte ich Anfang Mai 2008 los mit der fettarmen Ernährung. Sehr gut war für mich, das mein Mann nichts gegen fettverminderten Brotbelag, fettverminderte Milch usw. einzuwenden hatte. Das fettarm kochen nicht Ihhhbaaaaaaaah schmecken mußte, davon überzeugte er sich auch sehr schnell: Es schmeckte ihm.
Ich beschloß Butter und Margarine aus meinem Speiseplan zu streichen. Es wurde nur noch fettverminderter Brotbelag eingekauft. Anstatt Chips gab es Salzstangen, anstatt Schokolade gab es Bonbons und Fruchtgummi und Lakritz, anstatt Sahnetorte und Rührkuchen backte ich fettarmen Kuchen. Fritierte Lebensmittel, wie Pommes, wurden fast gänzlich aus dem Speiseplan gestrichen.
Panierte Fischfilets, Fischstäbchen etc. lassen sich auch sehr gut im Backofen auf Backpapier zubereiten. Für anderes Fleisch, Würstchen, unpanierten Fisch usw. legten wir uns einen Elektrogrill zu.
Meine Ernährung bestand nun aus mehr Gemüse und Obst, Brot, Kartoffeln, Reis, Nudeln, fettarme Milch und fettarme Milchprodukte, fettarmen Aufschnitt sowie fettarmen Käse und Schmelzkäse, Marmelade und Honig anstatt Nutella, mageres Fleisch, mageren Fisch, und Geflügel ohne Haut, hochwertige Pflanzenöle (Omega 3), ab und an Nüsse.
Desweiteren achtete ich darauf nicht zuviele Kalorien durch Süßigkeiten, süße Getränke wie Limonaden oder Säfte, zu mir zu nehmen. Aus verschiedenen Gründen habe ich es mir fast abgewöhnt kohlensäurehaltige Getränke zu mir zu nehmen.
Die Getränke waren: Stilles Mineralwasser, manchmal mit nem Spritzer Zitrone, fettarme Frischmilch 0,5% Fett, Tee und Kaffee, den jedoch wie früher gesüßt mit Süßstoff und mit Kaffeesahne. Darauf will ich nicht verzichten. Ich habe die Kaffeesahne halt miteinberechnet in meine 30-40 gr Fett pro Tag.
Um die Fettmengen der Nahrungsmittel zu berechnen habe ich zu Hause als Buch die große GU Nährwertabelle. Auf fettverminderten Brotbelag und so steht der Fettgehalt pro 100 gr auf der Außenverpackung.
Bis auf folgende Ausnahmen werden die Fette, die in Obst, Gemüse und Kartoffeln vorkommen bei dieser Ernährungsform mit 0 - max 1 gr. Fett berechnet. Egal wieviel man davon ißt.
Ausnahmen:
1 Avocado, groß = 47 g Fett
Grüne Oliven mariniert (20 g)= 3 g. Fett
Schwarze Oliven mariniert (20 g) = 7 g Fett
Röstzwiebeln getrocknet 1 Eßl.(3 g) = 1 g Fett
Mais (200g) = 2 g Fett
Die o.g. Fettwerte sind aus der Fett-Tabelle, die man sich damals kostenlos von der Seite Stern TV herunterladen konnte.
Fett macht mich nicht satt. Jedoch sind Fette wichtig für den Körper, man darf nicht ganz auf Sie verzichten, besonders nicht auf die essentiellen - lebenswichtigen -, die der Körper selbst nicht aufbauen kann. Von den Fetten, die man so täglich zu sich nimmt sollten ca. 2/3 pflanzlicher Natur (z. B. Öle, Nüsse, Samen, hochwertige Margarine, Advocados) sein und ca. 1/3 tierischer Natur (z. B. Butter, Fleisch, Eier, Salami, Aufschnitt, Käse, Milch- und Milchprodukte) Da Ernährung wohl immer ein Thema sein wird, wird es auch andere Erkenntnisse geben. Diese habe ich ergoogelt. Wer darüber mehr wissen möchte, dem empfehle ich, google doch selbst einmal.
Für mich bedeutet das: 2 - 3 x die Woche Fisch oder Lachsölkapseln, 3 x die Woche 1-2 Teel. (5-10 g Fett) Olivenöl, Leinöl, Rapskeimöl (Omega 3) z. B. in Joghurt oder Gemüse gerührt, 3 - 4 x die Woche ca. 20-30 gramm Nüsse oder Samen (Leinsamen, Sonnenblumenkerne etc.). Ob des nu 100%ig bei allen Menschen ausreicht, kann ich euch nicht sagen, aber mir bekommts ganz gut.
Selbstverständlich sündigte ich auch mal. Aber das gute bei dieser Ernährungsart ist, das man einfach mit der nächsten Mahlzeit fettarm weitermachen kann. Ich bemerkte, das wenn ich Pommes oder anderes fettreiches aß, ich Heißhunger bekam, zum Beispiel auf Schokolade, Sahnetorten etc. Ähnlich ging es mir, wenn ich mal ne Fertigpizza oder ähnliche Fertigprodukte aß.
Die ersten 12 kg nahm ich in drei Monaten ab. Danach ging es etwas langsamer. Weitere 8-9 kg folgten in ca. 6 Monaten. Am 8.02.2009 hatte ich mein großes Ziel die 75,0 kg erreicht. Ein solches Gewicht hatte ich zuletzt vor ca. 20 Jahren.
Heute, am 10.04.2009, wiege ich 74,3 kg. Ich trage Hosengröße 42, die schon weit sitzt. Ich fühle mich im wahrsten Sinne des Wortes: Erleichtert. Ich möchte als kleine Zugabe noch die Hosengröße 40 erreichen. Viel fehlt nicht mehr.
Meine Ernährung ist jetzt genauso wie am Anfang der Ernährungsumstellung. Ich habe nichts geändert und ich werde auch nichts Großartiges mehr daran ändern, weil es mir anders, also fettreich, gar nicht mehr schmeckt. Ich esse immer noch wenn ich Hunger habe, und dann esse ich mich satt, jedoch fettarm. Die einzige Änderung die ich mir vorstellen könnte, wäre ab und an etwas fettreicheres in meinen Ernährungsplan miteinzubeziehen bzw. die tägliche Fettzufuhr auf ein noch gesundes Maß zu erhöhen, bei dem ich mein Gewicht im für mich normalen Bmi-Bereich von 22-27 (Bmi nach Alter) halten kann. Die Waage wird wohl einer meiner besten Freunde bleiben. So stelle ich mir das jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt vor. Und es ist ja auch eigentlich ganz einfach, ans wiegen hab ich mich bereits gewöhnt und Fettreiches schmeckt mir nicht mehr

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Wenn wir auswärts essen , achte ich nicht so auf die Fettmenge, das habe ich aber noch nie getan. Weil einem Fettreiches nicht mehr schmeckt, bestellt man sich eh mageres Fleisch usw. Und das sind Ausnahmen, das macht man ja nicht täglich.
Wenn Du jetzt hier unten angekommen bist, bedanke ich mich für deine Geduld, mit der Du diese Zeilen gelesen hast. Vielleicht ist diese Methode ja auch etwas für Dich. Noch ein bissel mehr Info steht in meinem Tagebuch im 1. Beitrag. Ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Es lohnt sich wirklich!!!!!
Liebe Grüße
gute-mine