Hallo zusammen!
möchte hier mehr oder weniger kurz meinen mühsamen aber lohnenswerten Weg von 139 (schwer sich das heute vorzustellen) auf 98 Kilo heute beschreiben, um einigen von euch Mut zu machen, den Kampf in Angriff zu nehmen und andere bei ihrem Weg zu unterstützen. Mir selbst haben diese Erfolgsgeschichten immer sehr durch meine Motivationstiefs geholfen.
Also, los gehts. 19. November. Also 369 Tage ist es jetzt her. Schon lange hatte ich mit Übertgewicht zu kämpfen, bis es sich schließlich soweit steigerte, das ich mir zeitweise jeden Tag zwei Tüten Nachos mit Käsesoße kaufte,am selben Tag aß und das ganze wieder von vorne losging. So kletterte mein Gewicht langsam auf die drei Zentner zu. Das allerdings wollte ich verhindern

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Zwar hat es bei mir keinen direkten Auslöser gegeben, wie das ja so oft der Fall ist. Allerdings hatten mir Freunde und Verwandte schon lange Mut gemacht und mich unterstützt. So begann ich am 19. November, kurz nach meinem 18. Geburtstag, wie viele andere hier im Forum auch, mit einem von mir in Word erstellten Essens- und Sporttagebuch. Das half mir, mich an eine etwas gesündere Ernährung zugewöhnen, da man natürlich nie den Sport-Bereich frei lassen oder BicMac bei "gegessen" eintragen will.
Länger schon war ich bei einem 24h Fitnessstudio angemeldet, welches ich allerdings nur maximal einmal die Woche besuchte. Ab sofort stand also jeden Tag 1-2h Sport auf dem Plan. In eine Gewichtstabelle trug ich zudem wöchentlich mein Gewicht ein. Durch das tägliche trainieren fiel es mir nach kurzer Zeit wenig schwer, mich täglich aufzuraffen.
Ja, ich fühlte mich sogar schuldig, wenn ich einen Tag aussetzte. Dies mag nicht für jeden der richtige Weg sein und vielen fehlt sicher auch die Zeit dazu, doch für mich war es einfach am effektiefsten.
Schnell sah man erste Erfolge und auch Freunde sprachen mich darauf an, was natürlich ungeheuer motiviert.
Eine große Hilfe war auch das tägliche Fotografieren meines Gesichtes, das am Anfang zwar wenig Veränderungen aufwies, die Veränderung jedoch sehr gut deutlich macht.
Allerdings ging der Zeiger auf der Waage nur langsamer zurück und blieb an Weihnachten sogar vollkommen stehen. Doch ich gab nicht auf, und zog mein Programm weiter durch. Ich will damit nicht sagen, das ich nur noch Möhren und Hüttenkäse gegessen habe. Nein, ich aß, was mir schmeckt, aber alles nur in Maßen. Auf Kalorienbomben o.ä. verzichtete ich beim Einkauf komplett, denn, was man nicht da hat, kann man nicht bei einer Heißhungerattacke verschlingen.
Außerdem lernte ich zu kochen, da mein Vater immer sehr "gehaltvoll" kocht und ich gerne wissen wollte, was ich da esse. Um meinen Strandkörper für den Sommerurlaub zu formen verzichtete ich auch alle paar Wochen für ein paar Tage (max 7) vollkommen auf alles Ungesunde und Kalorienreiche.
So waren nach 9 Monaten 30 Kilo runter. Was für ein Gefühl! Endlich nicht mehr in der XL-Abteilung von C&A einkaufen zu müssen! Tragen was ich will, ständig Komplimente bekommen und jeden Tag sportlicher zu werden.
Seit einiger Zeit schon ging ich 2-3 Mal die Woche eine halbe Stunde laufen, auch wenn bestimmt viele sagen werden, dass das bei dem Gewicht schädlich für die Gelenke ist. Wie auch immer, ich bin jung und mir hat es mehr geholfen als geschadet

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Als die Motivation, mich jeden Tag ins 5km entfernte Studio zu quälen langsam nachließ wechselte ich einfach in ein teureres, dafür nahe gelegenes und mit Sauna und allem drum und dran ausgestattetes Studio.
Sofort war der innere Schweinehund ruhiggestellt.
So ging das Gewicht nach und nach immer weiter nach unten.
Bei Motivationstiefs habe ich mir in diese Zeit immer vor Augen gehalten, was ich schon alles erreicht habe und was ich noch erreichen möchte.Da waren auch die oben angesprochenen Fotos meines gesichtes gut um das zu veranschaulichen. Heute erscheint es mir fast unmöglich, Fressorgien wie vor einem Jahr zu veranstalten, obwohl ich nach wie vor ein Liebhaber guten Essens bin. Durch meine deutlich größere Muskelmasse kann ich es mir heute sogar erlauben, zu essen, ohne immer auf die Kalorien zu schielen, obwohl das gesunde Essen natürlich auch z.T nach einem Jahr von selbst bevorzugt wird.
Also,ich trage M-L, bin mit meinem Aussehen zufrieden, kann offen auf Menschen zugehen und mich mit ihnen unterhalten und neue Kontakte knüpfen.Ich fühle mich wohl in meinem Körper.
Zwar fehlen mir noch 5 Kilo zu meinem Traumgewicht, aber für die habe ich auch noch 2 Monate Zeit, weil dann erst wieder Fallschirmsprünge angeboten werden, mein großes Ziel, das man erst mit 95 Kilo angehen kann.
Und alles in allem bin ich zufersichtlich, auch noch dies paar Gramm zu schaffen

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Hoffe, euch haben meine Erfahrungen ein wenig geholfen oder euch auch nur durch einen langweiligen Tag gebracht