Gerd75
12.06.2005, 19:37
Alma & Co waren auch mal meine Mittel der Wahl. Ich möchte solche Abnehmhilfen an dieser Stelle nicht verteufeln, sie mögen in Ausnahmefällen eine echte Hilfe sein. Aber für mich sind sie auf Dauer keine vernünftige Basis. Meine Empfehlungen für eine nachhaltige Abnehmphase habe ich für euch aufgeschrieben.
Schaut euch das unten angehängte Bild an, lest die folgenden Ausführungen und diskutiert mit mir. Denn Abnehmen heißt Bewusstsein schaffen, auch für die Zeit danach.
Natürliche Ernährung
Warum hat die zivilisierte Welt Gewichtsprobleme? Weil die Nahrungsmittelindustrie hoch verarbeitete und leicht erschließbare „Lebensmittel“ mit hoher Energiedichte anbietet. Wohlschmeckend und aromatisch auf Sucht abgestimmt.
Natürliche Ernährung, also frisch und vollwertig, kostet Zeit in der Zubereitung, braucht Zeit zur Verdauung (Glyx lässt grüßen) und liefert alle Nahrungsbestandteile die der Körper braucht, ganz besonders in der Abnehmphase.
Möchte man zwei Alternativen miteinander vergleichen, dann hilft es meist, ganz plakativ Extreme zu betrachten. Zwei Menschen ernähren sich bewusst gegensätzlich, der eine ausschließlich mit Fast-Food, also Burger, Fritten & Co, der andere nur mit unverarbeiteter Nahrung, also Obst und Rohkost, nicht einmal Vollwertbrot oder gekochte Gemüse. Der Fast-Food-Mensch wird unweigerlich dick werden, die entsprechende Veranlagung vorausgesetzt. Der Rohkost-Mensch wird essen können soviel er will, sein Magen ist nicht groß genug, die Nährstoffe in Fett umzusetzen.
Also weg mit Alma, Molke usw. Auch keine fettreduzierten Lightprodukte. Eine natürliche Ernährung ist die Grundlage für ein ausgeglichenes Essverhalten, erst recht während der Abnehmphase.
Bewegung
Seit der Mensch existiert, abgesehen von den letzten hundert Jahren, benutzt er seine Muskeln. Nein, eigentlich ist es anders herum: er musste seine Muskeln benutzen um zu existieren. Beispiel Wadenmuskulatur: sie dient der Fortbewegung und gleichzeitig als Muskelpumpe um über Kontraktion in Verbindung mit den Venenklappen das Blut zurück zum Herzen zu transportieren.
Seit hundert Jahren sitzt die Menschheit. Die Wadenmuskeln werden kaum noch beschäftigt, Krampfadern sind die Folge. Auch andere Muskeln sind unterfordert. Darunter auch unser wichtigster Muskel, das Herz. Immer nur Ruhepuls lässt ihn verkümmern. Und wenn dann noch die Muskelpumpe versagt …
Ist also Sport angesagt in einer Zeit die uns keine Bewegung automatisch abverlangt? Nein, Sport geht immer einher mit Grenzbereichen der Bewegung. Zwar Spaß aber auch Verletzungsrisiko und übernatürliche Ermüdung. Bewegung braucht der Mensch. Völlig unspektakulär. Mäßig aber regelmäßig, dauerhaft und vielseitig.
Negative Energiebilanz
Es gibt keine mystischen Abnehmhilfen oder Wunderpillen. Abnehmen ist das Gegenteil von Zunehmen. Man nimmt zu wenn man mehr isst als man verbraucht. Also nimmt man ab wenn man weniger isst – so einfach ist das. Die Energiebilanz muss also negativ sein. Ob man diese Bilanz nun über eine verminderte Nahrungszufuhr erreicht oder über einen höheren Verbrauch durch Bewegung, oder sogar durch beiderlei Maßnahmen, ist gleich.
Die Frage ist nun, wie viel weniger darf es denn sein? Die allgemein anerkannte Antwort: 20%, was etwa ein Pfund Abnahme pro Woche ergibt. Isst man weniger, dann läuft man in Gefahr, dass der Körper seinen Grundumsatz verringert (siehe Fasten). Der berühmte Jojo-Effekt kann die Folge sein.
Oje, sagt der der viel auf den Rippen hat. Das dauert zu lange. Mag sein dass es lange dauert. Aber erstens hat man schon nach ein Paar Kilo weniger ein neues Körpergefühl mit allen positiven Begleiterscheinungen. Und zweitens braucht es Zeit, seine Gewohnheiten über Bord zu werfen, die Schuld sind an der Misere.
Motivation
Abnehmen ist Entzug. Entzug von Nahrung und Gewohnheiten. Entzug bedeutet Stress. Für den Körper und den Geist. Und diese beiden arbeiten perfekt zusammen. Droht dem Körper Schaden, dann handelt der Geist in seinem Sinne. Und Nahrungsentzug schadet dem Körper grundsätzlich. Er weiß ja nicht, dass unserer Abnehmphase eine positive Absicht zugrunde liegt.
Wenn der Geist im Sinne des Körpers handelt, dann nennen wir ihn den inneren Schweinehund. Je mehr wir auf Entzug gehen, umso stärker wird er. Eine mäßige Abnehmrate wie oben beschrieben hilft, diesen Schweinehund gütig zu stimmen. Aber auf Dauer braucht es noch mehr: Motivation, Belohnung für den Geist.
Der Glaube oder die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein, Erfolge zu sehen, Kontrolle durch andere Leidensgenossen wie hier im Forum. Es gibt viele Formen der Motivation, aber es geht nicht ohne.
Motivation verliert sich mit der Zeit, also ist Abnehmen immer auch die Suche nach neuen Formen der Motivation.
Schaut euch das unten angehängte Bild an, lest die folgenden Ausführungen und diskutiert mit mir. Denn Abnehmen heißt Bewusstsein schaffen, auch für die Zeit danach.
Natürliche Ernährung
Warum hat die zivilisierte Welt Gewichtsprobleme? Weil die Nahrungsmittelindustrie hoch verarbeitete und leicht erschließbare „Lebensmittel“ mit hoher Energiedichte anbietet. Wohlschmeckend und aromatisch auf Sucht abgestimmt.
Natürliche Ernährung, also frisch und vollwertig, kostet Zeit in der Zubereitung, braucht Zeit zur Verdauung (Glyx lässt grüßen) und liefert alle Nahrungsbestandteile die der Körper braucht, ganz besonders in der Abnehmphase.
Möchte man zwei Alternativen miteinander vergleichen, dann hilft es meist, ganz plakativ Extreme zu betrachten. Zwei Menschen ernähren sich bewusst gegensätzlich, der eine ausschließlich mit Fast-Food, also Burger, Fritten & Co, der andere nur mit unverarbeiteter Nahrung, also Obst und Rohkost, nicht einmal Vollwertbrot oder gekochte Gemüse. Der Fast-Food-Mensch wird unweigerlich dick werden, die entsprechende Veranlagung vorausgesetzt. Der Rohkost-Mensch wird essen können soviel er will, sein Magen ist nicht groß genug, die Nährstoffe in Fett umzusetzen.
Also weg mit Alma, Molke usw. Auch keine fettreduzierten Lightprodukte. Eine natürliche Ernährung ist die Grundlage für ein ausgeglichenes Essverhalten, erst recht während der Abnehmphase.
Bewegung
Seit der Mensch existiert, abgesehen von den letzten hundert Jahren, benutzt er seine Muskeln. Nein, eigentlich ist es anders herum: er musste seine Muskeln benutzen um zu existieren. Beispiel Wadenmuskulatur: sie dient der Fortbewegung und gleichzeitig als Muskelpumpe um über Kontraktion in Verbindung mit den Venenklappen das Blut zurück zum Herzen zu transportieren.
Seit hundert Jahren sitzt die Menschheit. Die Wadenmuskeln werden kaum noch beschäftigt, Krampfadern sind die Folge. Auch andere Muskeln sind unterfordert. Darunter auch unser wichtigster Muskel, das Herz. Immer nur Ruhepuls lässt ihn verkümmern. Und wenn dann noch die Muskelpumpe versagt …
Ist also Sport angesagt in einer Zeit die uns keine Bewegung automatisch abverlangt? Nein, Sport geht immer einher mit Grenzbereichen der Bewegung. Zwar Spaß aber auch Verletzungsrisiko und übernatürliche Ermüdung. Bewegung braucht der Mensch. Völlig unspektakulär. Mäßig aber regelmäßig, dauerhaft und vielseitig.
Negative Energiebilanz
Es gibt keine mystischen Abnehmhilfen oder Wunderpillen. Abnehmen ist das Gegenteil von Zunehmen. Man nimmt zu wenn man mehr isst als man verbraucht. Also nimmt man ab wenn man weniger isst – so einfach ist das. Die Energiebilanz muss also negativ sein. Ob man diese Bilanz nun über eine verminderte Nahrungszufuhr erreicht oder über einen höheren Verbrauch durch Bewegung, oder sogar durch beiderlei Maßnahmen, ist gleich.
Die Frage ist nun, wie viel weniger darf es denn sein? Die allgemein anerkannte Antwort: 20%, was etwa ein Pfund Abnahme pro Woche ergibt. Isst man weniger, dann läuft man in Gefahr, dass der Körper seinen Grundumsatz verringert (siehe Fasten). Der berühmte Jojo-Effekt kann die Folge sein.
Oje, sagt der der viel auf den Rippen hat. Das dauert zu lange. Mag sein dass es lange dauert. Aber erstens hat man schon nach ein Paar Kilo weniger ein neues Körpergefühl mit allen positiven Begleiterscheinungen. Und zweitens braucht es Zeit, seine Gewohnheiten über Bord zu werfen, die Schuld sind an der Misere.
Motivation
Abnehmen ist Entzug. Entzug von Nahrung und Gewohnheiten. Entzug bedeutet Stress. Für den Körper und den Geist. Und diese beiden arbeiten perfekt zusammen. Droht dem Körper Schaden, dann handelt der Geist in seinem Sinne. Und Nahrungsentzug schadet dem Körper grundsätzlich. Er weiß ja nicht, dass unserer Abnehmphase eine positive Absicht zugrunde liegt.
Wenn der Geist im Sinne des Körpers handelt, dann nennen wir ihn den inneren Schweinehund. Je mehr wir auf Entzug gehen, umso stärker wird er. Eine mäßige Abnehmrate wie oben beschrieben hilft, diesen Schweinehund gütig zu stimmen. Aber auf Dauer braucht es noch mehr: Motivation, Belohnung für den Geist.
Der Glaube oder die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein, Erfolge zu sehen, Kontrolle durch andere Leidensgenossen wie hier im Forum. Es gibt viele Formen der Motivation, aber es geht nicht ohne.
Motivation verliert sich mit der Zeit, also ist Abnehmen immer auch die Suche nach neuen Formen der Motivation.


