Für viele ist der mutige Schritt "unters Messer" der letzte Ausweg. Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten, und ist diese OP wirklich die beste Lösung für Dich? Hier findest Du Infos über alles, was mit operativen Eingriffen zusammen hängt.
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Bin mit meinem Artikel gestern offensichtlich im falschen Forum gelandet, deshalb hier nochmal das ganze. Es ist mir wirklich wichtig, dies zu erzählen.
LG
Hallo Zusammen!
Für alle die aus irgendeinem Grund mit dem Gedanken spielen sich ein Magenband legen zu lassen, hier ein Tatsachenbericht.
Meine Mum hat sich vor ziemlich genau einem Jahr ein Magenband legen lassen müssen, da sie einen ungewöhnlich großen Zwerchfellbruch hatte.
Der Status nach einem Jahr:
- ja sie hat ca 20 kg abgenommen
- ja sie kann weniger essen..
aber:
- am Anfang musste sie oft erbrechen, da das essen nicht mehr in den Magen hinein ging (das ist heute sehr selten)
- sie hat mit ganz! wenigen Ausnahmen täglich grausame Magenschmerzen und Blähungen. Diese sind so heftig, dass praktisch ans Bett/Sofa gefesselt ist, da die Schmerzen nicht aushaltbar sind. Ausserdem sind die Blähungen so laut, dass sie deutlich hörbar sind. Ergebnis: Sie schämt sich und meidet die Öffentlichkeit.
Vor der OP, hat sie sich auf ein neues und auch schlankeres Leben mit neuem Selbstbewusstsein gefreut, aber der Wunsch ging leider nicht in Erfüllung.
Übrigens hat die Wahl der Nahrungsmittel keinen Einfluss auf die Magenschmerzen und Blähungen.
Die Ursache der Beschwerden:
Bei der Magenresektion OP wurden die Magennerven verletzt, vermutlich sind sie inzwischen sogar abgestorben. Nach vielen, vielen Untersuchungen kommen die Ärzte zu dem Ergebnis, dass sie nicht helfen können und meine Mum darauf hoffen soll, dass das noch Spätfolgen der großen OP sind die mind. 2 Jahre Heilungsprozess benötigen. Wenn nicht, wissen sie auch nicht weiter. Angedachte Alternative war nur die Entfernung von 2/3 des Magens, was aber höchst wahrscheinlich keine Besserung bringen würde.
Was die Ärzte ihr zuvor nicht gesagt hatten ist, dass bei 70% der Patienten denen ein Magenband gelegt wird alles gut geht und bei 30% treten diese Beschwerden auf.
Eine wie ich finde schlechte Erfolgswahrscheinlichkeit!
Also bitte überlegt euch so einen Eingriff gut. Denn der Wunsch nach einem neuen Leben ist zwar sehr gut nachvollziehbar, aber es kann eben sehr gut sein, dass das Leben dannach nicht besser ist als das zuvor.
Das bei der OP was schiefgeht ist offensichtlich leider fast 'normal'. 30% sind wirklich keine tolle Wahrscheinlichkeit. Allein im größeren Bekanntenkreis gibt es noch 2 Frauen denen es leider ähnlich ergangen ist.
Aber ich werde den Arzt den du erwähnt hast einmal anrufen und versuchen einen Termin zu bekommen. Also wie gesagt danke für den Tipp.
Also ich weiß das bei einigen Leuten eine sogenannte ösophageale Dekompensation stattfindet.D.h. weil das Band den Magen einschnürt weitet sich die Speiseröhre davor auf und führt zu Problemen wie Schluckstörungen, Sodbrennen, das im Schlaf Essensreste zurücklaufen und dabei natürlich die Gefahr diese nachts einzuatmen.Dann muß eine neue OP gemacht werden (bei uns war das Verfahrenswechsel auf nen Magenbypass).Alles nicht so schön.Und dabei ist bei der OP (Magenbanding) nicht unbedingt mal was schief gelaufen.Das ist ganz normal.Oder die anderen haben trotz Magenband wieder zugenommen.Keine wirklich tollen Ergebnisse.Daher kann ich persönlich nur davon abraten.
LG Engelchen
ich kann eure Bedenken sehr gut nachvollziehen. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man vorher sehr wohl über die Risiken genauestens aufgeklärt wird. Nur leider wollen die wenigsten so etwas hören in ihrer Verzweiflung, dass sie endlich Hilfe bekommen. Jeder glaubt von sich selbst, nicht zu diesen 30 % zu gehören - da gings mir nicht viel anders.
Ich habe mein Magenband jetzt seit fast 6 Monaten und habe in dieser Zeit 32 kg abgenommen - Tendenz weiter fallend. Schmerzen, Übelkeit etc. habe ich niemals gehabt - vielleicht weil ich mir meinen Operateur mit sehr viel Zeit ausgesucht habe. Ich habe nicht den ersten besten in meiner Umgebung genommen, sondern wirklich über eine lange Zeit gesucht. Jeder geht allerdings seinen Weg anders.
Für mich ist dieses Magenband eine Krücke, auf die ich baue, weil durch das Rheuma und verschiedene andere Dinge ein Abnehmen kaum möglich war. Darauf möchte ich aber jetzt nicht weiter eingehen.
Risiken gibts immer und überall. Jeder muss für sich abwägen, ob er bereit ist, diese evtl. Risiken einzugehen und zu tragen. Ein Verteufeln trägt nicht dazu bei, objektiv an eine Sache heranzugehen.
Also ich denke, dass darf man aber nicht verallgemeinern.
Jeder Körper reagiert anders auf so einen Eingriff.
Es ist nicht gesagt, dass es immer solche Komplikationen gibt.
Und bei jeder OP, gerade so einer großen, kann es leider Gottes zu Komplikationen kommen