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Vollständige Version anzeigen : Walken oder Joggen? In deutsch: Gehen oder Laufen?


HzweiO
16.11.2003, 12:16
Es ist mir in den letzten Tagen klar geworden, dass man fit UND schlank nur durch Bewegung werden kann. Damit meine ich neben einem akzeptablen, normalen Gewicht auch einen normalen Körperfettanteil.

Die Frage ist ja wohl mehr, welcher der geeignetste Sport ist?
Die Antwort lautet wohl: "Es kommt darauf an!"

Walken hat sicherlich gewisse Vorzüge gegenüber dem Laufen. Es ist nicht so körperbelastend, da bewegungsbedingt immer ein Fuß an der Erde bleibt. Das ständige "Gewichteheben" der eigenen Körpermasse wie beim Laufen, in der eine Schwebephase existiert, entfällt somit.
Gerade für Leute mit erheblichem Übergewicht also bestimmt die bessere Wahl, da Gelenke und Co. geschont werden.

Ich habe mir die obige Frage natürlich auch gestellt, bin aber zu einem anderen Entschluss gekommen (als z. B. ein überzeigter Walker wie Gerd75). Trotz der unbestreitbaren Vorzüge des Walkens habe ich mich für das Laufen entschieden. Es ist für mich das INTENSIVERE Erlebnis. Ich merke dann, wie es in meinem Körper brodelt, wie es arbeitet. Ich brauche auf meinem Weg wohl diese gewisse Anspannung. Müde und kaputt fühle ich mich danach dennoch nicht, auch nicht am nächsten Tag.

DAS Generalrezept gibt es somit nicht. Es ist wohl mehr wie die Frage: "Tee oder Kaffee?"

Schönen Tag noch

H.

P.S.: Was denkt ihr darüber????

Gerd75
16.11.2003, 13:34
Hallo,

HzweiO hatte mich angemahnt, nicht so sehr missionarisch tätig zu sein. Daher möchte ich meine Erkenntnis zum Thema "Gehen oder Laufen?" ganz zurückhaltend darstellen.

Meine Erkenntnis in Kurzform: täglich Bewegung mit genau abgestimmter Belastung.

Ich gebe zu, wie diese Belastung beim Einzelnen aussieht, ist da wohl eher unerheblich. Das kann bei dem einen Joggen oder Radfahren sein, bei dem anderen Walken. Ich glaube aber, dass es in jedem Fall ein Kreislauftraining sein sollte.

Wenn die Bewegung nun täglich stattfindet, dann versteht sich von selber, dass die Anstrengung jeweils so mäßig sein muss, dass die Trainigseinheit am nächsten Tag gerade so ohne Müdigkeit und schwere Beine angegangen werden kann. Meine Erfahrung dazu: langsam anfangen und vorsichtig in Richtung Mehrbelastung vortasten bis man diese Grenze spürt, dann wieder etwas reduzieren. Ich laufe meine täglichen Walkeinheiten mit einem Durchschnittspuls von etwa 115. Ist für mich genau richtig um so ganz nebenbei auch abzunehmen.

Gruß, Gerd

HzweiO
16.11.2003, 15:01
Was heißt "angemahnt"? Meine Aussage war lediglich mehr dahingehend, das man mit Sport, egal welche Sportart, gar nicht so viel verkehrt machen kann.
Original geschrieben von Gerd75
Meine Erkenntnis in Kurzform: täglich Bewegung mit genau abgestimmter Belastung.Das kann ich nur voll und ganz unterschreiben. Ein niedriger Puls ist in jedem Fall genau richtig, um ENTSPANNT abzunehmen.

Aber im Folgenden gilt auch dies:
"Langsames Laufen bei etwa 120bpm verbraucht etwa 8 Kcal. Bei einer anteiligen Energiegewinnung aus Fetten von ca. 80%, werden demnach 6,4 Kcal pro Minute aus Fetten verbrannt.
Laufen bei einem Puls von 150 bis 160 bpm verbraucht circa 15-18 Kcal pro Minute. Wenn auch der Anteil an bereitgestellter Energie aus FFS nur bei 50-60% liegt, werden dennoch mindestens 9Kcal pro Minute aus Fetten geliefert. Geht man davon aus, dass beide Sportler die selbe Zeit durchhalten, hat der etwas schnellere Läufer ungefähr doppelt so viel Energie verbraucht als der langsame.
Wenn beide abnehmen wollen und eine identische Nahrungsaufnahme haben, wäre es an dieser Stelle völlig vermessen zu behaupten, dass der mit Puls 120 Trainierende einen größeren Gewichtsverlust hat als der, der mit Puls 150 bis 160 trainiert. Genau das wird aber vielerorts konstatiert. "
Gefunden habe ich diese Erkenntnis hier:
http://de.fitness.com/exercise/articles/fettverbrennung.htm

Wer ENTSPANNT zum Ziel kommen will, also immer auf den niedrigen Puls achten. Aber wer will, darf auch schneller.
Bloß Überbelastung ist Tabu. Und DIE merkt man in jedem Fall am nächsten Tag.
Damit soll übrigens überhaupt nicht ausgeschlossen werden, dass man auch mit kleinem Puls laufen kann.

Egal, ich sitze hier, starre aus dem Fenster und warte, dass der Regen nachlässt. Ich will raus und fit werden, aber nicht krank.

Gruß, H.

P.S.: Es ist wieder mal erstaunlich, dass Männer einen technisch-wissenschaftlichen Ansatz verfolgen, während die Frauen doch sehr emotionell an das Ganze herangehen. Jaja, die Gene! ;)

Gerd75
16.11.2003, 16:59
@HzweiO

Meine Kalorientabelle sagt: 1 Gramm Fett = 9 Kcal. Wenn ich Deine Zahlen nun richtig verrechne, dann macht das also 1 Gramm Fettverbrauch pro Minute = 60 Gramm pro einstündiger Trainingseinheit = 180 Gramm Gewichtsverlust bei 3 Einheiten pro Woche. Das kann's ja irgendwie nicht sein. Und mehr als 3 x ist jedenfalls für mich zu viel.

Wenn ich mein Walken dagegenrechne, mit sagen wir mal mit halbem Verbrauch, wären das 4,5 x 60 x 7 = 210 Gramm. Auch das kann es nicht sein.

Mir ist sonnenklar, dass ich nicht durch mein tägliches Walken abnehme (z.Zt. etwa 500 Gramm pro Woche), sondern durch weniger essen. Die Frage ist, wie ich es plötzlich schaffe, weniger essen zu müssen. Es ist seltsam, jahrelang habe ich regelmäßig gejoggt und bin nach dem Training zu Hause sofort über den Kühlschrank hergefallen. Seit ich aber walke, fehlt mir der Appetit. Hunger habe ich schon, aber keinen Appetit. Meine Theorie, dass mäßige aber regelmäßige Bewegung das Gewicht mehr oder weniger automatisch regelt, entsteht also aus meinen eigenen Erfahrungen.

Übrigens hatte ich dieses Gefühl, also Hunger aber kein Appetit, schon einmal. Da hatte ich über einige Wochen den Appetitzügler Reduktil zu mir genommen. Wirksam war die Kur, 6 Kilo in 10 Wochen, aber durch die Nebenwirkungen (Nervosität, Schlafstörungen) war das nicht wirklich angenehm.

Gruß, Gerd

P.S.: ich laufe am liebsten im Nieselregen :p

HzweiO
16.11.2003, 18:05
Ich bin ja nun kein diplomierter Ernährungsexperte. Aber ich spinne mal Deine angefangene Rechnung weiter.
Das sind 180 g Fett/Woche * 52 Wochen= 9,36 kg Fett, was in einem Jahr verbrannt wird. Schon eine nette Vorstellung.

Ich glaube, man darf da aber nicht Margarine und Butter mit dem Fett durcheinander schmeißen, was sich um die Hüften und sonstwo schmiegt, oder was da in den Prozessen verfeuert wird. Fettzellen sind ja von komplizierterer Struktur, Wassereinlagerung inklusive. In dem zitierten Bericht wird ja auch von FFS (freien Fettsäuren) geredet. Und dann gibt es den Nachbrenneffket. Und dann kommt ja auch noch Fett von außen über die Nahrungsaufnahme dazu...
Wie das alles zueinander passt, kann ich Dir wirklich nicht erklären. Jemand da draußen, der das weiß???? :confused:

Ansonsten reicht es mir ja auch, dass es funktioniert. Das ist mir wichtiger als jede Theorie. Denn alleine von der Theorie werde ich nicht dünner. Nur auf meinem Laufpfad kann ich es Wirklichkeit werden lassen.

H.

P.S.: Laufen war gut. Die Nässe war auch nicht das Problem. Aber zusammen mit der Kälte recht unangenehm.

Helpus
08.12.2003, 18:50
Hi zusammen,

bin noch relativ neu hier und denke das ich mit einer der krassesten Maße hier habe (1,73 groß 110 Kilo). Ich hoffe, ich komme mit meiner Meinung zu diesem Thema nicht zu spät, aber ich habe nun in den ersten 7 Tagen 1600g weg und habe dies neben dem weniger essen dadurch geschafft, morgens joggen zu gehen (20 Minuten). Abends bin ich dann jeden 2 Abend zusätzlich zum joggen noch inlineskaten gewesen (beleuchteter Fahrradweg).
Walken habe ich ebenfalls versucht und muß sagen, dass ich danach wirklich nicht gespürt habe, was ich geleistet habe. Ich meine wir gehen alle mit viel Ehrgeiz daran unser Ziel zu schaffen.
Die Trainingsmethoden sind aber verschieden. Ich möchte mit meinem Ehrgeiz auch mal aus der Psute kommen, merken dass ich meinen Körper in ANspruch nehme und somit sehe dass sich was tut. Beim Walken war ich danach etwas deprimiert, so dass ich noch ne Joggingeinheit hinterher gesetzt habe.
Bei all den Sportarten darf man aber auch eines nicht vergessen:

Wir sind alle untrainiert (gewesen ?). D.h. der Körper baut Muskelmasse auf wenn wir loslegen. Ich denke das der Muskelaufbau beim Joggen intensiver ist als beim Walken und Muskeln wiegen auch etwas.
Ich bin dennoch fürs Joggen, aus den gleichen Gesichtspunkten wie H2O.

Grüßle

Joel

petrocelli
21.08.2005, 18:06
hallo,

ich bin gerade dabei, meinen fast 90 kg bei 1,67m zuleibe zu rücken. ein absoluter sportmuffel bin ich dazu. da ich fitness-studio nicht mag und auch meinen kürzlich gebuchten pilateskurs nur zweimal besucht habe, habe ich miich jetzt auch zum laufen entschlossen. gleichzeitig hab ich tierisch angst davor, weil ich noch meine traumatischen erinnerungen an die bundesjugendspiele in der schule mit dem 1000m-läufen habe. überflüssig zu erwähnen, dass ich immer hinten war. na egal, überwindung ist angesagt :winke:

ich habe mir im buchhandel allerlei lektüre reingezogen und festgestellt, dass mir das buch "laufen zum abnehmen" von gu-verlag am besten gefällt, ist nicht sehr dick und hat präzise anweisungen, was puls zum abnehmen angeht. ich hab es noch nicht studiert, auf jeden fall ist es wohl ausschlaggebend, in welchem bereich die belastung stattfindet, stichwort aerobe und anaerobe bereiche...

Tia
21.08.2005, 18:59
also, bei mir sind diverse lauf/ joggingversuche immer wieder an gelenkschmerzen (knie, aber auch fußgelenke) gescheitert. wirklich schwergewichtig war ich dabei nicht...
habe im februar mit dem nordic walken angefangen und finde es klasse:
bin angenehm ausgepowert nach meinen 60 -90 minuten walken.
allerdings fordere ich mich selber auch entsprechend indem ich in einem park mit vielen steigungen/ kleinen anhöhen walke...
auf grader strecke komme ich mit meinem puls nicht aus dem a.....
mit den steigungen und zügigem tempo schaffe ich es zumindestens in den bereich um 130- 135 bpm...
also, ich kann nur sagen: walken macht spass, schont die gelenke etc..
man sollte sich allerdings auch ein wenig fordern, damit man einen unterschied zu einem spaziergang merkt ;-)!

lg, tia





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