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wollte mal meine Erfahrung zu diesem Thema schreiben.
Durch einen Zeitungsartikel in einer Tageszeitung wurde ich auf die Magenbandop aufmerksam.Ich hatte schon eher davon gehört,wollte dies aber nicht machen.
Ich bekam relativ schnell einen Termin.Aber der Oberarzt!
Es war natürlich ein "Idealgewichtler" mit der Einstellung,
Dicke sind undezipliniert usw.
Ich litt unter einer Esstörung und bringe satte 160 Kilo auf die Waage.Durch mehrere Schicksalsschläge in der Familie uferte es aus.
Ich nahm zum Infogespräch einen Arztbericht von einer psychosomatischen Klinik mit, ich fand das sein Verhalten darauf hin ziemlich danegben war.
Von einem Infogespräch war nicht zu merken, überahupt keine Info.Keine Bedenkzeit,orderte gleich Termine an.
Hallo Sonja!
Vorab gesagt, so wie von Dir beschrieben sollten Beratungsgespräche tatsächlich nie ablaufen. Sorgen der Patienten sollten immer Ernst genommen werden.
Danke für Deinen mutigen Beitrag. Es scheint ja doch ein "heißes Eisen" zu sein, an das sich kaum Leute dranwagen. Aber ich muss gestehen, dass ich in einem Moment der Verzweifelung mal ernsthaft einen Magenballon in Erwägung gezogen hatte. Aber zum Glück wieder verworfen habe. Es geht zum Glück auch ohne . Die Gefahr des klinischen Eingriffs, die Kosten und die Gefahr, dass man während der "Therapie"-Zeit ja nichts oder kaum etwas über seine Ernährung und sein bisheriges Leben lernt und nach Beendigung wieder in alte Riten zurückfällt, hat mich Abstand nehmen lassen von diesen Methoden.
Der Oberarzt hat natürlich Recht, dass solche Eingriffe nur dann erfolgen sollten, wenn alle anderen Methoden ausgeschöpft sind. Und, sorry, das hat auch damit zu tun, dass solche Patienten, mit denen er es tagtäglich zu tun hat, zumindest in Essensangelegenheiten vielfach undiszipliniert sind (da schließe ich mich leider mit ein ; ich arbeite jetzt daran). Oder der Körper unschuldigerweise als Prellbock für erfahrene Schicksalschläge herhalten muss. Das erklärt vielleicht ein wenig seine "professionelle Kühlheit". Ob es nur eine Frage seines Idealgewichtes war???
Ich hoffe, Du nimmt mir meine ehrlichen Worte nicht krumm. Viel Erfolg weiterhin!!!
Mein vater hat schon verschiedene sachen hinter sich, daher kann ich euch ein paaar Erfahrungswerte vermitteln.
erstens der Magenballon, ich denke damit ist der Ballon gemeint der durch die Speiseröhre in den Magen gesetzt wird, dort aufgeblasen wird und dann sättigen soll *gr* Also, bei meinem Vater wurde er eingesetzt, er war bei der Abschlußuntersuchung auch noch da, aber beim nächsten terminn war er fort. Und gesättigt hate er nicht eine minute.
zweitend das Magenband. Er hat es im kommenden April 2 Jahre und hat auch beachtlich abgenommen (40kg), aber Fakt ist, Kalorien bekommst Du auch durch das Loch. ich spreche jetzt von dem Band, bei dem Du am Bauch dann das ventil hast zum erweitern des Loches, bzw, zum Flüssigkeitrauslassen. Anfangs lernte er das essen mit dem Band durch tee Teelöffelweise, dann kamen säfte und dann Breie. inzwischen darf er ja alles normal essen, bloß er ißt zu hastig, dann verstopft sein loch. gewisse sachen wie Brot geht zB gar nicht mehr durch, eine Gurke zu hastig runtergeschluckt, die kann er sich nochmal hochholen und weiterkauen. Dafür paßt Bier oder Cognac hervorragend durch, oder Ovomaltine. Auch bei ihm zählt ohne Fleiß kein Preis. Wenn er sündigen will schafft er das auch so.
Hi Nicole,
es gibt einige verschiedene operative Methoden, die sind nicht alle für alle geeignet.
Der Magenballon ist z.B. sinnvoll, wenn man ein zu hohes OP Risiko hat, aber keine andere Alternativmethode zu helfen scheint.
Der Bleibt max. 6 Monate im Magen, muss dann entfernt oder ersetzt werden. Das Risiko ist gering, weil er während einer Spiegelung in den Magen gebracht wird. Ich kenne eine Frau, die 25kg abgenommen hat und diese hält. Ich könnte das nicht, das weiss ich.
Das Magenband hat ein relativ geringes OP Risiko und man nimmt 40 bis 60% des Übergewichtes ab - statistisch gesehen. Dafür sind die Langzeitbeobachtungen so, dass offenbar ca. 30% Komplikationen bekommen wovon ca. 10% re-operiert werden.
Beim Bypass und beim Switch (Unterscheidung ist mir jetzt zu aufwendig) ist das OP Risiko größer, da der Darm gekürzt und der Magen verkleinert werden. Das größere Risiko bei beiden ist der Switch. Bei diesen Verfahren gibt es eine Mortalität von 0,5% laut Literatur. Vorteile sind allerdings auch deutlich: wenn die OP erst einmal überstanden und verheilt ist, dann sind die Komplikationen gering. Man kann auch ca 20% mehr Übergewicht verlieren.
Beim Magenband muss man lebenslang zur Nachkontrolle, beim Bypass und Switch muss man lebenslang Nahrungsergänzung nehmen.
Beim Band kann es sein, dass man einige Speisen nicht mehr essen kann (ist sehr unterschiedlich) bei Bypass/Switch ändert sich offenbar der GEschmack.
Beim Band muss man disziplinierter sein: wie schon zu lesen war, ist Alkohol und alles was flüssig, fett und süß ist sehr einzuschränken. Wer von süßen Getränken nicht lassen kann und auch mit dem Alkohol ein Problem hat, der ist für ein Magenband nicht geeignet.
Das mal als erster Überblick.
Wer weitere Infos von erfahrenen Betroffenen sucht kann sich an eine der Selbsthilfegruppen wenden. Ich leite gerne Anfragen weiter.
Gruß
arp
Hallo!
Ich habe mir 1998 mit 145kg ein Magenband machen lassen und war damals überzeugt davon, dass dies meine letzte Hoffnung sei. Heute- 6 Jahre später und nochmal 30kg schwerer- fühle ich mich, als hätte ich mich damals selbst vergewaltigt.
Es gibt viele Menschen, die mit dem Magenband abnehmen und für die das wirklich eine Möglichkeit ist, weil sie auch selbst ganz für sich abnehmen wollen.
Für mich war es das leider nicht, ich war noch nicht so weit und habe, wie viele andere auch, nicht direkt die Ursache bekämpft, sondern nur das Symptom.
Deshalb rate ich jedem, der eine solche OP in Erwägung zieht nur eines: Überlegt es Euch gut und seid sicher, dass IHR auch soweit seid und es nicht für einen anderen macht (Partner, Freunde, Eltern) damit sie glücklicher werden!!!
Hallo Kitty,
was denkst Du, wieso das Band Dir nicht geholfen hat?
Ich finde übrigens sehr gut was Du sagst: Überlegt es Euch gut und seid sicher, dass IHR auch soweit seid und es nicht für einen anderen macht (Partner, Freunde, Eltern) damit sie glücklicher werden!!!
Das ist allerdings ein Punkt, man darf sich nur operieren lassen, wenn es der ureigene Wunsch ist!
Ich denke oft, "mensch, hätte ich das schon vor ein paar Jahren gemacht, was hätte ich mir erspart ..." aber ich denke, ich hätte mir nichts erspart. Ich denke, ich war noch nicht so weit mein Leben und meine Gewohnheiten soweit zu ändern, dass das Band erfolgreich gearbeitet hätte.
Kitty, mich würde interessieren wie Du für Dich heute entscheidest, was Du tun willst.
Lieben Gruß
ARP