Für viele ist der mutige Schritt "unters Messer" der letzte Ausweg. Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten, und ist diese OP wirklich die beste Lösung für Dich? Hier findest Du Infos über alles, was mit operativen Eingriffen zusammen hängt.
Wenn du dich kostenlosregistrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen??? Beitrag #1
nikita7
Registrierter Benutzer
Registriert seit: 07.2005
Ort: Saarland
Beiträge: 5
Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen???
Hallo ihr Lieben,
hab mich grade ganz frisch bei euch angemeldet. Ich möchte gerne eine Magenverkleinerung. Meine Ex- Schwägerin die hat sich vor ein paar Jahren ein Magenband einsetzen lassen. Hat super viel abgenommen, aber alles wieder drauf. Bin selber nicht so ganz überzeugt davon. Ausserdem spürt man bei ihr unter der Haut so ein Teil, durch das man das Band enger stellen kann. Also für mich persönlich ist das nichts. Deswegen auch ne Magenverkleinerung. Mittlerweile ist mein Kopf so voll von Informationen, dass ich eigentlich nix mehr weiß. Nur eins weiß ich. SO kann es nicht weiter gehen mit mir. Ich war schon als Kind recht kräftig und es wurde immer nur gesagt: "Das liegt in der Familie." " Mal war ich in Kur gewesen. Mit 9 und mit 11 Jahren glaub ich. Hatte auch abgenommen, aber alles wieder zugenommen. Mit 15 lernte ich dann meinen ersten Freund kennen und fing an die Pille zu nehmen. Innerhalb 3 Monaten waren 40 kg drauf. Das war nicht nur die Pille schuld. Ein Teil vielleicht, weil meine Mutter so nett war und sich für mich ne Pille verschreiben ließ, die Frauen normal nehmen, wenn sie sich in den Wechseljahren befinden. Hatte nur Kopfschmerzen und nahm halt zu. Damals wog ich dann so um die 110 kg. Meinen Freund hab ich dann auch geheiratet. Bekam dann meinen ersten Sohn mit 20. Hatte da schon 139 kg. Hab aber nix zugenommen in der Schwangerschaft. Dasselbe Gewicht hatte ich auch in den 2 darauf folgenden Schwangerschaften. (letzte waren Zwillinge). Ich muß aber noch erwähnen, dass mich mein Gewicht so fertig machte und ich mich für mein Aussehen so sehr schämte, dass mein damaliger Freund und späterer Mann mich niemals, ausser bei den Entbindungen der Kinder, nakt gesehen hat. Nicht ein einziges Mal. Hab durch mein Aussehen und frühere Kindheitserlebnisse kein normales Sexualverhalten. Ich würde so gerne anders, aber ich kann nicht. Bevor ich mit den Zwillingen schwanger wurde hab ich eine Therapie begonnen. Einmal in der Woche eine Sitzung. Half mir aber irgendwie nicht wirklich. Der Therapeut sagte eigentlich die ganze Zeit gar nix und ich wusste irgendwann nicht mehr was ich ihm noch erzählen sollte. Da wurden keine Fragen gestellt oder Äusserungen gemacht. Irgendwie machte der nen richtig gelangweilten Eindruck, sodass mich dann noch dazu quälte, dass meine Probleme doch viel zu banal und unwichtig sind. Trotzdem machte ich weiter und ging nebenbei ins Fitness Studio. Was mich eine riesen Überwindung gekostet hat. Hab aber durchgehalten und an diesem Programm mitgemacht meine Ernährung umzustellen und abzunehmen. Das ging dann ein Jahr lang gut bis ich dann schwanger wurde mit den Zwillingen. Irgendwann war mein Bauch so dick, dass ich dann auch kein Auto mehr fahren konnte. Also fiel die Therapie auch flach. 13 Monate nach der Geburt hat sich dann mein Mann von mir getrennt. Im Prinzip gings mir da erstmal sehr gut. Hab mal an mich gedacht und liess es mir gut gehen. Aber es hielt nicht lange an. Irgendwann fing ich an zu essen aus Frust. Richtiger Frust. Und hab alles anschliessend erbrochen, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte. Ich würde mich nicht als Bullämie Kranke bezeichnen, weil Fressattaken bekam ich ja keine. Ich aß bzw esse ganz normal nur wenns mir net so doll geht, dann futter ich bis mein Bauch so sehr weh tut, dass alles wieder raus muß. Mittlerweile hab ich ja wieder einen Partner und er liebt mich auch so wie ich bin, aber wie kann ich ihm gefallen, wenn ich mir selber nicht gefalle. Ich war mit meinem Gewicht hoch bis auf 168,8 kg. Da ging ich zu Weight Watchers. Hab da 10 kg abgenommen. Hörte dann auf, weil ich es mir finanziell und zeitlich nicht mehr leisten konnte. War ja alleinerziehend. Hab dann zu Hause weiter gemacht und hielt mein Gewicht auch bei 149 kg. Vor 6 Wochen hab ich mit dem Rauchen aufgehört und bin wieder fleissig am Süßkram essen. Hab schon 7 kg zugenommen. Also steht wieder bei 156 kg. Ich weiß net mehr weiter. Wenn ich mich seh, dann gehts mir dreckig und ich ess Süßes oder sonst etwas und dann steig ich auf die Waage und hab wieder mehr. Und dann geht der Teufelskreis von vorne los. Ich weiß wie ich essen muß und ich weiß was ich essen muß. Meine Tochter machte einen Ernährungserziehungskurs für übergewichtige Kinder. Sie fing an mit 8 und hat jetzt mit 9 13 kg abgenommen. Das war mitunter mein Verdienst. Ich sagte ihr was sie essen durfte und ich kochte und koche auch immer noch fast fettfrei. An einer Flasche Öl hab ich fast 3 Monate. Wir essen nur noch Geflügenwurst. Also an zu fetter Ernährung liegt es wirklich nicht. Den Kurs bezahlte jetzt auch die Krankenkasse. Der dauerte ein Jahr. Ich bin so stolz auf sie. Sie wiegt jetzt noch 41 kg bei ner Größe von 142 cm. Desweiteren war sie schon 2 Mal mit nem Bericht in der Zeitung. Also ich weiß wies geht komm da aber selber net weiter. Mein Hausarzt meinte mal, dass er nix von Operationen hält, aber für mich ist das mittlerweile noch die einzige Lösung um endlich ein normales unbefangenes Leben mit Schwimmbadbesuchen und normalem Sexualleben zu führen. Mein Freund darf mich nicht an meinem Bauch anfassen und gesehen hat er mich auch noch nicht. Ich muß nur wissen was ich als erstes tun muß um das ganze ins Rollen zu bringen. Ich hab einfach keinen Schimmer was ich tun soll. Vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen. Wäre wirklich mehr als dankbar...Und sorry für das viele Volllaber. Soviel wollt ich eigentlich gar net schreiben.
*winkwink*
Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen??? Beitrag #2
nikita7
Registrierter Benutzer
Registriert seit: 07.2005
Ort: Saarland
Beiträge: 5
AW: Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen???
Hab noch was vergessen. Es ist nicht so, dass ich den ganzen Tag zu Hause sitz und nix mache. Ich gehe 3-4 Mal die Woche 4-6 std arbeiten im Supermarkt. Das ist also auch keine Arbeit im Sitzen. Bin da nur am laufen und meine Kiddies halten mich auch auf Trab. Termine hier, Termine da. Wäre froh ich hätt mal ein bisschen Ruhe. Also kein Mensch der zu Hause sitzt und den ganzen Tag am essen ist. Das wollt ich nur noch erwähnen. :-)
Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen??? Beitrag #3
DickePython
Nichtwürgeschlange
Registriert seit: 06.2005
Beiträge: 278
AW: Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen???
Hallo Nikita,
das ist ja ne ziemliche Leidensgeschichte.
Ich würde Dir erst mal empfehlen, einen anderen Arzt (z. B. einen Chirurgen) als Deinen Hausarzt zu konsultieren und mit dem mal über so eine Operation zu sprechen. Oder in die Ambulanz einer Klinik zu gehen, die solche Operationen machen und da mal mit einem Arzt sprechen. Viele Hausärzte sind nicht immer auf dem neuesten Stand (leider) und können einen da nicht unbedingt superkompetent beraten.
Mit der Magenverkleinerung ist das Problem halt nicht gelöst, wenn man den ganzen Tag ungesundes Zeug in kleinen Portionen vor sich hinfuttert, dann nimmt man auch mit einem kleineren Magen nicht ab.
Ansonsten: Schau Dich doch hier mal ein bißchen um, z. B. bei den Zuckerknackern, vielleicht ist das ja was für Dich, wenn es mit WW nicht so recht klappen wollte.
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtrauchen, übrigens.
Also, guck Dich hier um, lies Dir den einen oder anderen Erfahrungsbericht durch und fühl Dich hier herzlich willkommen!
Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen??? Beitrag #4
Gast5561
Gast
Beiträge: n/a
AW: Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen???
Eine Magenverkleinerung ist so ziemlich das extremste, was so möglich ist. Es ist unmöglich, die wieder rückgängig zu machen. Und einen Gewichtsverlust garantieren kann sie Dir auch nicht. Und eine OP ist ja auch immer mit Risiken behaftet.
Du schreibst, daß Du stolz auf Deine Tochter bist, weil sie es jetzt schafft, sich gesund zu ernähren und ein gesundes Gewicht erreichen wird. Was glaubst Du, wie stolz Deine Tochter auf Dich wäre, wenn Du ihr gleichziehen würdest? Hast Du schon mal versucht, das Frustessen geziehlt zu bekämpfen? Du könntest z.B. das Süßigkeitenfach leerräumen und Dir statt dessen Dein Lieblingsbuch reinlegen, oder eine Erinnerung "Bei Frust: Spazieren gehen". Und zusätzlich Weight Watchers in Eigenregie, das Programm kennst Du ja schon und kommst damit anscheinend zurecht.
Eventuell könntest Du es auch noch mal mit einer Therapie versuchen. Dein alter Therapeut hat Dir offensichtlich nicht weitergeholfen (klingt nach Psychoanalyse - da ist es Absicht, daß der Therapeut nicht so viel sagt), aber es gibt viele verschiedene Therapieansätze, und da ist auch für Dich sicherlich das richtige dabei!
Ich finde einfach, bevor man so etwas riskantes wie eine Magenverkleinerung ausprobiert, sollte man wirklich ALLE Alternativen ausprobiert haben. 156 kg sind eine Menge, aber es IST möglich, da ohne chirurgischen Eingriff von wegzukommen.
Gast5561
11.07.2005, 17:44
Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen??? Beitrag #5
nikita7
Registrierter Benutzer
Registriert seit: 07.2005
Ort: Saarland
Beiträge: 5
AW: Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen???
Hallo , vielen Dank für die schnellen Antworten. Mir ist da ein Fehler unterlaufen. Möcht keine Magenverkleinerung, sondern einen Magenbypass. Hatte soviel gelesen und das wohl verwechselt. Ich weiß, dass man diesen auch nicht mehr rückgängig machen kann und sein Leben lang Vitamine und Mineralien nehmen muß, aber hab schon so oft gehört, dass ein Magenband nicht wirklich Hilfe bringt. Die Vorstellung für immer Vitamine ect nehmen zu müssen schreckt mich schon etwas ab, aber was würd ich dafür geben um endlich schlanker sein zu können. Möchte nicht wie ein Modell aussehen, aber "normal" sein. Welche Operationsform haltet ihr denn für am erfolgreichsten?
Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen??? Beitrag #6
arp
Registrierter Benutzer
Registriert seit: 02.2004
Ort: Mittelfranken
Beiträge: 66
AW: Magenverkleinerung.. Wer kann mir helfen???
Hallo Nikita,
jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile.
Was die operativen Methoden angeht: sie sind definitert als ultima ratio - das letzte Mittel, und das ist richtig so. Ich beobachte leider häufig eine verharmlosung der OPs aber mach Dir klar: eine OP ist ein Risiko, je mehr sie in den Körper eingreift, desto größer ist das Risiko!
Für mich war klar, dass ich es nicht auf konventionelle Weise schaffe, und so ergriff ich das "letzte Mittel" und bin froh drum. Allerdings hätte ich mir (noch) keinen Bypass legen lassen. Zu hoch war mir das Risiko mein Kind nicht mehr erwachsen werden zu sehen. Ich leide selber darunter, dass meine Mutter uns nicht mehr erlebt, nein, das wäre nichts.
Ich kann Dir gerne bei der weiteren Entscheidungsfindung zur Seite stehen, mail mich ruhig an, oder guck in meinem Profil hier.
Ein Magenband kann für den einen das richtige Mittel sein, beim nächsten kann es total versagen, aber bei dem Bypass-OPs ist das auch so - und bei konventionellen Methoden eben auch!