CBT ist Cognitive Verhaltenstherapie. Dort lernt man die Zusammenhaenge zwischen Fuehlen, Denken und Handeln zu analysieren und zu beeinflussen.
Beispiel:
Ich fuehle mich fett.
Ich denke alles ist sowieso egal.
Ich handle indem ich einen Fressanfall habe.
Beeinflussen:
Ich analysiere den Gedanken indem ich ihn sozusagen "vor Gericht bringe" wie meine Therapeutin gesagt hat.
Du bist der Staatsanwalt und musst Gegenargumente finden wie:
* Wenn ich jetzt weiter esse werde ich noch dicker
* Wenn ich jetzt vernuenftig esse fuehle ich mich nicht mehr so fett
* Wenn ich jetzt vernuenftig esse nehme ich vielleicht wirklich was ab
* BIN ich wirklich fett oder fuehle ich mich nur so? Was ist mein Gewicht, mein BMI, meine Kleidergroesse?
Wenn Du Dich erstmal ueberzeugt hast dass der Gedanke "es ist eh alles egal" falsch ist, hast Du keinen Fressdruck mehr und folglich keinen FA.
Dies kann man in allen Situationen wunderbar anwenden. Fuehlen-Denken-Handeln haengen eng zusammen, aber vieles an einer ES ist oft irrational. Es geht darum das "schwache Glied" zu finden und ihm den Garaus zu machen..
Das geht auch andersrum:
Ich handle indem ich ein Stueck Kuchen esse
Ich denke das haette ich mir nicht erlauben duerfen
Ich fuehle mich schuldig.
Ich esse noch ein Stueck Kuchen
Beeinflussung
* Das war jetzt viel, aber wenn ich dafuer weniger zu Abend habe ist es im Rahmen.
* Das war eine besondere Gelegenheit, und normalerweile habe ich zwei.
* Mann muss sich auch einmal was goennen koennen.
Sobald dass " nicht erlaubt" widerlegt ist brauche ich mich nciht mehr schuldig zu fuehlen und brauche auch das zweite Kuchenstueck nicht mehr.
Mir hat das echt superviel gebracht, und ich war zu dem Zeitpunkt schon ueber 10 Jahre essgestoert. Danach war ich fast ein Jahr symphtomfrei, und auch als ich in einer akuten Stressituation einen starken Rueckfall habe, habe ich mich mit Hilfe von CVT (sorry, hatte es vorhin in Englisch gschrieben: Cognitive Behaviour Therapy) selber wieder dort raushieven koennen und habe jetzt nur noch selten FAs.
Meine Einstellung zum Essen ist allgemein gesund und meistens zwanglos (ausser wenn ich ueber die Straenge schlage, das bekommt mir emotional immer noch nicht). Die ES werde ich wahrscheinlich immer haben, aber ich bin sehr zuversichtlich dass ich mit Hilfe der oben angegeben Techniken nun gut damit umgehen kann.
Ich kann es Euch echt empfehlen wenn Essen fuer Euch ein Problem ist.
Ich kann auch dieses Buch
http://www.amazon.de/exec/obidos/AS...2369370-3865627
empfehlen das ich mir nach der Therapie gekauft und selber noch einmal durchgearbeitet habe.
Tigerchen
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