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„Aus xxxx-Kochbuch und deshalb total gut!“ sicher? Oder vielleicht eher total teuer?
Nun hat es auch www.abnehmen.com erwischt. Ein Hamburger Anwalt fordert im Auftrag der Webseite „****************“ eine saftige Honorarrechnung, gepaart mit einer utopischen Lizenzgebühr addiert sich die Gesamtforderung auf knapp 2600 Euro. Begründung: Unberechtigte Nutzung des Bildmaterials aus **zensiert**. Ein User des Forums www.abnehmen.com hat insgesamt 7 kleine Bilder von Brötchen und anderem Gebäck in einen Beitrag auf www.abnehmen.com veröffentlicht. Doch wie soll ein Forenbetreiber Millionen von Beiträge überprüfen?
RA Stephan Osterrieder (www.kanzlei-ok.de), der das Forum www.abnehmen.com vor dem Hamburger Landgericht vertritt, macht in seinem Vorbehalt deutlich, dass die Forderung des Kochbuchbetreibers das Ende aller Foren im Internet bedeute. Niemand, der ein Forum betreibt kann alle Einträge überprüfen, sondern nur im Nachhinein Einträge löschen. Kann ein Forenbetreiber haftbar gemacht werden für mögliche Verletzungen von geistigem Eigentum, dann wäre dies das Ende aller Foren und User Content Pages – von ******* bis Facebook! Auch ist die freie Meinungsäußerung im Internet gefährdet und es stellt sich generell die Frage, ob geistiges Eigentum schützenswert ist, wenn es nur geschaffen wurde um andere Menschen später zu verklagen um sich zu bereichern?
Der Vorsitzende Richter des Landgerichts Hamburg hat die Problematik erkannt und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er nicht automatisch zuvor gefällten Urteilen folgen wird: „Wir wollen uns nicht mehr an allem festhalten lassen, was wir in der Vergangenheit geschrieben haben“, leitet der Vorsitzende Richter das Verfahren ein und ergänzt, dass der Ausgang des Verfahrens „völlig offen“ sei. Das ist ein Etappensieg für alle Forenbetreiber, denn zuvor hat **zensiert** wohl alle ähnlich gelagerten Prozesse gewonnen.
Welche Bedeutung dieses Verfahren hat, zeigt auch das ARD Verbrauchermagazin „plusminus“, das am Dienstag, den 5. Februar 2008 um 21.50 Uhr über den Prozeß und die Grenzen von geistigen Eigentum berichten wird.
Wir halten Euch selbstverständlich auf dem Laufenden, wie das Verfahren gegen uns in Hamburg ausgeht. Sicher ist aber eins: wir kämpfen mit allen uns möglichen Mitteln für den Erhalt nicht nur unseres, sondern aller Foren im Netz. Heute sind es die Foren, morgen die Bücher und dann ...
Um anderen Forenwebmastern ein ähliches Schicksal zu vermeiden wäre es toll wenn Ihr in den Foren wo Ihr sonst noch aktiv seid die Webmaster und User entsprechend warnt.