Hallo HeidiB,
Optifast liegt bei mir schon lange Zurück. Zehn Jahre? Müßte mal nachsuchen.
Die Tütchenphase lief bei mir recht gut, obwohl meine Frau meine, daß ich wie ein blasser Käse im Gesicht aussehe. Es wurde gemunkelt, daß die Tütchen nicht deklarierte Stoffe (Koffein) enthielten, die den Hunger im Zaum hielten. Der Heißhunger fing sofort an, als ein Tütchen durch feste Nahrung ersetzt wurde (eine halbe Kartoffel, 47 gr. Rindfleisch und ein paar Gramm irgendeines Gemüses, welches?).
Das Programm fand ambulant im Krankenhaus in Hürth bei Köln statt. Ich hatte die 14 tägige Nachbetreuung auch gebucht und bei jedem Termin 1/2 bis ein Kilo mehr drauf. Und da wollte man mich nicht mehr. Waren wohl auch nur noch zwei weitere Leutchen da, wohl zu wenig. Außerdem hatte mir mein Arzt auch sportliche Aktivitäten (im Rahmen von Optifast) untersagt (Herzprobleme durch das Übergewicht).
Aber jetzt zum Thema mediterran und Milchverzicht:
Ich habe mein Wissen aus drei Anti-Milch-Büchern und eigener teils leidvoller Erfahrung. (Hier habe ich mich eingebucht, weil die Lausitzer Rundschau über dieses Forum kurz berichtete. Deshalb kenne ich mich noch nicht so gut aus.)
Ein Buch ist besonders interessant, geschrieben von einer Juristin (alle Fakten sauber mit Quellen belegt), die lange Jahre die Milch/Milchprodukte erforschte und wohl auch mit Milch beruflich zu tun hatte, also eine Insiderin. Aber Titelnennung wird hier wohl als unerlaubte Werbung verstanden. Bei Interesse kann man das auch umschreiben, ohne Werbung!
Bio-Butter (echte Sauerrahmbutter - nicht die "mild-gesäuerte") - und Bio-Sahne, die so schön aufrahmt - z.B. für den Kaffee oder die Rahmschicht als Brotaufstrich - sind z.B. in Maßen akzeptabel, da nur ganz geringe Mengen artfremdes Eiweiß enthalten ist. Allerdings sind die fürs Kälbchen bestimmten, für den Menschen jedoch untauglichen Wachstumshormone auch in diesen beiden Milchprodukten enthalten.
Nun ich esse das, was mir schmeckt. Das ist meistens das, was der Körper benötigt.
Morgens gibt es bei mir ein bis zwei Vollkornbrote, die lege ich auf den Teller und gieße je nach Brotmenge zwei bis vier Eßlöffel kaltgepreßtes Olivenöl darüber. Früher nahm ich Quark. Darauf kommt eine mittlere in Scheiben geschnittene rohe Zwiebel (für den Blutfluß). Wieder je nach Brotmenge gibt es darauf zwei bis drei zart gebackene Spiegeleier. Früher wurden darauf noch ein bis zwei Scheiben Käse mit erhitzt. Jetzt nehme ich Schnittlauch oder den Lauch von Frühlingszwiebeln. Dazu gibt es grünen Tee mit (frischer) Zitrone und zwei Würfel Rohrzucker. Das esse ich schon seit Jahren. Es schmeckt mir immer noch und hält bis nachmittags vor. Eine Banane, Weintraube, Birne oder ähnliches esse ich vorher, denn Süßes macht ggf. wieder neuen Appetit.
Mittagessen (meist gegen 15 Uhr).
Heute gab es Linsen-Eintopf (Eiweißspender), mit etwas Olivenöl, Möhren und Kartoffeln. Vorweg, wie täglich, einen großen gemischten Salat. Sehr lecker ist auch Hirse (glutenfrei) mit Weißkohl oder Rosenkohl etc. (Hirse ist in den meisten afrikanischen Ländern sehr gesundes Hauptnahrungsmittel). Weiße Bohnen sind auch ein guter Milchersatz. Und warum nicht "mal" etwas, wenn möglich, Bio-Fleisch (Geflügel, Rind etc.) oder auch Fisch.
Abendessen:
Ein bis zwei Scheiben Vollkorn-Brot mit einem vegetarischen Brotaufstrich (muß ja nicht das grantig schmeckende Tartex sein!), oder auch mal ein paar Scheibchen Räucherlachs. Auch Reste vom Mittagessen kann man noch verputzen, Obst und Gemüse nach Belieben (Radieschen; Kohlrabi etc.). Dazu ein alk-freies Bier.
Wenn man eine Eismaschine hat (aber eine echte, nicht eine, die vorher 24 Std. in die Tiefkühltruhe muß), kann man sich leckeres Eis z.B. aus frischem O-Saft oder anderen Früchten selber machen (Sorbet). Etwas Zucker oder Honig kann ja auch rein.
Soja-Milch in den Kuchen, nein danke! Soja-Milch soll für Kleinkinder sogar höchst bedenklich sein! Nun, in Kuchenbäckerei kenn ich mich nicht aus, aber das gibt es sicher auch Rezepte ohne Soja- oder Kuhmilch. Vielleicht tut es ja auch - gelegentlich - ein Stück Obstkuchen vom Bäcker.
Meine Waage befindet sich noch im Rheinland, da ich noch nicht vollständig in die Lausitz umgezogen bin. Aber das
Abnehmen scheint im Gange zu sein, denn der Abstand zwischen Lenkrad und Bauch ist gewachsen

Muß ja auch sein, denn ist doch eine ganze Menge an Kalorien, die allein durch den Verzicht auf die Milchprodukte eingespart werden. Und der ewige "Hunger"/Heißhunger ist weg. Ich muß also nicht mehr (auch nachts) um den Kühlschrank schleichen, um irgend etwas zu "vermampfen", was auch wieder Kalorien erspart.
Kein Käse? Käse ist hochkonzentriertes artfremdes Eiweiß, dessen Denaturierung bereits beim Bauern beginnt (Milch wird fast bis zum Gefrierpunkt abgekühlt, weil sie nur noch alle zwei bis drei Tage von der Molkerei eingesammelt wird). In der Molkerei geht es dann weiter: kühlen, erhitzen, Homogenisierung, und viele weitere unschöne Sachen, die der Gesundheit abträglich sind.
Joghurt? In meiner Jugend verkaufte man Joghurt in 1/4 Liter Milchfläschchen (auch in speziellen "Milch-Bars"). Der schmeckte angenehm säuerlich, war stichfest und galt als Beitrag für ein langes Leben. Heute heißt er Joghurt-mild und hat mit dem ursprünglichen Joghurt fast nichts mehr gemein, da man in ihn u.a. viel Molke "einbaut" (die verdirbt in wenigen Stunden und ist gut als Abführmittel, ins Abwasser gebracht, löst Molke Fischsterben aus). Molke enthält zudem viel Laktose (Milchzucker). Soll Laktose nicht im menschlichen Körper Unheil anrichten, ist Laktase zu Abbau erforderlich. Die Laktaseproduktion geht jedoch nach dem Abstillen verloren (wie bei ca. 15 % der Deutschen). Die übrige Bevölkerung hat sich über ca. sechs Jahrtausende mit der Laktose arrangiert und vorwiegend gesäuerte Milchprodukte in geringen Mengen verzehrt. Nun aber wird die Laktose-tolerante Bevölkerung mit Milchzucker überflutet und reagiert ähnlich wie die Menschen mit Laktose-Intoleranz (so sie ihr Laktoseproblem nicht kennen und vorbeugen) mit allerlei Krankenheiten, von Adipositas (Fettsucht), Herz-Kreislauf-Problemen, Osteoporose bis Krebs etc., übrigens alles Krankheiten, die in nicht-Milch-produzieren Ländern (80% der Weltbevölkerung) nahezu unbekannt sind.
Übrigens, würde den Milchprodukten ausreichend Zeit zur vollständigen Säuerung gegeben, was aber nicht Fall ist, würde ein großer Teil der Laktose (Milchzucker) abgebaut.
Deshalb Käse, "mildgesäuerte Butter", Joghurt-mild oder Kefir-mild - nein danke.
Daß gesäuerte Milch zu faulen Zähnen führt, wußte schon Galen von Pergamon. Der war ein berühmter Arzt in Rom, 2. Jahrhundert n.Chr.
Viel gäbe es noch zu sagen über die Milch, aber man kann es auch nachlesen.
Viele Grüße