Ich hab sowas wie ne Sportsucht entwickelt. Ich hatte ja in den vergangenen Jahren immer so Phasen, da hab ich eine oder zwei Wochen intensiv was gemacht und danach wenn der Alltag reingehauen hat, hab ichs schleifen lassen.
Aber dadurch, dass ich so tolle Erfolge in der Diät hab und merke, dass ich an Lebensqualität gewonnen habe, macht mir das sowas von Spaß, dass ich eigentlich fast täglich, solang mich nicht grad Muskelkater plagt, was mache.
Ich hab diese Woche Montag joggen für ne dreiviertel Stunde, Dienstag im Fitnessstudio und ne halbe Stunde auf dem Crosstrainer mit anschließendem Krafttraining, Mittwoch wieder dreiviertelstunde joggen und Donnerstag Fitnesstudio. Gestern hatte ich dann Fußballtraining, wo ich wie nen psycho über den Platz gerannt bin, motiviert durch die hammer Fitness und Kondition die ich mir antrainiert hab und darauf war ich arbeiten in nem Club, wo ich die halbe Nacht an der Garderobe jacken von A nach B und zurück geschleppt hab ohne Pause.
Ich hab gemerkt, dass ich das inzwischen brauche. ich hab Januar und Februar abgenommen ohne Sport zu treiben, weil ich viel rumgelaufen bin mit meiner Ex-besten Freundin. Ich war sehr abhängig von ihr was Zeit angeht und hab folgedessen meine Bedürfnisse und meine Pflichten ( Studium ) total vernachlässigt. Letzten Monat hat sie mir dann durch ne ziemliche Gemeinheit die Freundschaft zu ihr zerstört und es ist recht unschön auseinander gegangen. Danach wusste ich nicht, was ich mit mir anfangen soll.
Es ist irgendwie leer, wenn man sonst täglich mit jemanden mindestens 5 Stunden verbracht hat und dieser jemand auf einmal nicht mehr da ist. Insofern hab ich mit Sport angefangen und man kann eine Sucht im Prinzip nur durch einen andere ersetzen...und das ist eben das joggen und Fitnesstraining.
ich bin mit meinen 120 Kilo zwar immer noch kein Adonis, aber ich merke, dass ich viel mehr Selbstvertrauen hab, mir Kleidung passt, die vorher nicht gepasst hat. Im Dezember hab ich Oberteile, T-shirts usw. gar nicht mehr angeguckt, wenn nicht mindestens 3XL drauf stand. Heute bin ich irgendwo zwischen XL und XXL.
Ich kanns im Grunde nicht erwarten irgendwann bei L bzw XL zu landen und endlich in solchen Läden wie H&M einzukaufen. Ich war eigentlich immer nen Rebell und hab mich nicht an Mode usw. orientiert...aber zu wissen, dass ich endlich "normal" sein kann und auch mal schwach werden darf in so nem Laden, dass motiviert mich und das will ich erreichen.
So...ich glaub ich hab euch mein leben runtergetextet XD haha...hoffe es stört euch nicht, dass ich so viel über mich geschrieben hab.