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Hallo, ich habe dieses Tagebuch eröffnet, weil ich wie ihr alle abnehmen möchte, weil ich mich gut fühlen möchte, weil ich mich sexy finden möchte und leicht wie eine Feder durchs Leben gehen möchte, wie eine Gazelle durch die Steppe ziehen. Ich möchte euch bitten keine Kommentare zu schreiben zumindest nicht hier im meinem Tagebuch. Doch eure Komentare möchte ich dennoch lesen, bitte schickt mir diese per PN. Vielen Dank im Voraus !!!
Ich heiße natalie und bin 26 jahre jung. Bin zudem tod unglücklich über das was ich jeden morgen im spiegelbild so sehe. Es ist schrecklich. Ich habe keine Ahnung wie viel ich genau wiege so um die 77 kg bei einer größe von 1,70m. Und dies ist definitiv kein normalgewicht und schon gar nicht mein traumgewicht. Ich frage mich wo soll es lang gehen. Ich sehe mein gewichtsproblem wie ein pfeil auf einer skala. Geht es evtl. immer mehr nach oben. Oh Gott behütte mich davor, das würde heißen, dass ich mein lebenlang nie mein wunschgewicht erreichen werde, immer diesen schlanken frauen hinterher gucke und mich nur mit pumeligen wohl fühlen werde da diese ja keine konkurenz darstellen sondern lediglich das gleiche sind wie ich selbst bin. Aber vielleicht, ein kleiner hoffnungsschimmer bleibt noch in mir, geht dieser pfeil auch nach unten. Ich werde endlich größe 38 tragen können, fit sein, mich gut fühlen - diese Vorstellung ist so nah wenn ich meine augen schließe. Ich denke an die frauen die auf den roten teppichen laufen, derer kleider mit tiefen dekollete versehen sind und nicht zu vergessen, extrem tailliert. Doch wenn ich meine Augen wieder öffne und meine wabelige bauchfalte vor mir sehe da entfernt sich diese schöne vorstellung so rasant von mir wie eine nasa rakete von der erde. Und obwohl man sich ja so sehr bewusst ist wo das eigentliche problem liegt ist es um so schwieriger davon zu kommen. Heute habe ich mir drei pakete süßigkeiten rein geschauffelt, mir wird ganz schlecht bei diesem gedanken! Sogar abartig!!! Wie ein Masttier komme ich mir vor, mein armer magen was er wegen mir durchmachen muß. Ich zerstöre mich selbst, erst äußerlich und später, dies ist noch viel schlimmer, innerlich. Ich bin so leer.
So bin jetzt seit zwei Tagen dabei und fühle mich so lala. Gestern hatte ich meinen vorletzten Rückbildungskurs, die Frau macht mich alle. Man glaubt es kaum, der Beckenboden ist unsere Mitte doch es ist sauschwer diese zu orten und vorallem zu halten in jeder Position. Na mit jeder Position davon bin ich Meilen weit weg. Ich habe alles gegeben, geschwitzt ohne Ende. Kurz nach den Übungen ist mir so schwindelig geworden, das hat ich schon lange nicht mehr gehabt. Doch ich habe alles überstanden! Bin mega stolz auf mich! Doch heute sah es etwas anders aus, meine Knie schmerzten und vor allem die Bauchmuskulatur. Sport ist Mord und dieser Spruch kommt nicht von irgendwoher. Der trifft genau ist schwarze. habe Gestern 300g abgenommen und fragte mich heutmorgen schon ob die Mühe wirklich wert ist. Aber ich gebe nicht auf. In Grund sind 300g schon viel, ich meine, dass ist mehr als ein Päckchen Butter. Umgerechnet auf die ganze Woche - ja doch, es lohnt sich auf jeden Fall. habe ja noch meine ganze Kleidung die ich auch vor meiner Schwangerschaft getragen habe. Dort will ich hin, das ist meine erste Ettape. Man setzt sich immer große Ziele, man größter Ziel was die Nahrungsumstellung betrifft ist, 20 kg abzuspecken.
Ob das klappt - werden wir sehen. Ich war nie besonders schlank, hatte auch schon mit 15 die Größe 40 gehabt und die habe ich bis zum 20. Lebensjahr auch beibehalten. Dann kam die Hochzeit und unser erster Sohn ist geboren worden. Eine schreckliche Erinnerung, die Geburt hat fast drei Tage gedauert. Naja, habe meine Ausbildung weiter gemacht und mit Erfolg vor zwei Jahren bestanden. Jetzt bin ich gelernte Steuerfachangestellte. Damals habe ich mir geschworen wenn ich jemals noch ein Kind bekommen sollte, dann werde ich nicht eher arbeiten gehen bis das Kind drei Jahre alt geworden ist. Mein zweiter Sohn war noch keine zwei Monate alt, da bin ich wieder arbeiten gegangen. Stundenweise aber immerhin. Wenn man jahrelang unter Volldampf gelebt hat, kann man nicht sein Leben auf einmal total verändern und sich selbst vormachen, dass man wirklich auf Dauer ohne Probleme umstellen kann. Ich kann es zumindest nicht.