Hallo, mit diesem Satz möchte ich mein Tagebuch beginnen.
Ich möchte es all jenen zeigen, welche an mir und meinem Durchhaltevermögen zweifeln. Jenen Menschen, die in den letzten Jahren kein gutes
Haar an mir gelassen haben.
Ich bin mir sehr wohl bewußt, das ich nicht für sie oder andere
abnehmen. Ich nehme nur für mich und meine Gesundheit ab.
Auch ich habe mir die Fragen kopiert und darüber nachgedacht:
1) Wie viel Gewicht möchtest Du verlieren?
Ich möchte gesamt 60 kg verlieren
2) Bis wann möchtest Du Dein Wunschgewicht erreichen?
Der Zeitraum spielt keine Rolle
3) Wie wirst Du Deine Ziele erreichen, welche Methoden möchtest Du anwenden?
Ich achte sehr auf die Kcal, mache Bewegung
4) Wer oder was kann Dich bei Deiner Zielerreichung unterstützen?
Mein Gatte unterstützt mich sehr, da er auch abnimmt und all die netten Menschen, welche ich hier im Forum schon getroffen und kennengelernt habe.
5) Wie realistisch sind Deine Ziele?
Meine Ziele denke ich das realistisch sind, ich bin ein sehr konstruktiver Mensch, der auch sehr realistisch ist.
6) Wann wirst Du beginnen?
Ich habe am 11. 12. 2007 begonnen mit der Kur in Aflenz, ich bin jetzt mittendrin.
Begonnen, gestartet habe ich mit 123,5 kg und habe heute in der Früh 111,2 kg gewogen.
Die letzten Tage war mein Gewicht sehr schwankend. Ich habe aber auch die Tage. Das ist ja wohl was ganz normales.
Im Jahr 2000 zog ich aus dem wohlbehüteten, eigentlich bewachten Bereich der Familie aus. Ich ging mit meinem Sohn nach Wien.
Damals hatte ich eine Kampfgewicht von 135 kg. Ich hatte an Depressionen gelitten und brach aus dem Familienverband aus.
Ich hatte als Kind Übergewicht. Meine Eltern schickten mich auf ein Diätlager, wo ich mir heute denke, das die nicht genau wußten was sie taten. Es gab keine Abwechslung in der Ernährung, jeden Tag gabe es Hendelfleisch, gebraten, gedünstet, faschiert. Sie legten zwar jeden Tag großen Wert auf Bewegung, aber schauten nciht, welche Sportart wem besser liegt.
Ja ich habe dort abgenommen.
Mit 17 Jahren bin ich dann in die Schwesternschule gezogen. Meine erste Unabhängikeit.
Ich begann dort zu sporteln. Wie Tanzen und Kampfsport.
Diplomiert habe ich 1991 mit Kleidergröße 38/40. Also doch relativ
schlank.
Ich lebte damals auch in einer Beziehung. Wir hatten uns verlobt, dann kam ich ihm auf einiges drauf und habe ihn hinausgeschmissen. Ich war damals schwanger von ihm - und wusste es nicht.
Ich war schon in der 16. Woche als ich es erfuhr. Ich hatte gerade den Job gewechselt. Und schon musste ich in den frühzeitigen Mutterschutz, da ich nur Probleme in der Schwangerschaft hatte.
1992 kam mein Sohn auf die Welt. Dannach begann ich zu fressen. Ich bekam so massive Depressionen, das ich den Kühlschrank oft 2 - 3 täglich auffüllen mußte. So hatte ich dann innerhalb kürzester Zeit (3Jahre) eine Gewicht von 175 kg auf den Rippen.
Ich habe aber trotzdem meinen Job gemacht und mein Kind versorgt. Ich war für alle da und habe immer geholfen, wo ich nur konnte.
Irgendwann wurde es mir selber zu viel. Ich begann mit der Trennkost und habe in 3 Monaten 30 kg abgenommen. Langsam ging es dannach weiter.
1997 bis 1998 habe ich dann meine
Reiki Ausbildung gemacht. Das hat sehr vieles bei und in mir bewirkt.
Ich konnte erkennen, das ich aus der Familie raus mußte.
Nicht das ich meine Familie nicht liebe, aber mich erdrückte sie.
Wie gesagt 2000 bin ich dann mit 135kg nach Wien gezogen. Dort konnte ich wieder weiter abnehmen.
2003 lernte ich dann meinen Mann kennen und erfuhr wieder wie es ist geliebt zu werden. 2004 hatten wir geheiratet.
Mittlerweile sind wir schon 4 Jahre verheiratet. Ich bin glücklich und bin froh, das ich so viel Rückenstärkung von meinem Roland erfahren darf.
Heute habe ich 111,2 kg, ich wiege mich täglich und achte sehr auf meine Kalorien. Ich versuche jeden Tag 35 min. zu radstricken.
Ich möchte in diesem meinem Tagebuch mein tägliches Gewicht eintragen. Erfolge und Mißerfolge berichten.
Meine kleinen und großen Sorgen mitteilen.
Mir wieder alles von der Seele schreiben.
Also liebes Tagebuch, auf eine schöne Zeit
Alexandra