--Edit am Anfang gleich mal--
Vielleicht vorneweg noch ein paar Worte zu mir selbst und meinem Weg, bis zu den 127kg, mit denen ich letztes Jahr angefangen habe, abzunehmen.
Ich war schon immer moppelig, meine Eltern haben mich immer gut gefüttet, schon mit 5 Jahren war ich übergewichtig, mit 11 war ich auf Kur, hab da auch gut abgenommen, aber kaum daheim, natürlich wieder zugenommen. Bei uns gab es kein gesundes Essen, viel Fleisch mit viel Soße, ich hab teilweise bis zu 3x täglich warm bekommen (Mittags im KiGa oder später im Hort, Nachmittags ne Zwischenmahlzeit daheim und Abends auch nochmal) ausserdem wurde fast nur Cola etc getrunken.
Als ich mit etwa 13 Jahren dann bei einer Größe von ca 1,60 schon 80 kg auf die Waage brachte, beschloss ich, daß ich Sport machen muß. Ich fing an im Verein zu Schwimmen, machte Taek-Won-Do, spielte Fußball im Verein und am Wochenende war ich im Reitstall. Man kann also sagen, daß ich 7 Tage in der Woche sportlich aktiv war. Das zeigte natürlich Wirkung und ich war relativ schnell und problemlos wieder bei 65 kg angekommen.
Dann hatte ich im Alter von 16 einen schweren Reitunfall, bei dem ich mir beide Hüftgelenke kaputt gemacht habe, zusätzlich noch 6 Wirbel angebrochen oder gebrochen hatte. Ich landete im Rollstuhl, der mich 6 Monate begleitete, danach musste ich in der Reha das Laufen wieder lernen. In dieser Zeit war natürlich nix mit Sport und ich nahm rapide zu.
Am Ende waren es ganze 30kg die ich mehr drauf hatte. Nachdem auch danach nix mit Sport war, wurde ich zusehends dicker und dicker und als ich dann schonmal so dick war, wars mir eigentlich auch schon egal und ich hab angefangen, aus Frust über meine Zunahme, noch mehr in mich hinein zu stopfen. Das Endresultat dieser über Jahre dauernden Odysee waren eben im Sommer 2006 ganze 127 kg bei einer Körpergröße von ca 1,72m. Der erste Knackpunkt kam, als ich auf der Terrasse stand und eine geraucht habe. Es war ein schöner Tag, ich blickte nach drinnen ins Wohnzimmer um zu schaun, was der Hund so treibt und sah dabei mein Spiegelbild in der Terrassentür. Mein Gedanke war genau dieser "Mein Gott, bist du ne hässliche, fette Pflunze geworden" - 2 Wochen später war ich im Fitnessstudio angemeldet und habe dort dann über einen Zeitraum von 6 Monaten auf ca 111 kg abgenommen.
Dann hatte ich im Februar einen Bandscheibenvorfall und musste mit dem Sport pausieren, weil ich mich vor Schmerzen kaum rühren konnte und als das vorbei war, hatte ich panische Angst vor dem Studio, weil ich die Trainings danach immer wieder Schmerzen hatte, also ging ich einfach nicht mehr hin. Seit Februar hab ich wieder ca 5 kg zugenommen und bin eben bei knapp 116 gelandet, genau an diesem Punkt, beginnt mein neuer Abnehmweg.
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So, die Motivation ist endlich da, heute gings los und da will ich doch gleich mal ein Tagebuch anlegen um zu sehen, wie ich voran komme.
Nachdem ich im letzten Jahr von 127kg auf aktuell knapp 116kg runter gekommen bin, hab ich die letzten Monate sehr geschlampert, mir fehlte die Motivation und der Wille total. Nachdem ich jetzt seit einiger Zeit in einer neuen Clique bin und wir nächstes Jahr im Juli alle zum Gardasee wollen ist mir klar, so wie ich aktuell aussehe, will ich da nicht rumlaufen. Scherzhaft hab ich neulich noch gesagt "Nicht das ich dann da am Wasser liege und ein Greenpeace-Aktivist mich unter -Rettet die Wale- rufen zurück ins Wasser schubst"
Leider kann ich die nächsten 6 Wochen keinen Sport machen, da ich mir letzte Woche einen Bänderriss zugezogen habe, aber wird schon trotzdem irgendwie gehen.
1) Wie viel Gewicht möchtest Du verlieren?
Ganz langfristig wären so um die 40kg schön, bei einer Größe von 172 wär ich mit 75kg schonmal sehr zufrieden. Bis zum Urlaub bin ich schon dankbar, wenn ich unter die 100kg Grenze komm, 90 wären noch besser
2) Bis wann möchtest Du Dein Wunschgewicht erreichen?
Bis Juli auf max 90kg wär momentan super
3) Wie wirst Du Deine Ziele erreichen, welche Methoden möchtest Du anwenden?
Wieder mehr auf meine Ernährung achten, weniger Alkohol an den Wochenenden, Spezi und Co wieder weglassen. Erstmal auf maximal 1300 kcal runterschrauben, wenn ich später wieder Sport dazu mache, fahr ich die kcal auf 1600kcal hoch, so sind die ersten 11 kg auch gepuzelt
4) Wer oder was kann Dich bei Deiner Zielerreichung unterstützen?
Aufraffen muß ich mich wohl alleine, ich hoffe das ich übers Forum ein paar Leute aus der Nähe finde, die mitziehen
5) Wie realistisch sind Deine Ziele?
Ich denke 40 kg auf 1 Jahr angesetzt, ist durchaus realistisch
6) Wann wirst Du beginnen?
Heute gings schon los.
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Heute gegessen:
Frühs: Nix, zu lange geschlafen
Mittag: 2 Putenschnitzel, ohne Öl gebraten, dazu 1 gelbe Paprika roh
Abend: bis jetzt noch nix, werd mir wohl nen Joghurt mit nem Löffel Haferflocken und nem halben Apfel machen.
So, das war mal Tag eins

...und für alle Iinteressierten, hier mal Fotos mit 127kg (letztes Jahr) sowie mit den aktuellen 115kg (Foto 2 Wochen alt)
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