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Hallo ihr lieben,
ich weiß, dass ich eine sehr schwer zu beantwortende Frage stelle und das diese auch vielleicht etwas merkwürdig ist, aber ab wann ist jemand essgestörrt ?
Natürlich gibt es mehrere Arten dieser wie z.b. Magersucht, Bulimie. "Sportsucht" und binge eating disorder, wobei ich auf das letztere zurückgreifen möchte.
Ich habe Sorge Essgestörrt zu werden Wahrscheinlich ist jeder bis jeder 2 Mensch essgestörrt, wenn er sämtliche Fraben bzw Tests ankreuzt, aber ab wann kann man sagen, dass jemand unter binge eating disorder leidet?
Ich will nun schon seit 4Jahren abnehmen, wobei ich "erst" seit ca. 1-2Jahren damit angefangen habe. Ich zieh dieses nie wirklich lange& dauerhaft &konsequent durch. Letztes Jahr habe ich meine große Liebe die unbewusste Sucht der Nutella beiseite gelassen und bin nen paar Monate regelmäßig joggen gewesen.
Seit diesem Jahr aber habe ich mich gründlich mit dem Thema Ernährung&Abnehmen beschäftigt, wie auch mit dem Kalorienzählen.
Ich würde sagen, dass ich eine 1A Theorie habe Dank dem Kalorienzählen, weiß ich, dass Schokolade&Süßes nicht böse ist und nicht dick macht,solange man es sich einzuteilen weiß. Ich gehe anders "an das Essen ran" und weiß mir Sachen einzuteilen, wieviele kcal etwas hat und das diese 5 großen Kartoffeln und diese Kalorien nicht sein müssen, auch wenn es super lecker ist und es heißt " Kartoffel = Gemüse = gesund = kein dickmacher".
Als ich mit dem Kalorienzählen angefangen habe, hätte ich heulen können, wenn ich 500-1000kcal über meinem Gesamtumsatz war und dachte auch, essgestörtt zu sein. Jetzt ist es mir manchmal egal und ich esse und esse und esse und will es gar nicht aber esse und bin auch schonmal bei überschlagenen 1000-2000 kcal über meinem Gesamtumsatz. Ich esse mal eben 1- 1,5 Tafeln Schokolade + weiteres Essen /+ weitere Süßigkeiten /+ mehrere Portionen Schokomüsli /+ Kakao. (So wie heute, wobei ich "nur" bei überschlagenen 500-800 kcal über meinem Gesamtumsatz sein müsste. Das ist ja noch in Ordnung, aber es doch nicht normal, innerhalb ein paar Stunden oder sogar auf einmal eine Tafel Schokolade zu essen, wie auch viele andere Portionen,andere Sachen ? Meine Kalorienbilainz ist vielleicht nicht allzu hoch, weil ich eine Portion Müsli bei mir "nur" 30-50gr sind und ich sonst auch Kalorien einspare. Woran macht man denn jetzt binge eating fest ?
An der Kalorienmenge oder an der Nahrungsmenge ?
Wieviel und wie oft und was isst man dann so ?
Und ich habe Angst, dass meine Fressattacken nicht nur eine Phase sind, sondern dass es zur Normalität wird.
Für mich ist es persönlich sehr anstrengend. Nicht nur weil es auf meine Psyche geht,sondern weil ich mt einem sooo vollen Magen ja auch nicht joggen gehn kann und weil ich nicht zunehmen will und endlich mit dem **** Thema Essen und Abnehmen fertig werden will und schlank und zufrieden sein will / möchte
Was können Folgen, gesundheitliche Schäder von Fressattacken und binge eating werden ?
Wann und wie leidet der Stoffwechsel darunter ?
Ich persönlich meine nämlich einen ziemlich guten Stoffwechsel zu haben, den ich mir nicht runieren möchte.
Vielen Dank schonmal
Ps : Ich informiere mich gerade im Internet und da steht zum einen :
Typisch für Binge Eating Disorder (BED):
# Geringe körperliche Bewegung und Aktivität.
# Bevorzugen bewegungsarmer Freizeitbeschäftigungen wie fernsehen und Computer spielen.
# Herunterschlucken von Gefühlen (Ärger, Wut, Traurigkeit, Freude).
Diese 3 Punkte treffen keineswegs für mich zu. Ich finde Sport ganz toll und würde macnhmal gerne mehr machen. Nur ist das aufrappeln manchmal sehr schwer für mich r oder es macht mir alleine keinen Spaß oder ich habe keine weiteren Möglichkeiten. Jedoch habe ich keinen Problem mit Sport und freu mich oft darauf. Bin sogar das beste und schnellste Mädchen aus der Klasse =)
Ebeneso ein sehr fröhlicher Mensch, der gerne lauthals lacht und schreit und etc
Deine Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn die Grenze zwischen dem was noch als normales Essverhlten angesehen wird und einer Essstörung ist sehr fein. Eine genaue Antwort kann Dir also nur der Fachmann (Arzt/Ernährungsberater) geben. Trotzdem hier mal ein paar Gedanken:
1. Dauer: Wie lange hast Du diese Fressattaken schon? Sind sie erst aufgetaucht, seit Du versuchst abzunehmen? Wenn ja, würde dies wohl auf die typischen Fressattacken von Diät haltenden Menschen hindeuten.
2. Alter: Bei jungen Menschen sind solche Fressattacken häufig. Sie hängen oft auch mit den hormonellen Veränderungen zusammen, die ja in diese Lebensphase fallen. Ich hatte in meinen teeny-Jahren auch solche Fressanfälle.
3. Menstruation: Viele Frauen entwickeln während den Tagen vor den Tagen Heisshungergefühle und essen deutlich mehr als sonst. Meist legt sich das sobald die Periode eingesetzt hat, bzw. wenn sie wieder vorbei ist. In dieser Zeit hat frau übrigens ohnehin einen erhöhten Kaloriebedarf.
also so wie du es beschreibst hast du eher keine Binge Eating Disorder...lies doch mal bei wikipedia...da steht gleich am anfang das "ausschlaggebendste" für binge eating...nämlich UNKONTROLLIERTE Nahrungsaufnahme, mit extrem hoher Kalorienzahl. Bei einer Portion von 30-50g Müsli und 1000kcal über deinem Grundumsatz würd ich lange nicht von unkontrollierter Nahrungsaufnahme reden...im Gegenteil ich würde sagen du kontrollierst übergenau.
(In meinen besten zeiten hab ich es geschafft bei Mäcdonalds locker mal bei einer mahlzeit 3000kcal zu verdrücken (2Burger, große Pommes, große Cola, Eis) deswegen ist das noch kein Binge eating...es ist einfach ne zu große mahlzeit von etwas das viele Kalorien hat...Binge Eating wäre wenn ich 6,7 Burger, Eis, Shakes, Pommes etc etc alles zusammen und durcheinander gegessen hätte vollkommen ohne Sättigungsgefühl und Kontrolle - die leute kommen bei so einer Binge Eating "Session" auf kalorienzahlen oft weiter über 5000 kcal)
Was auf dich allerdings schon zutrifft ist dass du offensichtlich unter diesen "Freßattacken" leidest und auch Schuldgefühle deswegen hast...insofern bist du schon auf dem weg ein unnatürliches Verhältnis zu essen aufzubauen...wobei das hier wahrscheinlich jeder zweite hat irgendwie...
Überleg dir mal zu welchen Zeiten du diese "Anfälle" hast und was für dich auslöser ist...ich find da die ansätze von katalen schon ziemlich gut...vielleicht kannst du es kontrollieren wenn du für dich festgestellt hast worans liegt.
Hallo Kastalen,
dankeschön schon einmal für deine Antwort.
Ich bin 16Jahre alt, also noch im Teeniealter
Oft ist es bei mir nur die Lust zu essen oder weil's so lecker ist oder weil wir ausgerechnet heute das da haben usw...
Aber ich habe mich auch schon dabei ertappt, dass ich esse, um mich selbst zu testen. Irgendwie mache ich mich indirekt damit fertig um sagen zu können "Siehst du, du kannst schon wieder nicht standhalten. Siehst du, du ist wieder nicht nur ein Stück, sondern gleich alles" oder "jetzt ist eh alles egal".
Als Kind habe ich nie besonders viel gegessen, außer ganz viel Nutella und Obst und Süßigkeiten. Aber ich war immer sehr dün, das wohl an meiner Hibbeligkeit und meiner vielen Bewegung lag. Mit 10/12 Jahren bewegte ich mich immer weniger, aß trotzdem noch das viele Nutella und zusätzlich "Mamas-Essen".
Mit 12 habe ich festgestellt, das ich unglücklich bin und weniger auf den Rippen habe möchte. Wobei man sagen muss, dass ich wahrscheinlich nie mehr als 5kg richtiges Übergewicht hatte. Mit 12Jahren habe ich mich dann auch an meiner Schwester orientiert, die in ihrer Jugend immer schlanker wurde und dies dann auch blieb. Ich habe mir immer gesagt " Die ist doch auch noch was, und sie ist schlank. Das kannst du also auch".
Was keiner wusste - sie ist Bulimikerin.
(Weshalb ich Angst habe auch gefährdet sein zu können essgestörrt zu werden. Oder ich bin "normal", nur überempfindlich)
Wenn ich bei Freundinnen war, haben wir uns auch mal eben 4,5 Nutellatoasts reingehauen. Ich bin also wohl schon immer ein Mensch gewesen, der gerne viel gegessen hat. (Familie hat immer gesagt und sagt dies heute auch noch : Raupe Nimmersatt und trotzdem (recht) schlank.
Zu deinen Fragen :
1. Ich weiß es nicht Aber ich sag jetzt mal, dass mir dieses seit dem abnehmen bewusst geworden ist. Nur seit einigen Wochen- vllt. 2Monaten sind sie mir als sehr negativ erschienen. Ich habe anscheined zur Zeit keine Lust&Kraft zum abnehmen gehabt
Dabei esse ich aber besonders viel Quark,Joghurt, Schokomüsli, Schokolade, Kuchen und vllt 1-2 Brote oder noch 1/2-1 Portion Mittagessen.
Auch bei Freunden greife ich viel zu den Süßigkeiten .
Aber auf Geburtstagen zum Beispiel sagen Freunde oder ein Freund dann auch immer zu mir "Wieviel du schon wieder gegessen hast. Du bist doch nur am essen. Und alles durcheinander. Das du nicht am platzen bist. Dabei kann ich schon viel essen, aber du...."
Das stimmt allerdings, aber wenn ich weiß, dass solche Partys anstehen, esse ich den Tag verteilt auch weniger..
2. Oben bereits beantwortet --> Teenie
3. Das konnte ich auch schon bei mir entdecken, dass ich vor der Periode starken Appetit, der aber währdent meienr Tage verflogen war.
Heute habe ich zum Beispiel wieder ein gutes Gefühl. Ich hatte heute keine große Lust&Appetit etwas zu essen und war nach 1Toast schon satt. Habe dann noch ein 1/2 Vollkornbrot gegessen, weils im Toaster war und bin danach fast geplatzt.
Was mich gereade auch beruhigt ist, dass meine Freundin mir letztens gesagt hat, dass sie wieder eine Fressattacke gehabt hatte und mir aufgezählt hat, wieviel sie gegessen hat. Das war auch viel. Vielleicht bin ich wirklich nur überempfindlich - ich hoffe es sehr
Meiner Meinung nach ist man nicht essgestört, sobald man soundsoviele Punkte einer Skala erfüllt.
Für mich hängt das vom Leidensdruck ab.
Wie schon erwähnt wurde- Sobald du keine Kontrolle mehr hast, dein normales Leben eingeschränkt wird etc.... Ich finde, wenn es soweit ist, ist es pupsegal ob die Essanfälle jetzt 1mal oder 20mal die Woche stattfinden.
Habe oft erlebt, wie sich Betroffene nicht getraut haben Hilfe zu holen, weil sie nicht alle Kriterien erfüllten. Finde das wirklich erschreckend...
Und zu guter letzt- Ich habe lange selbst nach einer genauen Bezeichnung meiner ES gesucht, gegoogelt, gelesen... Aber ist es wirklich so wichtig, dass du dein inneres Monster X oder Y nennen kannst?
Finde es gradezu gefährlich- Ich habe mich irgendwann richtig reingesteigert, damit ich irgendwann "eine echte Bulimikerin" bin, mit allem Kriterien... Hört sich saublöd an. Aber habe es in der Klinik von sehr, sehr vielen auch so gehört...
Hoffe ich habe nicht am Thema vorbeigeschrieben... Sorry!
Und zu guter letzt- Ich habe lange selbst nach einer genauen Bezeichnung meiner ES gesucht, gegoogelt, gelesen... Aber ist es wirklich so wichtig, dass du dein inneres Monster X oder Y nennen kannst?
Finde es gradezu gefährlich- Ich habe mich irgendwann richtig reingesteigert, damit ich irgendwann "eine echte Bulimikerin" bin, mit allem Kriterien... Hört sich saublöd an. Aber habe es in der Klinik von sehr, sehr vielen auch so gehört...
Das ist nicht nur bei Essstörungen so, sondern bei einigen anderen psychischen Krankheiten dasselbe Phänomen - gerade, wenn ein festes, eigenes Selbstbild fehlt und man beginnt, sich damit zu identifizieren.
So, genug kluggeschissen (oder geklug******t?) ^^
LG
Surreal,
die ebenfalls seit Jahren mal mehr und mal weniger starke Züge von BED hat und auch nicht weiß, wie sie so recht da wieder rauskommt..