Hallo jalischa,
ich weiß zwar nicht, wie das wissenschaftlich aussieht, kann aber einen Erfahrungsbericht geben.
Ich habe vor etwa 9 Monaten mit dem Nordic Walking angefangen, weil ich durch eine beginnende Knie-Arthrose fast nicht mehr gehen konnte. Beim Treppengehen hab ich mich am Geländer hochgezogen oder beim Runtergehen an beiden Seiten abgestützt, sonst hätte ich nur auf allen Vieren krabbeln können. Jede Bewegung tat weh, Hinknien ging gar nicht mehr. Es war echt grausam. Außerdem hab ich noch eine Spinalkanal Stenose (Verengung des Rückenmarkkanals), die mir beim Gehen/Laufen stark zu schaffen macht.
Tja, und dann das Walking - erstmal nur so 20 bis 30 Minuten am Tag. Auch dabei hatte ich erst noch leichte Schmerzen. Bergab ging fast gar nicht. Aber es wurde immer besser. Zusätzlich hab ich noch Glucosaminsulfat genommen (ich weiß, das ist umstritten, aber mir hilft es sehr). Nach einigen Monaten bin ich dann zum Power Nordic Walking übergegangen - das wird mit Jogging-Einheiten gewürzt und man hat ein hohes Tempo drauf. Die Stöcke werden mit sehr viel Kraft eingesetzt. Es macht riesig Spaß, am besten ist es durch Wald und Wiese. Inzwischen bin ich beim Joggen angelangt (ist das zu glauben?), laufe so 3,5 km in 30 Minuten und das auch noch schmerzfrei.
Heute gibt´s für mich nix Schöneres als meine (fast) tägliche Sporteinheit (Power Walking oder Laufen).
Ich denke, dass auch wissenschaftliche Erkenntnisse immer nur einen Überblick geben. Wie es dir letztendlich mit einer Sportart geht, kannst nur du selbst herausfinden. Geh es langsam an, lern die richtige Technik und höre auf deinen Körper.
Viel Spaß beim Sporteln und Grüße aus Tirol