zumindest bei mir! es ging!
hallo erstmals!
im mai 2006 wars soweit: ich stand auf meiner waage und diese zeigte was unglaubliches an! 80kg!!! das darf nicht sein... irgendwie machte was KLICK in meinem kopf....
da bei mir die kilos schleichend kamen, hab ich es ne lange zeit nie wirklich realisiert. aber dann im mai..das war zu viel. im internet hab ich mich erkundigt.... irgendwann hatte ich genug mut und meldete mich beim stoffwechselzentrum in zürich an. ca 10 seiten musste ich vor dem ersten arzttermin mit daten von mir ausfüllen (wie und was ich esse, wie und was für sport ich treibe, wie es in meiner familie aussieht etc....)
mit ausgefülltem bogen und auch einbisschen nem mulmigen gefühl ging ich dann dorthin. und ich muss sagen: es war der beste entscheid meines lebens. der arzt war super gut und ich fühlte mich sofort wohl bei ihm. nix vonwegen "ja klar bei ihrem gewicht müssen sie definitiv was machen" oder so. ich fühlte mich ernstgenommen. wir besprachen dann ca 30minuten lang meinen fragebogen bevor er die erste 'diagnose' stellte.
grundsätzlich sei bei mir nichts 'abnormal' und es gäbe auch tatsächlich menschen, die mit meinem ess- und bewegungsverhalten nicht übegewichtig sind. ich hingegen war es, BMI knapp über 30. (irgendwie war ich aber dann doch sogar einwenig froh, denn so
musste alles meine krankenkasse bezahlen...) was verschiedene gründe haben kann. bewusst gemacht hat er mir auf jedenfall folgendes: ich bin anfällig für übergewicht... und es sei super gut dass ich in diesem 'frühen' status bereits kam. andere warten da bis sie viiel schwerer sind....
BMI über 30 heisst: krankhafte fettleibigkeit. tönd krass, aber war mir dann endlich wirklich bewusst. und ich wusste, dass ich was machen wollte. genau aus diesem grund war ich ja bei ihm.
er hat mir dann gesagt, ich solle es mal mit
ernährungsberatung versuchen. er gab mir 2 leere A4 seiten mit und meinte, ich solle ab sonntag mit aufschreiben beginnen: wann ich was esse und wieviel davon. eine woche später dann solle ich mit dieser tabelle in die ernährungsberatung.
er hat mir auch wirklich noch versichert, dass wir es vorerst einmal so probieren möchten. in 3 monaten solle ich dann wieder zu ihm kommen und dann schauen wir wie es läuft. es gebe noch x andere möglichkeiten....
ich war echt total beruigt und verliess sein sprechzimmer guten mutes. interessant war auch, dass ich bereits in dieser ersten woche (als ich alles notieren musste) gemerkt habe, dass mein essverhalten nicht wirklich ok ist.
mit der vollen liste ging ich dann in die beratung. und auch da muss ich sagen: ne super frau, echt gut! sie hat meine liste angeschaut und aufgrund meiner angaben haben wir dann gemeinsam bsprochen, was ich wo anpassen muss.
und ich muss sagen: eigentlich wusste ich ja selber das die schockolade zwischen dem frühstück und mittagessen 'fehl am platz ist'

) trotzdem. es hat mir sooo viel gebracht.
gewisse dinge habe ich radikal aus meinem essverhalten gestrichen: süsses, chips, pommes, würste. zumindest im ersten halben jahr

)
ich hab auch wirklich von anfang an sofort gewicht verloren. (ich denke, das war auch ne riiiesen hilfe!). dass motivierte mich natürlich zusätzlich.
die grundregeln meiner umstellung möchte ich euch hier jetzt gerne mitteilen:
- genug trinken! (mindestens 2, am besten 3l wasser am tag)
- 3 mahlzeiten, und diese wirklich nährreich und so, dass sie satt machen.
(ich hab da immernoch dieses bild vor mir mit dem teller: 50% gemüse/salat, 25% kohlenhydrate und 25% fleisch oder fisch)
- dem körper ruhepausen gönnen und mindestens 3-4h nichts essen zwischen den mahlzeiten
- wenn dann doch hunger auftaucht, nur 'leichtes' essen, zb quark, früchte, etc...
- bewegung. viiiiel bewegung. ne tramhaltestelle früher aussteigen. treppen benützen. bewegung in den alltag einbauen
- sport (hab ich zwar schon immer viel - 3x die woche - gemacht)
süssigkeiten habe ich radikal mindestens die ersten 6 monate garnix gegessen. danach galt: wenn, dann direkt nach dem mittagessen (abends am besten garnix) und zwar nur wenig. (war aber auch nicht schwierig, denn nach dem essen ist man ja 'eigentlich' schon satt)
ich hab in dieser zeit vieles wieder entdeckt: zum beispiel das gefühl von satt sein. oder was ein dessert wirklich ist. ich konnte ein stück schockolade essen und hab das sooo was von genossen. (früher ass ich ne ganze tafel und spührte nix dabei).
am wichtigsten war mir vor allem folgende regel:
nix is verboten. aber alles in masse.
vor allem für süsses oder extrem fettiges gallt das.
zum beispiel würde ich NIE im leben auf bratwürste verzichten. es gibt sie halt jetzt nur noch vielleicht 1x im monat oder so.dafür geniesse ich die richtig
ja. ich denke das sind die grundregeln meines erfolges. ich hab auch dann in knapp 1.5 jahren ca 20kg abgenommen. als 'abschluss' habe ich im letzten herbst eine 2 wöchige dr. f.x.mayr kur gemacht. dies aber in erster linie nicht wegen dem gewicht sondern wegen meinem 'geist', so blöd das jetzt ev auch klingen mag. (aber das ist ne andere geschichte und passt nicht hier rein)
natürlich hab ich somit (in dieser kur) dann noch die fehlenden kilos abgenomman und landete mitte oktober auf meinen gewünschten 60kg. was ja bei meiner grösse noch nicht wirklich an der unteren grenze ist. stört mich aber nicht, denn durch meinen sport den ich treibe und auch durch meine statur reicht mir das völlig.
inzwischen hab ich mein ziel aber angepasst und möchte gerne unter die 60kg grenze.
und das pack ich jetzt an! denn nach der kur im oktober hab ich mich einbisschen
gehen lassen. was zur folge hatte, das ich das eine oder andere kilo jetzt wieder drauf hab. und die müssen nun definitiv weg!!!
was das schönste war am abnehmen? die komplimente. alle habens mir angesehen (kein wunder bei 20kg!)... meine lieblingshose ging mir wieder. ich kann kleider in grösse S oder ab und zu sogar im 36 kaufen. es ist ein glücksgefühl. wunderschön.
trotzdem hab ich noch ziele:
einerseits die 58kg, anderseits aber möchte ich das abnehmen/gewicht nicht mehr wirklich als zentrales und wichtiges thema von mir sehen. ich muss nicht jeden tag an mein gewicht denken. ich WILL das nicht. das muss ich irgendwie noch erreichen. aber daran arbeite ich! (zb mit kinesiologie...)
tja. das ist meine geschichte. vielleicht kann ich ja dem einen oder andern noch nen tipp oder so geben. würde mich freuen!
